Triesdorf
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Rahmenbedingungen für eine wirtschaftlich tragfähige und sozial-nützliche Nahversorgung im Vogtland
(2025)
Die vorliegende Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen Nahversorgung im Vogtland wirtschaftlich tragfähig und ebenso sozial wirksam gestaltet werden kann und welche Perspektiven sich daraus für die Zukunft ländlicher Dörfer ergeben.
Der Wandel ist in den letzten Jahren verstärkt Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen geworden. Verschiedene Forschungsarbeiten weisen auf den Rückzug des klassischen Lebensmitteleinzelhandels hin und zeigen, wie Dorfläden, Multifunktionshäuser oder mobile Angebote versuchen, die Versorgung vor Ort zu sichern. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Aspekte: ökonomische Tragfähigkeit, soziale Funktion und politische Rahmenbedingungen. Noch ist unklar, ob diese Ansätze auf Dauer erfolgreich sind und wie wirtschaftliche Stabilität und soziale Wirkung zusammenwirken.
Vor diesem Hintergrund nimmt die Arbeit die Nahversorgung im Vogtland genauer in den Blick. Die Region ist durch eine kleinteilige Siedlungsstruktur, demografische Veränderungen und begrenzte Kaufkraft geprägt. Damit eignet sie sich in besonderer Weise, um Bedingungen für eine tragfähige und gleichzeitig sozial wirksame Nahversorgung zu untersuchen.
Im Zentrum steht die Frage, welche Rahmenbedingungen gegeben sein müssen, damit Nahversorgung im Vogtland sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch sozial nützlich gestaltet werden kann. Ziel der Arbeit ist es, theoretische Grundlagen mit einer empirischen Untersuchung zu verbinden und dabei die Sichtweisen von Konsumenten, Anbietern und Kommunen systematisch zusammenzuführen. Auf diese Weise werden bestehende Erkenntnisse zu Erfolgsfaktoren der Nahversorgung ergänzt und für die besonderen Rahmenbedingungen im Vogtland praxisnah konkretisiert.
Die vorliegende Arbeit beleuchtet Berufswahl, aktuelle berufliche Situation, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven junger Frauen bis 35 Jahre in der deutschen Landwirtschaft durch eine quantitative Online-Umfrage. Im Mittelpunkt standen dabei die Fragen, was junge Frauen zu einem Beruf in der Landwirtschaft motiviert, welche Einflussfaktoren bei der Berufswahl eine Rolle spielen, welchen Belastungen jungen Frauen im Alltag begegnen, wie sie Diskriminierung und sexuelle Belästigung erleben und welche Vorstellungen sie von ihrer beruflichen Zukunft haben.
Insgesamt haben 367 Frauen an der Online-Umfrage teilgenommen. Davon die meisten aus Bayern und zwischen 20-25 Jahren alt. Die Teilnehmerinnen sind hauptsächlich Studierende und Auszubildende sowie mitarbeitende Familienangehörige, die vor allem auf Tierhaltungsbetrieben tätig sind.
Für das Themenfeld der Berufswahl zeigen die Ergebnisse, dass die Entscheidung für einen landwirtschaftlichen Beruf stark durch das persönliche Umfeld, insbesondere durch familiäre Strukturen, beeinflusst wird. Viele Frauen haben sich für das Berufsfeld Landwirtschaft entschieden, weil sie auf verschiedene Art und Weise Berührungspunkte mit diesem Arbeitsfeld hatten. Gleichzeitig spielt eine hohe intrinsische Motivation, insbesondere die Liebe zur Natur und zu Tieren, eine zentrale Rolle.
Die Analyse macht deutlich, dass Diskriminierungserfahrungen für einen Großteil der Befragten zum Berufsalltag gehören, vor allem in Form von geschlechterspezifischen Vorurteilen, der Abwertung ihrer Kompetenzen oder einer geringeren Beteiligung an technisch anspruchsvollen Aufgaben. Auch die Erfahrungen mit sexueller Belästigung sind ein großes Thema in der Landwirtschaft. Dennoch zeigen sich viele der Teilnehmerinnen resilient und engagiert. Allerdings hat sich besonders der Einfluss von mentaler Belastung auf die rückblickende Sicht auf die Berufsentscheidung sowie auf die Zukunftsperspektive gezeigt. Die Ursachen der mentalen Belastung zeigen sich in dieser Arbeit vor allem durch eine hohe Arbeitsbelastung und den Konflikt zwischen Arbeit und Alltag.
Trotz hoher Belastungen durch Arbeit, Rollenkonflikte und Care-Arbeit sowie Erfahrungen mit Diskriminierung und sexueller Belästigung blicken die meisten jungen Frauen positiv auf ihre berufliche Zukunft in der Landwirtschaft. Die Zukunftserwartungen der jungen Frauen sind geprägt von Optimismus, beruflicher Leidenschaft und einem Wunsch nach Veränderung. Besonders deutlich wurden Forderungen nach mehr Anerkennung, Wertschätzung, Sichtbarkeit und Gleichstellung. Viele sehen weibliche Vorbilder, bessere Arbeitsbedingungen und eine Abkehr von starren Rollenbildern als zentrale Hebel für eine nachhaltige Verbesserung der Situation von Frauen in der Landwirtschaft.
Insgesamt zeigt diese Arbeit Handlungsfelder auf, in denen Politik und Forschung ansetzen sollten, um mehr Gleichberechtigung und Gleichstellung in der Landwirtschaft schon in der jungen Generation umzusetzen.
Dieser Leitfaden dient als Unterstützung für Personen, die regelmäßig mit Rindern arbeiten, insbesondere auf landwirtschaftlichen Betrieben, im sicheren und verantwortungsbewussten Umgang mit diesen Tieren.
Ziel ist es, ein praxisnahes und verständliches Hilfsmittel bereitzustellen, das einerseits die Grundlagen zum Verhalten der Rinder, sowie zum sicheren Umgang mit Rindern vermitteln soll. Andererseits bietet der Leitfaden Beispiele mit konkreten Handlungsempfehlungen in den Bereichen „Treiben“, „Zutrieb“ und „Verladen von Rindern“.
Aufgrund der Vielfalt betrieblicher Strukturen und individueller Gegebenheiten in der landwirtschaftlichen Praxis kann dieser Leitfaden keine vollumfängliche Darstellung aller möglichen Situationen bieten. Vielmehr soll er eine Orientierung darstellen, die praktikable Lösungsansätze und Gefahrenpotentiale beim Umgang mit Rindern aufzeigt.
Wir danken Ihnen für Ihre Bereitschaft, sich mit dem Thema Arbeitssicherheit im Umgang mit Rindern auseinanderzusetzen und hoffen, Sie mit diesem Leitfaden in der beruflichen Praxis unterstützen zu können.
Die Beispiele sind anschaulich dargestellt, um Verbesserungsmöglichkeiten im Arbeitsalltag aufzuzeigen.
CA has been promoted by various agricultural stakeholders for its ability to improve agricultural productivity and sustainability. However, despite all these efforts, the uptake of CA in Lurambi subcounty, Kenya, remains low among smallholder maize farmers. The main objective of this study was to assess the economic impact of conservation agriculture practices on smallholder maize farmers in Lurambi Subcounty, Kenya. The study worked on three objectives, including determining the extent of CA adoption, factors that influence the adoption and the economic impacts on yields, input demand and income.
The research used a mixed method design, which involves both qualitative and quantitative approaches. The data used in this study was collected from a sample size of 49 smallholder farmers by use of questionnaires and interviews. The data was later coded and analysed by used of excel. Descriptive statistics summarized the farm and demographic characteristics while, inferential analysis such as multiple linear regression and t-test was used to determine factors influencing adoption, economic impact of CA on input demand and yields. Finally, the study analysed the impact of CA on income levels through calculation of gross margin hence economic profit was derived.
The findings of the study indicate that CA was lowly adopted with adoption rate of 29%. Use of herbicides and residue retention were the most adopted CA practices while cover cropping was the least adopted. Lack of training, access to equipment and initial high costs emerged as key barriers to adoption of CA. The regression analysis revealed that size of land, input/financial subsidies, education and years of farming were key factors influencing the adoption of CA practices. T test results indicated that yields From CA farmers were relatively higher than those of conventional farmers, and labour demand was also high for non-adopters. Gross margin results also revealed that CA farmers have a relatively higher income compared to conventional farming. Therefore, this study's findings suggest that CA is an economically profitable farming method. The full adoption of CA practices and support from stakeholders is key to achieving these benefits. To promote wider uptake of CA, future interventions should focus on targeted training, financial support or subsidies and access to CA equipment.
Optimierung der Teff- und Weizenproduktion in der Amhara-Region: Wirtschaftsmodellierungsansatz
(2025)
Teff and wheat are key staple crops for household food security and national output, yet productivity remains well below potential. Rising input costs, market volatility, and environmental pressures make optimizing current resources essential for sustaining livelihoods. This study analyzed farm income patterns, technical efficiency (TE), allocative efficiency (AE), and cost efficiency (CE) in teff and wheat farming among 103 smallholder households in Bahir Dar City Administration, an underrepresented area in previous efficiency research. TE, AE, and CE were estimated to be using an input-oriented Data Envelopment Analysis (DEA) under Variable Returns to Scale (VRS) with bootstrap correction. Socio-economic and agronomic determinants were identified using Second-stage Tobit regression. Mean TE was 0.505 (95% CI: 0.469–0.541) for teff and 0.522 (95% CI: 0.487–0.557) for wheat, indicating potential input reductions of 47%–50% without lowering output. AE averaged 0.654 (95% CI: 0.622–0.686) for teff and 0.846 (95% CI: 0.820–0.872) for wheat, showing more optimal resource allocation in wheat. CE was lowest 0.30 (95% CI: 0.272–0.328) for teff and 0.44 (95% CI: 0.408–0.472) for wheat highlighting substantial cost inefficiencies, especially in teff. A “two-tier” pattern in teff revealed a few highly efficient farms and many low performers, while wheat efficiency was polarized, with about 40% of farms below CE = 0.20 and minima of 0.04–0.10, alongside 46% scoring CE ≥ 0.50. The study concludes heterogeneity and untapped potential to diffuse best practices. Policy recommendations include giving adequate attention to optimizing existing resources by expanding irrigation services not only infrastructure but also operational support to ensure that available schemes are fully utilized throughout the growing season. Extension systems should emphasize accurate farm recordkeeping and prioritize the adoption of cereal-legume crop rotations to enhance soil fertility and sustainability. Timely dissemination of market information for both inputs and outputs, along with improved availability of locally appropriate mechanization for timely and efficient field operations, should be coupled with stronger market integration to maximize profitability and resilience in smallholder cereal systems
Die vorliegende Arbeit widmet sich der betriebswirtschaftlichen Bewertung einer
verlängerten Säugezeit von fünf Wochen im Vergleich zum derzeitigen Standard von
vier Wochen in der konventionellen Schweinehaltung. Vor dem Hintergrund steigender
Anforderungen an Tierwohl und ökonomischer Effizienz wird untersucht, ob eine
Verlängerung der Säugezeit wirtschaftlich tragfähig und praxisrelevant ist. Ausgangspunkt der Analyse ist ein praxisnahes Betriebsmodell mit 1.960 Zuchtsauen,
welches die vollständige Produktionskette von der Ferkelerzeugung über die Aufzucht
bis hin zur Mast abbildet. Auf Basis realer Betriebskennzahlen aus dem Jahr 2023
sowie biologischer Leistungsdaten eines Zuchtunternehmens (Topigs Norsvin) wurde
eine differenzierte mehrperiodische Investitionsrechnung über einen Zeitraum von 20
Jahren durchgeführt. Es wurden Kapitalwerte, interne Zinsfüße sowie äquivalente
Annuitäten für drei Cashflow-Stufen berechnet, die sowohl vor als auch nach Steuern
die Rentabilität der beiden Alternativen bewerten.
Die Ergebnisse zeigen, dass die 4-Wochen Säugezeit in sämtlichen ökonomischen
Kennzahlen überlegen ist. Insbesondere die höhere Produktionsfrequenz führt zu
einer effizienteren Ausnutzung der vorhandenen Stallkapazitäten und höheren
Kapitalrückflüssen. In allen drei Cashflow-Stufen wurde eine höhere Verzinsung sowie
ein größerer Kapitalwert festgestellt. So liegt etwa der interne Zinsfuß auf das
Gesamtkapital bei 26,6 % in der 4-Wochen Säugezeit gegenüber 25,5 % in der 5-
Wochen Säugezeit. Die Kapitalwertdifferenz beträgt rund 950.000 €, die äquivalente
Annuität jährlich etwa 116.000 €.
Trotzdem zeigt sich, dass die 5-Wochen Säugezeit biologisch vorteilhafte Effekte mit
sich bringt, insbesondere im Bereich der Ferkelgesundheit, des Absetzgewichts sowie
der Verluste in der Aufzucht- und Mastphase. Diese Vorteile reichen jedoch im
untersuchten Modell nicht aus, um den Nachteil der geringeren Wurfanzahl pro Jahr
wirtschaftlich vollständig zu kompensieren.
Ergänzt wurde die Analyse durch eine Was-wäre-wenn-Simulation, in der die Resilienz
beider Systeme gegenüber Erlösveränderungen geprüft wurde. Dabei erwies sich die
4-Wochen Säugezeit als robuster gegenüber Preisrückgängen. In einer
anschließenden Zielpreisermittlung wurde berechnet, dass die 5-Wochen Säugezeit
nur dann eine gleichwertige Wirtschaftlichkeit erreicht, wenn die Preise je Absetzferkel
um etwa 2 bis 3 € steigen – abhängig vom betrachteten Zinssatzniveau.
Insgesamt leistet die Arbeit einen relevanten Beitrag zur aktuellen Debatte über
tierwohlfreundliche Produktionssysteme und deren ökonomische Implikationen. Die
Ergebnisse verdeutlichen, dass eine verlängerte Säugezeit nur unter bestimmten
Rahmenbedingungen wirtschaftlich tragfähig ist und betriebsindividuell geprüft werden
sollte. Für politische Entscheidungsträger und Beratungsinstitutionen bietet die
Untersuchung eine fundierte Grundlage für die Bewertung künftiger
Tierwohlmaßnahmen im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ethik.
Ziel dieser Bachelorarbeit war es, die Aktualität und Relevanz von Maschinenring-Verrechnungssätzen in Bayern zu untersuchen und im Weiteren Verlauf mit anderen Berechnungsmethoden zu vergleichen. Verrechnungssätze stellen für viele Betriebe eine wichtige Hilfe bei der Preisfindung in Bezug auf Dienstleistungen und Maschinenverleih dar. Um eine Aussage treffen zu können, wurden die bestehenden Sätze hinsichtlich ihrer Aussagekraft, Vergleichbarkeit und Aktualität überprüft.
Im theoretischen Teil wurden die Grundlagen der Maschinenkostenkalkulation dar-gestellt und zwei weitere Modelle der Kostenkalkulation, dem Maschinenkosten-rechner des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) sowie der an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) gelehrten Berechnungsmethode, erläutert. Für die anschließende Analyse wurde eine Auswahl an unterschiedlichen Maschinen festgelegt, deren Verrechnungssätze von 22 bayerischen Maschinenringen erhoben, standardisiert und anschließend miteinander verglichen wurden. Ergänzend wurden die ausgewählten Maschinenkosten mit denen aus Baden-Württemberg sowie mit Ergebnissen aus KTBL- und HSWT-Be-rechnungen gegenübergestellt. Anhand eines konkreten Praxisbeispiels zum Thema Fahrtweg, um einen Schwader auszuleihen, wurde zudem die ökonomische Auswirkung unterschiedlicher Verrechnungssätze auf die praktische Landwirtschaft exemplarisch dargestellt.
Die Ergebnisse zeigen deutliche Preisunterschiede zwischen den einzelnen Maschinenringen in Bayern. In Extremfällen lagen die Differenzen für identische Maschinen über 50 % neben dem Mittelwert aller erhobenen Sätze. Auch der Vergleich mit anderen Kalkulationsmodellen offenbarte teilweise erhebliche Abweichungen. So fielen die Ergebnisse der HSWT-Kalkulationen im Schnitt 19 % höher aus als die durchschnittlichen Verrechnungssätze in Bayern. Der Vergleich mit dem flächendeckenden Maschinenring in Baden-Württemberg zeigt auf, dass dieser insgesamt ein 10 % höheres Preisniveau hat als der Freistaat. In der Diskussion wurde der Einfluss unterschiedlicher Berechnungsgrundlagen, Ungenauigkeiten beim Anpassen der Daten sowie regionaler Besonderheiten thematisiert.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Maschinenring-Verrechnungssätze zwar grundsätzlich als Orientierung geeignet sind, jedoch nicht in jedem Fall eine
belastbare Kalkulationsbasis darstellen Es werden Empfehlungen gegeben, wie die überregionale Zusammenarbeit der einzelnen Geschäftsstellen, genaue Erläuterung von Methode und auch Datengrundlage der Berechnung sowie der direkte Vergleich mit anderen Berechnungsmethoden mit dem Ziel, Differenzen gezielt zu hinterfragen. Damit könnten Maschinenringe ihre Funktion als verlässlicher Partner in der Kostenkalkulation langfristig stärken und ihre Verrechnungssätze für die Zukunft optimieren.