Forstingenieurwesen (B. Eng.)
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Untersucht wurde die Regenwurmabundanz und Regenwurmbiomasse im Energiewald der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und in den nahegelegenen Kulturen Grünland, Maisacker und Miscanthus. Standort ist das Ampermoos in Erlau mit den vorherrschenden Bodentypen Niedermoor und Erdniedermoor. Die Methode zur Regenwurmerfassung bestand aus einer Kombination einer Austreibung mit Allylisothiocyanat-Lösung (AITC) mit anschließender Handauslese. Die Regenwurmabundanz war im Grünland mit 300 Individuen/m² im Median am höchsten, gefolgt vom Maisacker. Der Energiewald nahm mit 241 Individuen/m² eine Mittelstellung ein und im Miscanthus war die Regenwurmabundanz am niedrigsten. Im Grünland lag die höchste Regenwurmbiomasse vor, gefolgt vom Energiewald, Maisacker und dem Miscanthus. Zwischen Grünland und Miscanthus unterschied sich die Regenwurmbiomasse signifikant.
Die Bachelorarbeit untersucht die Biomasseproduktion von Paulownia elongata im Vergleich zum Pappelhybridklon „Max 1“ auf Versuchsflächen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Zusätzlich wird eine Praxisanbaufläche mit Paulownia zur Wertholzproduktion analysiert. Ziel ist die Bewertung von Wachstum und Ertrag beider Baumarten unter vergleichbaren Bedingungen sowie die erstmalige Kartierung und ertragskundliche Aufnahmeder Praxisfläche. Erfasst wurden auf den Versuchsflächen Triebanzahl, Brusthöhendurchmesser, Trieblänge sowie Frisch- und Trockenmasse. Daraus wurden Grundfläche, Vorrat und Zuwachs berechnet. Die Untersuchung des Praxisbestandes erfolgte mittels Vollkluppung, Höhenmessung und GIS-gestützter Kartierung. Während Pappel viele dünne Triebe bildet, weist Paulownia elongata geringere Stammzahlen, aber größere Durchmesser auf, bei insgesamt ähnlichem Ertragsniveau. Auf der Praxisfläche zeigt sich trotz großer Baumdimensionen ein geringer aktueller Zuwachs von 2 %. Insgesamt erweist sich Paulownia im Energieholzanbau als konkurrenzfähig, während ihr Potenzial im Wertholzanbau stark von Standort, Pflege und Umweltbedingungen abhängt.
Diese Arbeit untersucht den zeitlichen Aufwand, die Kostenstruktur und die Wirtschaftlich-keit eines Agroforstsystems mit Windschutzgehölzen. Dabei wird analysiert, welcher Ar-beitsaufwand für die Etablierung erforderlich ist, welche Kosten für Pflanzung, Pflege und Ernte entstehen und in welchem Zeitraum sich die Investitionen amortisieren können. Grundlage der Untersuchung sind Zeitaufnahmen auf einer Praxisfläche sowie eine Kalku-lation der anfallenden Kosten und potenziellen Erlöse. Die Ergebnisse zeigen, dass die Anlage eines Agroforstsystems mit einem vergleichsweise hohen Arbeitsaufwand verbun-den ist, der jedoch durch eine geeignete Organisation der Arbeitsabläufe reduziert werden kann. Die Wahl des Pflanzverfahrens und des Baumschutzes beeinflusst den Zeitbedarf und die praktische Umsetzbarkeit der Pflanzung. Zudem bestätigen die Ergebnisse, dass insbesondere in den ersten Jahren hohe Etablierungs- und Pflegekosten anfallen, während Erlöse erst langfristig erzielt werden. Die Wirtschaftlichkeit hängt dabei maßgeblich von der erzielten Holzqualität ab. Insgesamt zeigen die Untersuchungen, dass Agroforstsysteme langfristig ein ökonomisches Potenzial besitzen, ihre Etablierung jedoch mit hohen An-fangsinvestitionen und wirtschaftlichen Unsicherheiten verbunden ist.
In summary, it can be said that scrub encroachment plays a central role in the development of alpine pastures in the Berchtesgaden National Park.
Due to the specific methodology of the surveys, the full extent of scrub encroachment could not be fully recorded, but the results nevertheless provide valuable insights. Future projects can build on this and further optimize the methods to enable comprehensive analyses.
The results show how scrub encroachment is defined and that there are significant differences between individual alpine pastures. In particular, environmental factors such as altitude or exposure influence the degree of scrub encroachment on the alpine pastures. In addition, it can be noted that almost all of the alpine pastures studied have forest pasture areas, which underlines the historical interlocking of forest and pasture in the region. This form of use not only influences the vegetation structure, but also the dynamics of woody growth, as succession processes in former forest pasture areas take place differently than in classic open pastures (Dornheim, 2005).
In addition, it has been shown that turning promotes plant growth in the short term and that the cane root system plays a central role with regard to woody plant growth.
As a result, this study presented various alternatives to turning to regulate woody plant growth. In particular, combined grazing with goats and sheep and the concept of the “magic triangle of alpine pasture management” proved to be a sustainable form of management. The latter is based on three central measures: adjusting the number of grazing animals, an earlier upland grazing period and targeted grazing management to ensure that the alpine pastures remain open in the long term.
The aim of this work, to develop a scientific basis for practical recommendations on alpine pasture management, was achieved. On this basis, the other sub-projects of the overall research project should contribute to adapting the legal framework to the current challenges of alpine pasture management.
Diese Bachelorarbeit analysiert die ökonomischen Optimierungspotenziale bei der Gassenanlage von Fichtenbeständen im schwachen Baumholz auf einer Fläche des Forstbetriebs Fürst zu Fürstenberg (Südschwarzwald). Ziel ist es, den holzerntekostenfreien Erlös mittels verschiedener Aushaltungsstrategien zu maximieren. Die Methodik basiert auf einer Bestandsaufnahme von 200 Probebäumen und einer simulationsgestützten Schaftmodellierung in der Statistiksoftware R. Im Fokus stehen drei Szenarien von der klassischen Fixlängenaushaltung bis zur optimierten Aushaltung von Leitungsmasten. Die Ergebnisse zeigen, dass die softwaregestützte Leitungsmasten-Aushaltung trotz strenger Qualitätsvorgaben den höchsten holzerntekostenfreien Erlös erzielt und den hiebsbezogenen Deckungsbeitrag signifikant steigert. Die algorithmische Optimierung erweist sich somit als überlegenes Instrument, um die wirtschaftliche Effizienz bei der Feinerschließung und die Rohholzwertschöpfung in frühen Bestandsphasen zu maximieren.
Der Kiefernwald der Pupplinger Au hat wegen der lockeren, lichten Waldstrukturen und der nährstoffarmen Böden eine sehr artenreiche Krautschicht. Durch den Pioniercharakter der Kiefer bildet sie auf den Terrassen der nährstoffarmen Flussalluvionen, die durch Eintiefung des Flussbetts freigelegt wurden, einen initialen Wald der nur durch Störungen erhalten bleibt (Hölzel, 1996). Der Einfluss des Menschen, der bis Mitte des 20. Jahrhunderts als großflächige Störung fungierte, wirkt in diesem Gebiet nachhaltig auf die Vegetation (Seibert, 1958). Eine Vegetationskartierung mit einer detaillierten Vegetationskarte der Pflanzengesellschaften aus dem Jahre 1959 (Lohmeyer,1960) ermöglicht einen Vergleich mit der heutigen Pflanzendecke. Eine Besonderheit des kartierten Gebiets ist die Nähe und Verflechtung der trockenen Karbonat-Kiefernwälder mit Kalkflachmooren im nördlichen Teil des Untersuchungsgebietes.
Ziel dieser Arbeit ist es, die historischen Vegetationsaufnahmen von natürlichen Kieferngesellschaften mit aktuellen Vegetationsaufnahmen zu vergleichen und die Veränderungen detailliert zu analysieren.
Ziel dieser Bachelorarbeit war es Berg-Ahorne (Acer pseudoplatanus) auf alpwirtschaftlich genutzten Flächen im Vorderen Bregenzerwald (Vorarlberg) zu kartieren.
Die untersuchten Flächen liegen im Lecknertal bei Hittisau in einer Höhenlage zwischen 1.000 und 1.500 Metern über dem Meeresspiegel und befinden sich auf dem österreichischen Gebiet des grenzüberschreitenden Naturpark Nagelfluhkette. Die Kartierung erfolgte mittels eines selbst erstellten Aufnahmebogens. Neben der Geolokalisierung und Fotodokumentation der einzelnen Bäume durch die Applikation iNaturalist wurde deren Anzahl, Verteilung, Dimensionierung, Alter, Vitalität und Verjüngungszustand erhoben. Außerdem wurden unter anderem wichtige Mikrohabitate, epiphytische Leitarten und Gehölze erfasst. Die im Gelände aufgenommenen Daten wurden anschließend in dem Geoinformationssystem QGIS visualisiert und analysiert.
Der Berg-Ahorn erreicht im Untersuchungsgebiet eine Maximalhöhe von 28 m und einen Brusthöhendurchmesser von bis zu 231 cm. Eine kollektive Gefährdung des Fortbestands der Bäume durch Überalterung oder schlechte Vitalität konnte nicht festgestellt werden. Die Verjüngung bleibt allerdings besonders an intensiv genutzten Weideflächen ohne Strukturelemente zumeist aus. Es ist davon auszugehen, dass der hohe Verbiss durch Rinder hauptursächlich ist. Auch die Einstellung der Bewirtschafter gegenüber der Baumart ist entscheidend, ob die Verjüngung entfernt, erhalten oder gefördert wird. Es konnten zudem einige wertgebende epiphytische Leitarten und Gehölze, sowie eine Vielzahl an Mikrohabitaten dokumentiert werden. Eine Weiterführung der Kartierungsarbeiten, eine Stärkung der Berg-Ahornvorkommen in der öffentlichen Wahrnehmung und die Erarbeitung aktiver Schutzmaßnahmen ist zur dauerhaften Sicherung zielführend.
Analyse der Landnutzung im Freisinger Umland anhand der barocken Veduten von Valentin Gappnigg
(2024)
Ziel der Bachelorarbeit ist es, die Veduten von Valentin Gappnigg auf ihre Eignung als wissenschaftliche Quellen zu untersuchen und den Wandel der Landschaftsnutzung in drei Zeitabschnitten (1698-1809-heute) zu erforschen.
Zur Beurteilung der Verwendbarkeit wurden einzelne Aspekte der dargestellten Bildinhalte analysiert und auf Plausibilität geprüft. Anhand eines Vergleichs von zeitgenössischen und aktuellen Karten wurde die Veränderung der Landschaftsnutzung zwischen den Jahren 1698 und 2019 analysiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Veduten Gappniggs trotz ihrer künstlerischen Freiheit wertvolle Informationen zur Landschaftsnutzung sowie Stadtentwicklung liefern und als ergänzende Quelle für die historische Forschung herangezogen werden können. Die Landnutzung, insbesondere um Freising, ist geprägt von einer starken Urbanisierung sowie einer Intensivierung der Nutzung auf den verbliebenen landwirtschaftlichen Flächen. Im Bereich der Isarränder hat der Auwald deutlich zugenommen, obwohl auf der restlichen Fläche eine Waldabnahme zu stattgefunden hat. Die Landschaftsdynamikprozesse wie Erosionsflächen an Steilhängen und Hohlwegen oder die Verwilderungszonen an Isar und Moosach sind heute in der Nähe von Freising kaum noch vorhanden.