Refine
Document Type
- Bachelor Thesis (6)
- Master's Thesis (1)
Language
- German (7)
Has Fulltext
- yes (7)
Is part of the Bibliography
- no (7)
Keywords
- Bachelor (5)
- WiSe20/21 (3)
- ADHS (1)
- Alleinerziehende Mutter (1)
- Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (1)
- Berufsschulpflicht (1)
- Einelternfamilie (1)
- Eingewöhnung (1)
- Eingewöhnungsmodelle (1)
- Empathietraining (1)
Department/institution
Hintergrund: Ein-Eltern-Familien sind eine pluralisierende Familienform, die mit erheblichen sozioökonomischen und psychosozialen Belastungen einhergehen kann. Die Mehrheit der Alleinerziehenden sind Frauen, die häufig von geschlechtsspezifischen strukturellen Benachteiligungen betroffen sind. In der Literatur wird zudem eine erhöhte Prävalenz von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern aus (weiblichen) Ein-Eltern-Familien festgestellt.
Methode: Zur Identifikation signifikanter Faktoren, die die Prävalenz von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern alleinerziehender Mütter erhöhen, wurde ein systematisches Review durchgeführt. Hierfür wurden sechs Studien anhand definierter Einschlusskriterien ausgewählt und analysiert. Die Datenextraktion und Analyse orientierten sich an den PRISMA-Richtlinien, um die Transparenz und Replizierbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen.
Ergebnisse: Die Studienanalyse hat ergeben, dass die spezifischen Belastungen, die mit dem alleinigen Familienstatus einhergehen, signifikante Prädiktoren für kindliche Verhaltensauffälligkeiten darstellen. Allerdings zeigt der niedrige sozioökonomische Status eine stärkere und konsistentere Wirkung. Dieser wirkt dabei sowohl direkt auf die Entwicklung der Kinder als auch moderierend, indem er die Auswirkungen des Alleinerziehens verstärkt.
Fazit: Die Situation alleinerziehender Mütter und ihrer Kinder ist ein komplexes und vielschichtiges Forschungsfeld und ist von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Es besteht ein umfassender Forschungsbedarf, da das Thema bislang wenig tiefgehend bzw. differenziert untersucht wurde. Diese Arbeit hebt die Notwendigkeit gesellschaftlicher und politischer Anerkennung hervor, um die Chancengleichheit für betroffene Kinder und Eltern langfristig zu fördern und deren Lebensrealitäten nachhaltig zu verbessern.