Die Positionen von Redaktionen zur Verwendung gendersensibler Sprache
- Seit Jahren dauert die Debatte um gendersensible Sprache in Deutschland an, insbesondere über die Verwendung von Sonderzeichen. Sie ist stark polarisiert. Einzelne Politiker, allen voran der bayerische Ministerpräsident
Markus Söder, regeln die Verwendung von Sternchen und Doppelpunkten
in staatlichen Einrichtungen qua Verordnung und Verbot. Daran müssen sich Medienredaktionen nicht halten. Wie bereits im Zuge der großen Rechtschreibreform in den 1990er-Jahren können sie selbst entscheiden, wie ihre Mitarbeitenden schreiben und sprechen. Es lassen sich unterschiedliche Positionen erkennen, die an eine politische Ausrichtung gekoppelt sind. Grundlegend für die Sprachverwendung einerseits und die Berichterstattung über das Thema andererseits ist die ethisch-normative Bewertung der Rolle der Medien als Beobachter der gesellschaftlichen Entwicklung. In diesem Beitrag werden diese unterschiedlichen Positionen analysiert. Betrachtet wird dabei auch, welche Auswirkungen die Verwendung KI-basierter Sprachtools haben könnten. Am Ende stehtSeit Jahren dauert die Debatte um gendersensible Sprache in Deutschland an, insbesondere über die Verwendung von Sonderzeichen. Sie ist stark polarisiert. Einzelne Politiker, allen voran der bayerische Ministerpräsident
Markus Söder, regeln die Verwendung von Sternchen und Doppelpunkten
in staatlichen Einrichtungen qua Verordnung und Verbot. Daran müssen sich Medienredaktionen nicht halten. Wie bereits im Zuge der großen Rechtschreibreform in den 1990er-Jahren können sie selbst entscheiden, wie ihre Mitarbeitenden schreiben und sprechen. Es lassen sich unterschiedliche Positionen erkennen, die an eine politische Ausrichtung gekoppelt sind. Grundlegend für die Sprachverwendung einerseits und die Berichterstattung über das Thema andererseits ist die ethisch-normative Bewertung der Rolle der Medien als Beobachter der gesellschaftlichen Entwicklung. In diesem Beitrag werden diese unterschiedlichen Positionen analysiert. Betrachtet wird dabei auch, welche Auswirkungen die Verwendung KI-basierter Sprachtools haben könnten. Am Ende steht der Appell für eine Entpolemisierung der Debatte.…


| Author: | Beatrice DernbachORCiD |
|---|---|
| DOI: | https://doi.org/10.5771/9783748970323-89 |
| Parent Title (German): | Zwischen Hassrede, Framing und generativer Künstlicher Intelligenz |
| Publisher: | Nomos |
| Place of publication: | Baden-Baden |
| Editor: | Ingrid Stapf, Jessica Heesen, Laura Martena |
| Document Type: | Part of a Book |
| Language: | German |
| Reviewed: | Begutachtet/Reviewed |
| Release Date: | 2026/07/31 |
| Tag: | Gendersensible Sprache; Journalismus; KI-basierte Sprachtools |
| Pagenumber: | 19 |
| First Page: | 89 |
| Last Page: | 108 |
| Andere Schriftenreihe: | Kommunikations- und Medienethik |
| institutes: | Fakultät Angewandte Mathematik, Physik und Allgemeinwissenschaften |
| Research Themes: | Soziale & ökonomische Transformation |
