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Die Masterarbeit verfolgt das Ziel, die aktuelle Bedrohungslage für die soziokulturelle Arbeit in politisch angespannten Zeiten zu analysieren und Lösungsansätze zu formulieren, die zur Resilienz und Widerstandsfähigkeit der Szene beitragen könnten. Im theoretischen Teil der Arbeit wird die historische Entwicklung und die demokratische Funktion der Soziokultur sowie die kulturpolitische Agenda der AfD analysiert. Anschließend widmet sich der empirische Teil der qualitativen Untersuchung. Anhand von Expert*inneninterviews wird aufgezeigt, wie sich die beschriebenen Herausforderungen konkret auf die Arbeit soziokultureller Zentren auswirken und welche Strategien entwickelt wurden, um diesen zu begegnen. Abschließend werden Handlungsperspektiven vorgestellt, die sich daraus ableiten lassen.
Zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Arbeit ist das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 zwei Jahre, zwei Monate und zehn Tage her. Auch wenn alle lebenden Geiseln freigelassen worden sind und ein Waffenstillstand in Kraft getreten ist, sind die Folgen noch deutlich spürbar; das Leben jüdischer Menschen in Israel und in Europa hat sich verändert. In dieser Arbeit soll untersucht werden, wie sich das Massaker der Hamas für sie angefühlt hat und wie sie damit umgehen.
Grundlage dafür sind zwei künstlerische Werke, die kurz nach dem 7. Oktober 2023 entstanden sind und diesen Zeitraum auch erzählen. Mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse werden diese hinsichtlich der Fragestellung und deren künstlerischen Umsetzung vergleichend ausgewertet. Das Theaterstück „Wie man nach einem Massaker humanistisch bleibt in 17 Schritten“ (2023) der israelischen Dramaturgin Maya Arad Yasur beschreibt die Gefühle und Umgangsweisen mit dem Tag des Massakers und kurz danach aus der Perspektive einer Mutter. Auch Ofer Waldman ist Israeli: in dem autofiktionalen Briefwechsel „Gleichzeit. Briefe zwischen Israel und Europa“ (2024) tauscht er sich gemeinsam mit Sasha Marianna Salzmann über das Leben und den Alltag nach dem Angriff aus. Ihre Briefe sind zwischen Oktober 2023 und Januar 2024 entstanden. Daher betrachtet diese Arbeit die beiden Werke aus den Blickwinkeln dieses Zeitraums, auch wenn sich die gesellschaftliche Situation seitdem weiterentwickelt hat.