Abschlussarbeit mit Note: 1.0
Refine
Year of publication
Document Type
- Bachelor Thesis (153)
- Master's Thesis (71)
Has Fulltext
- yes (224)
Is part of the Bibliography
- no (224)
Keywords
Department/institution
Vor dem Hintergrund zunehmender Mediennutzung bei Heranwachsenden, der Präsenz rassismusrelevanter Inhalte in digitalen Medien sowie ihres Einflusses auf die gesellschaftlichen und damit auch schulischen Strukturen, zielt die vorliegende Arbeit darauf ab, die Bedeutung einer rassismuskritischen Medienbildung an Schulen herauszuarbeiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie kann schulische Medienpädagogik im Sinne einer rassismuskritischen Medienbildung dazu beitragen, Schüler:innen zu einem reflektierten Umgang mit Rassismus in digitalen Medien zu befähigen? Dazu wird zunächst dargelegt, weshalb die Verbindung von Medienbildung und Rassismuskritik notwendig ist und es wird ein theoretisch-konzeptionelles Modell dieser Verbindung entwickelt. Auf dieser Grundlage soll verdeutlicht werden, in welchen Kompetenzen und auf welche Weise Schüler:innen durch rassismuskritische Medienbildung befähigt werden können, um rassistische Inhalte zu erkennen und kritisch-reflexiv damit umzugehen.
Zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Arbeit ist das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 zwei Jahre, zwei Monate und zehn Tage her. Auch wenn alle lebenden Geiseln freigelassen worden sind und ein Waffenstillstand in Kraft getreten ist, sind die Folgen noch deutlich spürbar; das Leben jüdischer Menschen in Israel und in Europa hat sich verändert. In dieser Arbeit soll untersucht werden, wie sich das Massaker der Hamas für sie angefühlt hat und wie sie damit umgehen.
Grundlage dafür sind zwei künstlerische Werke, die kurz nach dem 7. Oktober 2023 entstanden sind und diesen Zeitraum auch erzählen. Mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse werden diese hinsichtlich der Fragestellung und deren künstlerischen Umsetzung vergleichend ausgewertet. Das Theaterstück „Wie man nach einem Massaker humanistisch bleibt in 17 Schritten“ (2023) der israelischen Dramaturgin Maya Arad Yasur beschreibt die Gefühle und Umgangsweisen mit dem Tag des Massakers und kurz danach aus der Perspektive einer Mutter. Auch Ofer Waldman ist Israeli: in dem autofiktionalen Briefwechsel „Gleichzeit. Briefe zwischen Israel und Europa“ (2024) tauscht er sich gemeinsam mit Sasha Marianna Salzmann über das Leben und den Alltag nach dem Angriff aus. Ihre Briefe sind zwischen Oktober 2023 und Januar 2024 entstanden. Daher betrachtet diese Arbeit die beiden Werke aus den Blickwinkeln dieses Zeitraums, auch wenn sich die gesellschaftliche Situation seitdem weiterentwickelt hat.
This master’s thesis examines the experiences of migrant women in transit toward the United States, focusing on collective care as a central political and relational practice in the struggle for a livable life. Situated within feminist, decolonial, and necropolitical frameworks, the study analyzes how contemporary migration regimes, shaped by neoliberal, patriarchal, colonial, and racialized power structures, produce conditions of violence, disposability, and forced precarity across the Americas.
Based on feminist and qualitative research, including an autoethnographic positioning, participant observation and narrative interviews, the study focuses on the lived experiences of migrant women traveling in groups and caravans in 2024 across different countries in the Americas toward the State of Mexico. It explores how migrant women navigate and resist structural conditions of violence through collective forms of care, solidarity, and embodied practices during transit.
The analysis demonstrates that collective care is not merely a survival strategy but a deeply political practice that emerges through emotional, relational, and embodied interconnections. It operates across different dimensions: collective care, relational care, and self-care, and is sustained through affect, shared knowledge, and everyday practices of solidarity.
The thesis argues that migrant women’s collective self-care constitutes an insurgent form of political agency that challenges neoliberal logics of individualization and necropolitical regimes of border control. It highlights the tension between a neoliberal logic of survival based on competition and individual benefit, and a feminist communal logic grounded in interdependence, care, and collective responsibility. In this sense, collective care becomes central to the production of livable worlds and to the struggle against the systemic production of disposable lives.
Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird an Grundschulen schrittweise bis 2029 ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung kommen, was sowohl den Kindern als auch den Eltern und nicht zuletzt dem Staat Vorteile bringen soll. Zumindest wird es so vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf deren Webseite im September 2021 verkündet (vgl. ebd., Abs 4f.). Doch neben Vorteilen werden auch bestehende Probleme vergrößert. Im Jahr 2023/ 2024 ist das Berufsfeld Kinderbetreuung und -erziehung mit über 21.000 fehlenden Fachkräften das mit dem größten Mangel an Fachkräften in Deutschland (vgl. IW Köln, 2024). Aus dem „Fachkräfte-Radar für KiTa und Grundschule 2022" der Bertelsmann Stiftung geht hervor, dass „bis 2030 insgesamt über 100.000 pädagogische Mitarbeiter:innen mehr benötigt werden als voraussichtlich zur Verfügung stehen“ (s. Bertelsmann Stiftung, 2022).
Um diese Lücke an Personal schließen zu können, werden schon jetzt, besonders an
Grundschulen, Mitarbeitende ohne qualifizierenden beruflichen Abschluss beschäftigt. 2024 waren dies im Bereich „Kinderbetreuung und -erziehung an Grundschulen“ bereits 20 Prozent, also jede fünfte Person (vgl. Autor:innengruppe Fachkräftebarometer, 2025, S.111). Da in den meisten Bundesländern keine Vorgaben existieren, welche Qualifikation das Personal im Ganztag bieten soll, bleibt genauso die Frage offen, welche Kompetenzen Fachkräfte und andere im Ganztag Arbeitende mitbringen sollen.
Mit genau dieser Frage beschäftigt sich die vorliegende Arbeit. Welche Kompetenzen sollen Fachkräfte für die Arbeit an einer OGS mitbringen? Der Fokus wird jedoch nicht auf Kompetenzen aus der Literatur oder arbeitsplatzbeschreibende Stellenanzeigen gelegt, sondern auf die Sichtweise der Kinder an der OGS. Dementsprechend lautet die Forschungsfrage, welcher sich diese Arbeit widmet: „Welche Kompetenzen sollte eine pädagogische Fachkraft in der OGS aus der Sicht von Kindern mitbringen?“.
Das Thema sowie die Forschung daran sind besonders von Interesse, da die Anzahl an Forschungsarbeiten mit Kindern im Grundschulalter noch immer sehr gering ausfällt (vgl. Butschi und Hedderich, 2021, S. 36). Dementsprechend soll diese Arbeit einen Beitrag liefern,diese Forschungslücke in Teilen zu schließen.
Entwicklungspotenziale der Marte Meo-Practitioner-Ausbildung. Ein ‚goldenes Geschenk‘ für Fachkräfte
(2024)
Urbane Gemeinschaftsgärten sollten "Orte der kulturellen, sozialen und generationenübergreifenden Vielfalt und des nachbarschaftlichen Miteinander" (Urban Gardening Manifest, 2023) sein und Teilhabe ermöglichen (ebd.). In einer Studie des BBSR wurden 117 Gemeinschaftsgärten nach sozialen Zielen befragt. Das Ergebnis zeigt, dass die Inklusion von Menschen mit Behinderung innerhalb der Gärten den kleinsten genannten Anteil ausmacht (Adam, 2021, S.41f.). Jedoch ist Teilhabe von Menschen mit Behinderung, wie dargestellt von zentraler Relevanz. Deshalb stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten und Herausforderungen sich aus inklusiven Gemeinschaftsgärten ergeben können. Dieser übergeordneten Forschungsfrage soll innerhalb dieser Bachelorarbeit nachgegangen werden. Die Forschungsfrage beinhaltet folgende Unterfragen: Können inklusive Gemeinschaftsgärten, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung ermöglichen und welche Auswirkungen haben sie auf die Nutzer*innen? Was bedarf es für einen inklusiven Gemeinschaftsgarten und wo bestehen Herausforderungen?
Nach einer Einführung in die Bedeutung und Einordnung von Gemeinschaftsgärten gibt das dritte Kapitel eine Übersicht über die Themenfelder Behinderung und Inklusion und stellt daneben zentrale Begriffe dar. Das vierte Kapitel verbindet den theoretischen Ansatz mit praktischen Beispielen aus dem Feld inklusiver Gemeinschaftsgärten. Der methodische Teil umfasst eine qualitative Untersuchung von sechs Expert*inneninterviews, welche im sechsten Kapitel näher beschrieben wird. Im Anschluss erfolgen die Darstellung der Ergebnisse und die Zusammenfassung im Hinblick auf die Forschungsfrage.