Fakultät Tourismus-Management
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Strengthening sustainability-oriented innovation processes has become a central task for regional transformation, especially in rural areas where ecological, social, and economic challenges increasingly demand alternative models of value creation. The Economy for the Common Good (ECG) offers a normative and practical framework that enables organisations to assess and improve their contribution to societal well-being. Building on theories of cumulative causation, path dependence, and the Matthew Effect, the present study examines how self-reinforcing mechanisms can support the diffusion of Common-Good-oriented practices at the regional level. A multi-year practice project at Kempten University of Applied Sciences
(UAS) functions as an institutional catalyst for this transformation. Each year, interdisciplinary student teams collaborate with regional enterprises to prepare their first Common Good Balance Sheet, supported by academic staff and a certified ECG consultant. This structured process provides companies with a low-threshold entry into sustainability-oriented management while equipping students with competencies in evaluating ecological, social, and ethical performance indicators.
Since 2021, more than 35 enterprises and over 100 students have been part of this process. Additionally, the project has contributed to the establishment of the ECG Regional Group Allgäu, which now comprises more than 100 members and fosters visibility, peer exchange, and cumulative learning effects. Several participating companies have subsequently gained national recognition for sustainable practices, illustrating the project’s transfer potential.
Overall, the initiative demonstrates how universities can act as intermediary actors that accelerate regional sustainability transitions by combining education, research, and social entrepreneurship, thereby supporting the emergence of a Common Good region in the Allgäu.
Wenn Kundenbegeisterung entscheiden soll: Neuer Leitfaden zur Einführung von Service Excellence
(2013)
Während für die qualitative Weiterentwicklung von immer komplexeren Produkten immense Ressourcen eingesetzt werden, hinkt die Entwicklung von Dienstleistungen oftmals hinterher. Doch besonders exzellente Dienstleistungen sind sowohl in der Industrie als auch in der Dienstleistungsbranche hervorragend geeignet, um sich am Markt zu differenzieren, den Kundennutzen zu erhöhen und gleichzeitig höhere Margen durchzusetzen.
Die Fragestellung, wie Unternehmen und Organisationen möglichst effektiv und effizient zu führen sind, um ihre Ziele zu erreichen und welche wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Handlungen in Betrieben bzw. Organisationen damit verbunden sind, untersucht die Betriebswirtschaftslehre schon seit ihrer Begründung als Wissenschaftsdisziplin. Das Thema Führung ist denn auch ein Dauerbrenner und so sollten wir eigentlich alles über Führungskultur, Führungsqualität und Führungserfolg wissen, denn gefühlt wurde hierzu in den letzten Jahrzehnten bereits alles gesagt. Aber offenbar nicht von jedem, wenn man den nicht abreißenden Strom an Narrativen, Mythen und Rezepten von Coaches, Führungskräften, Speakern und auch Wissenschaftlern in den sozialen Medien und der klassischen Ratgeberliteratur beobachtet. Das rege Interesse zeugt davon, dass man sowohl in der Praxis als auch in der Wissenschaft, auf der Suche nach einem Führungsideal bzw. real existierenden Grundsätzen wirksamer Personalführung nicht sonderlich vorangekommen ist. Die Lücke zwischen Erkenntnis und Umsetzung zeigt sich denn auch in zahlreichen, alljährlich wiederkehrenden Umfragen, in denen Führung und Führungsqualität über viele Branchen und Unternehmen hinweg, immer wieder als hochdefizitäres Konstrukt erfahren und beschrieben wird. In diesem Sinne diskutiert der vorliegende Beitrag die wesentlichen sozio-kulturellen Managementherausforderungen, die die verschiedenen Leistungsträger aus der Tourismusindustrie in der näheren Zukunft zu bewältigen haben und verdeutlicht damit in Grundzügen die personalpolitische Herausforderung, denen sich Unternehmen aus den verschiedenen Branchen des Tourismus im Hinblick auf eine zukunftsorientierte und moderne Führungsarbeit stellen müssen.
Der Beitrag beleuchtet anhand des Forschungsprojekts „Flexibler Erlebnisbus für nachhaltigen Freizeitverkehr“ (FEB-NAFV), welche Herausforderungen bei der Gestaltung umwelt- und benutzerfreundlicher Mobilitätsangebote auftreten, und analysiert dabei ausgewählte Aspekte der Produktentwicklung sowohl aus theoretischer als auch praktischer Perspektive. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Gestaltung des Nutzererlebnisses in unterschiedlichen Phasen der Customer Journey. An die Stelle des zunächst verfolgten „Customer Experience First“-Ansatzes bei An- und Abreise trat die Gestaltung der Informations- und Buchungsseite unter UX-Gesichtspunkten. Die Untersuchung liefert wertvolle Erkenntnisse über die Relevanz (vermeintlicher) Begeisterungs- und Basismerkmale alternativer Mobilitätsangebote und trägt so wesentlich zur Weiterentwicklung innovativer Verkehrs- und Tourismuskonzepte bei.
In kleineren Unternehmen sind strategische Überlegungen oft weniger stark ausgeprägt. Dies hat verschiedene Ursachen, u. a. die Dominanz des operativen Geschäfts und die limitierten Ressourcen, aber auch der vermeintlich hohe Zeitaufwand und die vermeintlich große Komplexität der Strategieinstrumente. In diesem Beitrag wird dargelegt, wie die Entwicklung einer kundenorientierten Strategie trotz beschränkter Ressourcen bei einem gut durchdachten Instrumenteneinsatz gelingen kann. Anhand eines fiktiven Campingplatzes wird der Strategieprozess an einem durchgängigen Beispiel dargestellt und die vorgeschlagenen Instrumente werden hierdurch praxisnah konkretisiert.
Die zunehmende Erlebnisorientierung der Gesellschaft verändert den Tourismus grundlegend. Reisende erwarten nicht nur funktionale Dienstleistungen, sondern suchen nach einzigartigen und emotional ansprechenden Erlebnissen. Die Customer Experience, also die subjektive Wahrnehmung einer Reise oder eines Serviceangebots, ist dabei ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dieser Beitrag beleuchtet die Gestaltung der Customer Experience entlang der Customer Journey im Tourismus. Er zeigt auf, wie multisensorische Erlebnisse, soziale Interaktionen und die Einbindung von Kunden als Co-Creators zu nachhaltigen Kundenerlebnissen führen. Herausforderungen bei der Messung von Erlebnisqualität sowie technologische Entwicklungen wie Virtual Reality und Künstliche Intelligenz werden ebenfalls diskutiert. Unternehmen im Tourismus müssen ihre Strategien anpassen, um in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Marktumfeld erfolgreich zu bleiben.
Der Kunde und die Beziehung zum Kunden sollten für viele Unternehmen ein essenzieller Bestandteil ihres Denkens und Handelns sein, dies gilt insbesondere für die Tourismusbranche. Die Wirklichkeit ist jedoch oftmals eine andere und so haben viele Unternehmen offenbar jenseits von soziodemografischen Daten und simplen verhaltenswissenschaftlichen Modellierungen nur wenig Gefühl dafür entwickelt, was eine stabile oder einzigartige Kundenbeziehung eigentlich ausmacht und wie sie diese individualisieren und managen können. Der Beitrag plädiert für einen Perspektivenwechsel im Marketing, von einer oberflächlichen Kundenorientierung zu einer dezidierten Beziehungsorientierung, mit der Beziehungsqualität als zentraler Erfolgsgröße der Kunden- und Markenbeziehung. In Folge untersucht der Beitrag die Relevanz der Beziehungsqualität im touristischen Kontext und skizziert die wesentlichen Herausforderungen und Aufgaben, die im Kontext eines zielgerichteten Kundenbeziehungsmanagement im Tourismus zu lösen sind.
Auf dem Wege der zunehmenden Verschiebung von einer Produktorientierung hin zu einer Erlebnisorientierung im Tourismus erfordert der Blick auf den Kunden eine neue Marketingperspektive in der Tourismuswirtschaft. Die Bedeutung des Marketing als grundlegende Führungsphilosophie im Kontext der Erlebnislogik im Tourismus besteht darin, unter Einbeziehung aller am analogen und digitalen Wertschöpfungsprozess beteiligten Funktionen, Prozesse und Menschen nachhaltige Werte für ausgewählte Kunden zu schaffen und das Management von Kundenerfahrungen und Kundenbeziehungen ins Zentrum aller Unternehmensaktivitäten zu stellen. Customer Experience Leadership ist in diesem Verständnis ein Konzept bzw. ein Denkansatz, um Unternehmen zielorientierter rund um die Bedürfnis-, Wahrnehmungs- und Erfahrungswelt von Kunden zu organisieren und dadurch zu einem wahrhaft kundenzentrierten Unternehmen zu werden. Der Beitrag diskutiert, ob es sich hierbei um einen grundlegenden Paradigmenwechsel im Marketing handelt oder um eine simple Rückbesinnung auf die Essenz des Marketing, nämlich Unternehmen rund um die Belange ihrer Kunden zu organisieren.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Verschiebung von einer Produktionslogik hin zu einer verstärkten Kunden- und Erlebnisorientierung im Tourismus erfordert der Blick auf den Kunden eine neue Marketingperspektive und damit einen Kulturwandel in der Tourismuswirtschaft, von einem Denken in Produkten und Dienstleistungen zu einem Denken in Erlebnissen, Emotionen und Erfahrungen. Dieses Buch zeigt den aktuellen State of the Art rund um die Themen Customer Experience Management und Customer Relationship Management im Tourismus auf. Durch die Integration von Beiträgen von wissenschaftlichen und praxiserfahrenen Expertinnen und Experten erfolgt eine fundierte und gleichzeitig anwendungsbezogene Aufbereitung der Thematik. Das Spektrum der Beiträge reicht von Fallstudien und Umsetzungserfahrungen bis zu theoretischen Grundlagen, Einzelinstrumenten und Konzepten des Customer Experience und Customer Relationship Management. Dieser Sammelband richtet sich an Tourismusmanagementpraktiker, er eignet sich aber auch als Grundlage für Vorlesungen zum Tourismusmarketing sowie als Quelle zur Anregung weiterer Forschung im weiten Feld der touristischen Experience Economy.
Während der eine Mitarbeiter einen Gesichtsverlust verhindern will, ist der andere womöglich enttäuscht und verärgert, dass getroffene Vereinbarungen nicht eingehalten wurden: Missverständnisse in der Kommunikation von Sendern und Empfängern an verschiedenen Standorten sind für international aufgestellte Unternehmen ein bekanntes Problem. Osram Opto Semiconductors hat nun erfolgreich ein Konzept der Hochschule Kempten eingesetzt, das die interkulturelle Kommunikation im Unternehmen deutlich erleichtert.