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IntroductionIt is unclear how internet-delivered cognitive-behavioural therapy for insomnia (CBT-I) can be integrated into healthcare systems, and little is known about the optimal level of therapist guidance. The aim of this study is to investigate three different versions of a stepped care model for insomnia (IG1, IG2, IG3) versus treatment as usual (TAU). IG1, IG2 and IG3 rely on treatment by general practitioners (GPs) in the entry level and differ in the amount of guidance by e-coaches in internet-delivered CBT-I.Methods and analysisIn this randomised controlled trial, 4268 patients meeting International Classification of Diseases, Tenth Revision (ICD-10) criteria for insomnia will be recruited. The study will use cluster randomisation of GPs with an allocation ratio of 3:3:3:1 (IG1, IG2, IG3, TAU). In step 1 of the stepped care model, GPs will deliver psychoeducational treatment; in step 2, an internet-delivered CBT-I programme will be used; in step 3, GPs will refer patients to specialised treatment. Outcomes will be collected at baseline, and 4 weeks, 12 weeks and 6 months after baseline assessment. The primary outcome is insomnia severity at 6 months. An economic evaluation will be conducted and qualitative interviews will be used to explore barriers and facilitators of the stepped care model.Ethics and disseminationThe study protocol was approved by the Ethics Committee of the Medical Centre—University of Freiburg. The results of the study will be published irrespective of the outcome.Trial registration numberDRKS00021503.
ZusammenfassungDigital angebotene psychologische Interventionen gegen Schlafstörungen sind aktuell ein sehr intensiv bearbeitetes Forschungsthema. In dieser Übersichtsarbeit werden Originalarbeiten und Metaanalysen zu diesem Thema zusammengefasst. Hierbei zeigt sich, dass die internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) bei Erwachsenen durchweg sehr effektiv ist mit allenfalls leicht geringeren Effektstärken als die gleiche Behandlung mit physischer Präsenz von Therapeuten und Patienten. Behandlungseffekte zeigen sich dabei auch für sekundäre Outcome-Parameter wie Depressivität, Angst, Fatigue und Lebensqualität. Hingegen lassen die Forschung zur Wirksamkeit der internetbasierten KVT‑I bei Erwachsenen mit komorbiden psychischen Störungen oder körperlichen Erkrankungen sowie die Forschung zur Frage, wieviel Therapeutenkontakt in die Behandlung integriert werden sollte, anscheinend noch keine abschließenden Antworten zu. In diesen Bereichen scheint weitere Forschung notwendig zu sein scheint.
Ein- und Durchschlafstörungen, nichterholsamer Schlaf oder erhöhte Tagesmüdigkeit sind unspezifische Symptome von heute ca. 100 unterscheidbaren Störungsbildern, die in der kommenden 11. Revision der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) erstmals als eigenes Kapitel 7 „Schlaf-Wach-Störungen“ zusammengefasst werden. Mit Blick auf den Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie besteht ein bidirektionaler Zusammenhang zwischen Schlaf-Wach-Störungen und psychischen Erkrankungen. Schlaf-Wach-Störungen können einen unabhängigen Risikofaktor für das Entstehen einer psychischen Erkrankung darstellen und den Erkrankungsverlauf ungünstig beeinflussen. Zudem können Schlaf-Wach-Störungen einer psychischen Erkrankung auch als Frühsymptom vorausgehen und damit ein wichtiger Hinweis bei der Früherkennung sein. Zahlreiche Schlaf-Wach-Störungen können anhand der Anamnese und üblicher klinischer Untersuchungen diagnostiziert werden. Bei spezielleren Fragestellungen können die Untersuchung in einem speziali-sierten Schlaflabor und die Behandlung in einem schlafmedizinischen Zentrum im Sinne einer gestuften Versorgung notwendig sein. Hier ist die Polysomnographie die wichtigste Untersuchungsmethode für die Differenzialdiagnostik, für deren Abrechnung über die Kostenträger heute in Deutschland jedoch keine gesetzliche Grundlage im Bereich neuro-psychiatrischer Störungen besteht. Die vorliegende Arbeit fasst die aktuellen Leitlinien hinsichtlich der Kriterien für eine Untersuchung im Schlaflabor aus Sicht des Fachgebiets Psychiatrie und Psychotherapie zusammen und stellt daraus abgeleitet Forderungen für eine leitliniengerechte Diagnostik und Behandlung.