Vegetationsveränderung der Kiefernwälder an der
mittleren Isar von 1959 zu 2024
- Der Kiefernwald der Pupplinger Au hat wegen der lockeren, lichten Waldstrukturen und der nährstoffarmen Böden eine sehr artenreiche Krautschicht. Durch den Pioniercharakter der Kiefer bildet sie auf den Terrassen der nährstoffarmen Flussalluvionen, die durch Eintiefung des Flussbetts freigelegt wurden, einen initialen Wald der nur durch Störungen erhalten bleibt (Hölzel, 1996). Der Einfluss des Menschen, der bis Mitte des 20. Jahrhunderts als großflächige Störung fungierte, wirkt in diesem Gebiet nachhaltig auf die Vegetation (Seibert, 1958). Eine Vegetationskartierung mit einer detaillierten Vegetationskarte der Pflanzengesellschaften aus dem Jahre 1959 (Lohmeyer,1960) ermöglicht einen Vergleich mit der heutigen Pflanzendecke. Eine Besonderheit des kartierten Gebiets ist die Nähe und Verflechtung der trockenen Karbonat-Kiefernwälder mit Kalkflachmooren im nördlichen Teil des Untersuchungsgebietes.
Ziel dieser Arbeit ist es, die historischen Vegetationsaufnahmen von natürlichen Kieferngesellschaften mit aktuellen Vegetationsaufnahmen zu vergleichen und die Veränderungen detailliert zu analysieren.