Digitalisierung in der Wohnungslosenhilfe

  • Digitale Medien sind zu einer Voraussetzung sozialer Teilhabe geworden – auch für wohnungslose Menschen, deren prekäre Lebenslagen jedoch mit spezifischen Nutzungsweisen und Zugangsbarrieren einhergehen. Der Beitrag systematisiert den Forschungsstand zur digitalen Mediennutzung wohnungsloser Menschen und leitet Schlussfolgerungen für die Soziale Arbeit in der Wohnungslosenhilfe ab. Die Nutzungspraktiken erweisen sich als heterogen: Digitale Medien dienen sozialen Beziehungen, der Alltagsorganisation und Sicherheit sowie dem Wohlbefinden und der Identitätsarbeit. Der Zugang ist dabei keine einmalige Schwelle, sondern ein kontinuierlicher, ressourcenintensiver Aushandlungsprozess. Vor dem Hintergrund eines pandemiebedingten Digitalisierungsschubs plädieren die Autoren gegen einen verkürzten Techno-Solutionismus und für strukturell ansetzende, partizipativ entwickelte Angebote, die digitale Teilhabe ermöglichen, ohne nicht-digitale Hilfen und die Beziehungsdimension Sozialer Arbeit zu ersetzen.

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Metadaten
Author:David Lowis, Frank SowaORCiD
DOI:https://doi.org/10.25656/01:34159
ISBN:978-3-7799-9028-4
Parent Title (German):Handbuch Soziale Arbeit und Digitalisierung
Publisher:Beltz Juventa
Place of publication:Weinheim
Editor:Nadia Kutscher, Thomas Ley, Udo Seelmeyer, Friederike Siller, Angela Tillmann, Isabel Zorn
Document Type:Part of a Book
Language:German
Date of first Publication:2026/08/28
Release Date:2026/08/17
Edition:2., vollständig überarb. und erw. Aufl.
Pagenumber:678-691
institutes:Fakultät Sozialwissenschaften
Research Themes:Soziale & ökonomische Transformation
Licence (German):Creative Commons - CC BY-NC-ND - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International
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