Die Veduten von Valentin Gappnigg (1662 - 1736) als Ausgangspunkt für Landschaftskommunikation durch künstlerische Transformation
- Die Transformation der Veduten von Valentin Gappnigg (1661–1736) aus dem 17. Jahrhundert in einen künstlerischen Prozess hat gezeigt, dass die historischen Darstellungen von Landschaft zur Kommunikation über den Klimawandel beitragen können. Die Neuinterpretation der Veduten innerhalb von Workshops durch Materialien wie Textil- und Papiercollage und weiterführende künstlerische Arbeiten wie das Reisetagebuch sowie die Möglichkeit, diese Ergebnisse in einer Ausstellung zu präsentieren, diente dem Austausch von Wissen und Erkenntnissen zwischen der Autorin, den Teilnehmenden und den AusstellungsbesucherInnen.
Die Transformation historischer Veduten, wie „St. Peter am Kammersberg“, „Freising von Westen“ und „Freising von Osten“, in zeitgenössische künstlerische Formate erlaubt wertvolle Einblicke in die Verbindung von künstlerischen Prozessen und theoretischen Modellen.
Der kooperative Ansatz der partizipativen Umsetzung der Autorin, Akteure mit Transformationskompetenz einzubeziehen, wurde im Rahmen der künstlerischen Forschung nach dem Modell der „Architecture of Interaction“ implementiert. Dieser Ansatz fand in interaktiven Workshops Anwendung und die Ergebnisse wurden in der Ausstellung „landschaft.bild.wandel – Valentin Gappnigg neu entdeckt“ präsentiert. Die Werke werden in einer Wanderausstellung weitergeführt, wodurch eine Förderung der Kommunikation über Landschaftsdarstellungen zu erwarten ist.
Der künstlerische Prozess der Autorin bildet die Basis für den interkulturellen Kommunikations- und Vermittlungsprozess. Dieser basiert auf dem abgeschlossenen Masterstudium der Osteuropastudien und der Bildenden Kunst. Die Resultate legen nahe, dass künstlerische Schaffensprozesse bei den involvierten Individuen tiefgreifende Einsichten generieren, die über die Reichweite wissenschaftlicher Theorien hinausgehen.
Die Ergebnisse der Workshops zeigen, dass künstlerische Ansätze effektiv zur Bewusstseinsbildung und Aufklärung über den Klimawandel beitragen, insbesondere durch die Einbeziehung von Schulen und alternativen Bildungsräumen. Des Weiteren betonen die Ergebnisse die Relevanz lokaler, auf die jeweiligen Gegebenheiten ausgerichteter Klimastrategien sowie interkultureller Zusammenarbeit. Insgesamt wird ersichtlich, dass künstlerische Transformationen und interdisziplinäre Ansätze einen Beitrag zu der Bewältigung der Klimakrise leisten können und den Austausch zwischen verschiedenen Wissensgebieten sowie den interkulturellen Dialog fördern.
- The transformation of the vedute by Valentin Gappnigg (1661-1736) from the 17th century into an artistic process has shown that historical depictions of landscape can contribute to communication about climate change. The reinterpretation of the vedute within workshops using materials such as textile and paper collage and further artistic works such as the travel diary, as well as the opportunity to present these results in an exhibition, served to exchange knowledge and insights between the author, the participants and the exhibition visitors.
The transformation of historical vedute, such as „St. Peter am Kammersberg“, „Freising von Westen“ und „Freising von Osten", into contemporary artistic formats allows valuable insights into the connection between artistic processes and theoretical models.
The author's cooperative approach of participatory realisation, involving actors with transformational competence, was implemented in the context of artistic research according to the „Architecture of Interaction“ model. This approach was applied in interactive workshops and the results were presented in the exhibition „landschaft.bild.wandel - Valentin Gappnigg neu entdeckt“. The works will be continued in a travelling exhibition, which is expected to promote communication about landscape depictions.
The author's artistic process forms the basis for the intercultural communication and mediation process. This is based on her Master's degree in Eastern European Studies and Fine Arts. The results suggest that artistic creative processes generate profound insights in the individuals involved that go beyond the scope of academic theories.
The results of the workshops show that artistic approaches are effective in raising awareness and educating about climate change, particularly through the involvement of schools and alternative educational spaces. Furthermore, the results emphasise the relevance of local climate strategies tailored to the respective circumstances as well as intercultural cooperation. Overall, it is clear that artistic transformations and interdisciplinary approaches can contribute to overcoming the climate crisis and promote exchange between different fields of knowledge and intercultural dialogue.