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AbstractActigraphy has been used for more than 60 years to objectively measure sleep–wake rhythms. Improved modern devices are increasingly employed to diagnose sleep medicine disorders in the clinical setting. Although less accurate than polysomnography, the chief advantage of actigraphs lies in the cost-effective collection of objective data over prolonged periods of time under everyday conditions. Since the cost of wrist actigraphy is not currently reimbursed, this method has not enjoyed wide acceptance to date. The present article provides an overview of the main clinical applications of actigraphy, including the recommendations of specialist societies.
Ein- und Durchschlafstörungen, nichterholsamer Schlaf oder erhöhte Tagesmüdigkeit sind unspezifische Symptome von heute ca. 100 unterscheidbaren Störungsbildern, die in der kommenden 11. Revision der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) erstmals als eigenes Kapitel 7 „Schlaf-Wach-Störungen“ zusammengefasst werden. Mit Blick auf den Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie besteht ein bidirektionaler Zusammenhang zwischen Schlaf-Wach-Störungen und psychischen Erkrankungen. Schlaf-Wach-Störungen können einen unabhängigen Risikofaktor für das Entstehen einer psychischen Erkrankung darstellen und den Erkrankungsverlauf ungünstig beeinflussen. Zudem können Schlaf-Wach-Störungen einer psychischen Erkrankung auch als Frühsymptom vorausgehen und damit ein wichtiger Hinweis bei der Früherkennung sein. Zahlreiche Schlaf-Wach-Störungen können anhand der Anamnese und üblicher klinischer Untersuchungen diagnostiziert werden. Bei spezielleren Fragestellungen können die Untersuchung in einem speziali-sierten Schlaflabor und die Behandlung in einem schlafmedizinischen Zentrum im Sinne einer gestuften Versorgung notwendig sein. Hier ist die Polysomnographie die wichtigste Untersuchungsmethode für die Differenzialdiagnostik, für deren Abrechnung über die Kostenträger heute in Deutschland jedoch keine gesetzliche Grundlage im Bereich neuro-psychiatrischer Störungen besteht. Die vorliegende Arbeit fasst die aktuellen Leitlinien hinsichtlich der Kriterien für eine Untersuchung im Schlaflabor aus Sicht des Fachgebiets Psychiatrie und Psychotherapie zusammen und stellt daraus abgeleitet Forderungen für eine leitliniengerechte Diagnostik und Behandlung.