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Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Alternative für Deutschland (AfD) das Thema Obdach- und Wohnungslosigkeit in ihrer Migrationspolitik instrumentalisiert. Im Zentrum der Analyse steht die Frage, wie die Partei Konzepte von Zugehörigkeit und Fremdheit in ihrer Kommunikation auf sozialen Plattformen einsetzt, um ihre politische Position zu stärken. Die theoretische Grundlage bilden die soziologischen Ansätze von Georg Simmel, Alfred Schütz und Georg Herbert Meads zur Konstruktion von Fremdheit. Methodisch verfolgt die Analyse einen qualitativen Ansatz, bei dem die Social-Media-Beiträge der AfD mittels der Grounded Theory-Methodologie (GTM) systematisch kodiert und ausgewertet werden. Hierbei wird ein integratives Kodierparadigma entwickelt, das Verbindungen zwischen den (rechts-)populistischen Kommunikationsstrategien der AfD, Mechanismen des Othering und verschiedenen Formen von Fremdheit aufzeigt. Die Ergebnisse veranschaulichen, dass die AfD explizit deutsche obdach- und wohnungslose Personen im Kontext der Wohnraumkrise als „positive Andere“ instrumentalisiert, um Menschen mit Migrationshintergrund,
insbesondere geflüchtete und asylsuchende Personen, als kulturell fremd und
bedrohlich darzustellen. Durch diese konstruierte Differenzierung versucht die Partei, die Ursachen der Wohnungskrise auf vermeintlich Fremde zu projizieren. Gleichzeitig inszeniert sie sich selbst als scheinbare Lösung dieser Krise, indem sie vorgibt, die deutschen Bürger*innen vor der steigenden Obdach- und Wohnungslosigkeit zu schützen. Die Arbeit zeigt auf, wie die AfD durch (rechts-)populistische Kommunikationsstrategien Fremdheit konstruiert, und damit die fortlaufende Stigmatisierung und Marginalisierung von vulnerablen Gruppen in der Gesellschaft fördert.