Studies in Social Sciences and Culture. Aus der Forschung des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften der HSD
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Das Forschungsprojekt „Aufgaben und Nutzen Sozialer Arbeit in der beruflichen Rehabilitation“ (ANSAB) wurde von Dezember 2021 bis März 2025 an der Hochschule Düsseldorf durchgeführt und von der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd gefördert. Ziel war es, die bislang wenig erforschten Aufgaben der Sozialen Arbeit in der beruflichen Rehabilitation zu untersuchen. Es fehlten insbesondere systematische Analysen aus Sicht der in der Sozialen Arbeit Tätigen sowie Erkenntnisse zum Nutzen Sozialer Arbeit aus Perspektive der beruflichen Rehabilitand*innen und zu deren Nutzungsstrategien. Diese Lücken bearbeitete ANSAB unter Anwendung eines partizipativen Forschungsstils und gemischt-methodischer empirischer Forschung. Dieser Forschungsbericht stellt den Abschlussbericht des Projekts dar.
12
Diese Pilotstudie zu Musikvideorezeptionen fragt, wie das Kommentieren von User*innen des Musikvideos Tous les mêmes von Stromae auf social media qualitativ (und teilweise auch quantitativ) analysiert werden kann, um herauszufinden, welche Motivation die User*innen haben, Musikvideos anzuschauen, zu interpretieren und zu kommentieren. Die übergreifende Zielsetzung besteht darin, einmalig eine vollständige Kartographierung des Feldes, also eine Analyse aller Kommentare am Beispiel eines Musikvideos vorzunehmen, um erstens Erkenntnis zu gewinnen im Hinblick auf die Motive der User*innen, zweitens neue Forschungsfragen zu generieren und drittens eine akademische Arbeitsmethode zur qualitativen Analyse einer großen Anzahl von Kommentaren zu entwickeln
11
Welche Strukturen formen die transnationale Care-Arbeit? Wie lassen sich diese Strukturen verändern? Und welche Rolle spielen die Erkenntnisse für die Selbstorganisation der Arbeiter*innen?
Ebendiese und weitere Fragen werden in der vorliegenden Arbeit analysiert, indem Erkenntnisse aus postkolonial-feministischen Theorien mit Theorien der sozialen Bewegungsforschung verknüpft werden. Insofern bildet die Arbeit die individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit von marginalisierten Gruppen ab und verortet diese innerhalb gesellschaftlicher Machtstrukturen, die ihre Möglichkeiten bedingen und eingrenzen.
10
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt IZESO untersucht vielschichtige Formen des zivilgesellschaftlichen Engagements im Alltag, Zugänge zu Engagement und institutionelle Blockierungen und Barrieren. Im Zuge einer ethnografischen Feldforschung wurde ein paradigmatisches Modell sozialräumlichen Engagements entwickelt. Es stellt Engagementprofile dar und bezieht intervenierende Bedingungen auf der Mikro-, Meso- und Makroeben ein. Hierdurch lassen sich Zugänge zu und Ausschlüsse von spezifischen Engagementformen identifizieren.
9
Schulsozialarbeit ist aus verwaltungs- und organisationswissenschaftlicher Sicht ein herausfordernder Bereich der Sozialen Arbeit. Denn, wie im Doppelbegriff bereits angelegt, müssen für die Schulsozialarbeit sowohl die Verwaltungsstrukturen der Schule als auch die der Kinder- und Jugendhilfe mit einander kooperieren. Wie diese Zusammenarbeit im Nachbarland Dänemark praktiziert wird, war die zugrundeliegende Fragestellung einer Forschungsreise. Die daraus gewonnen Erkenntnisse werden in diesem Working Paper dargestellt. Dabei geht es um schulgesetzliche Rahmungen, die Rolle der Kommunen für Schule und Jugendhilfe, spezielle Institutionen für die Soziale Arbeit an Schulen und die sozialpädagogische Arbeit in den Schulen selbst.
8
Geflüchteten jungen Menschen, die an einer sozialpädagogisch begleiteten Maßnahme zur Berufsvorbereitung oder Berufsausbildung teilnehmen, eine Stimme zu geben, damit Bildungs- und Sozialpolitik erfahren, was ihnen dieser Besuch der Jugendberufshilfe für ihre zufriedenstellende und selbstständige Lebensführung in Deutschland bringt, war das Anliegen der Studie, die in einer Bildungseinrichtung in NRW durchgeführt wurde. Insgesamt wurden 12 junge Menschen in qualitativen Interviews dazu befragt, wie sie ihren Maßnahmebesuch wahrnehmen, welche fördernden und hemmenden Bedingungen sie dort vorgefunden haben, um ihre Handlungsmöglichkeiten in Deutschland zu stärken. Dabei blieb es jedoch nicht, sondern die Schilderungen der jungen Menschen wurden in ihrer Verwobenheit mit den institutionellen Bedingungen in der Jugendberufshilfe und den professionellen Deutungsmustern der sozialpädagogischen Fachkräfte analysiert und daraus bildungs- und sozialpolitische Konsequenzen gezogen.
7
Seit Jahrzehnten werden sozialpolitische Leistungen immer weiter ausdifferenziert, um den unterschiedlichen Bedarfen der Menschen besser gerecht werden zu können. So ist inzwischen eine Vielfalt verschiedener Angebote und Maßnahmen entstanden, die Akteure auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene erzeugt haben. Kritisch gewendet antworten sozialpolitische Strategien regionaler bzw. lokaler Vernetzung auf eine eventuell zu weit getriebene Differenzierung und Spezialisierung sozialstaatlicher Aufgabenwahrnehmung im politischen Mehrebenensystem. Der Ausgangspunkt der hier vorgestellten Studie war die Beobachtung, dass in den letzten mehr als zehn Jahren Vernetzungsprogramme zentrale bundes- wie auch landespolitische Herangehensweisen von Sozialpolitik geworden sind. Vor allem in den sozial- bzw. bildungspolitischen Aktivitäten zur Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Beruf bzw. Berufsausbildung ist diese Vernetzungseuphorie wie unter einem Brennglas zu analysieren, zumal dieser Sektor als bedeutsame ‚Sozialinvestition‘ zur Fachkräftesicherung von Unternehmen und Volkswirtschaft gilt.
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This essay looks at the potentials and limitations of user research for studies on the practice of drama education. To date, this field has been dominated by impact studies. After illustrating the blind spots that are created by taking this research approach to the practice of drama education, we will present the user research perspective and look at the opportunities that it provides to generate new, differentiated knowledge. User research makes it possible to illuminate the processes of acquiring and using knowledge in terms of its delivery. It also provides a potential framework of analysis for placing these processes in the delivery context, which includes subjective learning types, relevance and institutional and social conditions. This expanded perspective will make it possible to identify the factors that foster and limit benefits and reflect them in practice.
5
Soziale Arbeit, verstanden als Instanz zur Bearbeitung sozialer Ungleichheit, ist auch im deutschen Strafrechtssystem tätig. Bisher sind jedoch Studien zu der Frage, inwieweit Soziale Arbeit im Strafrechtssystem aufgrund der dort vorherrschenden institutionellen Bedingungen zum Abbau sozialer Ungleichheit beizutragen vermag oder gar an deren (Re-)Produktion beteiligt ist, noch rar. Deshalb wurden in der hiesigen Studie 16 Qualitätsleitfäden bzw. Arbeitsanweisungen aus sieben Bundesländern analysiert, die Soziale Arbeit in der (Jugend-)Gerichtshilfe, Bewährungshilfe oder in den Sozialen Diensten im Vollzug einsetzen bzw. berücksichtigen soll. Dabei wurde ein intersektionalitätstheoretischer Zugang gewählt, so dass nicht nur einzelne soziale Kategorien wie Geschlecht, soziale oder ethnische Herkunft in den Fokus kamen, sondern auch die wechselseitigen Kreuzungen dieser Differenzmerkmale, nach denen Menschen kategorisiert und mit sozial ungleichen Lebenschancen ausgestattet sind.
4
Können Geräusche mehr sein als bloßes Beiwerk zu Wort und Musik? Wie werden sie in heutigen (Hörspiel-) Produktionen eingesetzt? Und wie hat sich ihre Position im Hörspiel im Laufe der Geschichte verändert? Welches Potential hält das Zeichensystem der Geräusche bereit? Können sie autark narrativ wirken?
Auf diese und weitere bislang selten gestellte Fragen gab es lange Zeit kaum Antworten im (medien-) wissenschaftlichen Diskurs. Unter Rückbezug auf bestehende Theorien aus den Bereichen der Narrativität,der Semiotik, der Audiorezeptions- und der Hörspielforschung bildet die vorliegende Arbeit einen ersten Ansatz zu einer umfassenderen Theorie der Geräusche, in dem diese als eigenständiges Zeichensystem betrachtet und bezüglich ihrer Fähigkeit, Narrative zu bilden, untersucht werden.