Schmid, Thomas
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Die Zahl der Apotheken, die auf maschinell produzierte Karten- und Becherblister setzen, hat zuletzt deutlich zugenommen. Die Anschaffung eines solchen Verblisterungsautomaten rechnet sich ab 500 – 1.000 wöchentlich versorgten Patienten. Laut einer aktuellen Befragung stehen für die Apotheker vor allem Produktivitätskriterien im Fokus. Die Zukunft der maschinellen Verblisterung bewerten sie positiv und planen den Ausbau dieses Geschäftsfelds.
Aktuell werden knapp 40% der stationären Pflegeeinrichtungen von Apotheken mit neu verblisterten Arzneimitteln versorgt. Damit hat sich die Verbreitung der patientenindividuellen Verblisterung in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet. Von den Bewohnerzahlen der Heime wiederum geht kein signifikanter Wachstumsimpuls für die Verblisterung aus. Von der Ausweitung der Verbreitung der Verblisterung profitieren Schlauch-, Karten- und Becherblister gleichermaßen. In absehbarer Zukunft wird die Versorgung der Heime im Wege der Verblisterung durch Apotheken die führende Versorgungsform darstellen.
The task of repackaging resident’s medication into medication organizers is increasingly outsourced from nursing homes to pharmacies, presenting an opportunity to redefine the interaction between nursing and pharmaceutical staff. This study investigated whether outsourcing medication repackaging changes the quality and subjects of collaboration between the two professions. A cross-sectional survey was developed targeting heads of nursing in German nursing homes. A simple random sample of 1415 nursing homes was contacted by phone. Respondents participated either by phone or by online survey. Quality of collaboration was measured using Kenaszchuk’s Interprofessional Collaboration Scale (ICS) with its subscales Communication, Accommodation and Isolation. Topics of interaction were ascertained using items along a medication management phase model. Differences in response frequencies were analyzed using Fisher’s exact test. A total of 268 nursing homes participated (response: 18.9%). Of these, 132 (49.3%) had outsourced repackaging. Respondents at nursing homes with in-house medication repackaging rated the subscale Accommodation more favorably (p = 0.008), while Communication and Isolation showed no difference. Of the 13 individual ICS items, “passing on information” (Communication) was rated better by respondents at homes with outsourced repackaging (p = 0.019) and “consideration of convenience” (Accommodation) more favorably by respondents at homes with in-house repackaging (p = 0.042). Nursing staff at homes with outsourced medication repackaging interacted with pharmaceutical staff more frequently on medication changes (p < 0.001), but less frequently on tablet splitting (p = 0.035). In conclusion, outsourcing medication repackaging has a limited impact on the quality of interprofessional collaboration between the two professions but may have the potential to reduce ambiguities regarding splitting tablets.
Die Vergütung der Apotheken für die Verblisterung der Dauermedikation von Heimbewohnern war in der Vergangenheit regelmäßig nicht kostendeckend. Daten aus 2023 zeigen bereits eine deutliche Besserung für neu abgeschlossene Verträge und für 2024 berichten Hersteller von Blistersystemen von einem Preisschub bei der Honorierung der Verblisterung für Heime. Apotheken können verschiedene Strategien einsetzen, um sich preislich zu positionieren und pharmazeutische Dienstleistungen erbringen, um ihre Erlösbasis bei der Verblisterung zu erweitern.
Die unzureichende Vergütung der Heimverblisterung: Müssen Apotheken Pflegeheime subventionieren ...?
(2024)
Die Pleite einer der größten verblisternden Apotheken hierzulande wirft ein Schlaglicht auf den harten Preiswettbewerb bei der Verblisterung für Pflegeheime. Zu diesem tragen einige Apotheker durch Ihr eigenes Verhalten ebenso bei wie systembedingte Faktoren – Stichwort unzureichende Vergütung. Es wird Zeit, dass sich alle Beteiligten zusammenraufen, um Ausfälle in der Versorgung zu vermeiden.
Die Zahl der Apotheken in speziellen Versorgungsbereichen wie der Verblisterung ist oft schwer fassbar. Eine Möglichkeit, sie zu erfassen, besteht in der Suche nach für die Verblisterung typischen Begriffen auf deren Websites. In einer Untersuchung wurden so 829 Apotheken identifiziert, die die Verblisterung auf ihrer Internetpräsenz vermarkten. Dabei handelt es sich insbesondere um Apotheken, die das Verblistern als strategischen Geschäftsbereich betrachten. Wer das Blistern nachhaltig und wirtschaftlich betreiben möchte, braucht neben dem Online-Marketing durchdachte Konzepte
Die Verblisterung von Arzneimitteln erreicht nach den Heimen zunehmend auch ambulante Pflegedienste und Selbstzahler als Kunden. Trotz der Dynamik in der Verblisterung gibt es bislang nur rudimentäre Daten dazu, wie viele Apotheken den Service anbieten, entweder indem sie selbst verblistern, oder mit einem Blisterzentrum zusammenarbeiten. Im Rahmen einer Studie wurden die entsprechenden Strukturen nun mithilfe von Experteninterviews untersucht.