Analyse der Landnutzung im Freisinger Umland anhand der barocken Veduten von Valentin Gappnigg
- Ziel der Bachelorarbeit ist es, die Veduten von Valentin Gappnigg auf ihre Eignung als wissenschaftliche Quellen zu untersuchen und den Wandel der Landschaftsnutzung in drei Zeitabschnitten (1698-1809-heute) zu erforschen.
Zur Beurteilung der Verwendbarkeit wurden einzelne Aspekte der dargestellten Bildinhalte analysiert und auf Plausibilität geprüft. Anhand eines Vergleichs von zeitgenössischen und aktuellen Karten wurde die Veränderung der Landschaftsnutzung zwischen den Jahren 1698 und 2019 analysiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Veduten Gappniggs trotz ihrer künstlerischen Freiheit wertvolle Informationen zur Landschaftsnutzung sowie Stadtentwicklung liefern und als ergänzende Quelle für die historische Forschung herangezogen werden können. Die Landnutzung, insbesondere um Freising, ist geprägt von einer starken Urbanisierung sowie einer Intensivierung der Nutzung auf den verbliebenen landwirtschaftlichen Flächen. Im Bereich der Isarränder hat der Auwald deutlich zugenommen, obwohl auf der restlichen Fläche eine Waldabnahme zu stattgefunden hat. Die Landschaftsdynamikprozesse wie Erosionsflächen an Steilhängen und Hohlwegen oder die Verwilderungszonen an Isar und Moosach sind heute in der Nähe von Freising kaum noch vorhanden.