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Das DFG-Forschungsprojekt „Vorhersagbarkeit der Farbänderungen von Holz im Innenbereich - Die Auswertung in Abhängigkeit von der Strahlungsdosis als neuer Ansatz“ beschäftigt sich mit den Farbveränderungen der Oberflächen von in Mitteleuropa wachsenden Holzarten. Die optischen Eigenschaften des Holzes sind sehr unterschiedlich und im Wesentlichen abhängig von den im Holz vorhandenen chromophoren funktionellen Gruppen (z.B. phenolische Hydroxylgruppen, Doppelbindungen, Carbonylgruppen) und chromophoren Systemen (Chinone, Chinomethide, Biphenyle) (Hon 2001; Rowell et al. 2012). Sowohl zwischen verschiedenen Arten als auch innerhalb einer Holzart gibt es zum Teil erhebliche Farbschwankungen. Eine veränderte Lichtbrechung durch Strukturmerkmale wie Dreh- und Wechseldrehwuchs hat auch Einfluss auf das optische Erscheinungsbild. Farbänderungen treten bereits beim Trocknen oder Dämpfen der Hölzer auf (Aydin und Colakoglu 2005). Zudem verändert sich die Farbe der Oberfläche sowohl beim Auftragen von transparenten Oberflächenbeschichtungen („Anfeuerung des Holzes“) und durch Kombination von beidem. Licht ist der sichtbare (englisch: visible (Vis)) Teil des elektromagnetischen Spektrums, neben weiteren Spektralbereichen wie ultravioletter (UV) und infraroter (IR) Strahlung. UV-, VIS- und IR-Strahlung haben als Teile des Sonnenstrahlungsspektrums eine energetische Wirkung auf Holzoberflächen. Die Farbänderungen bei natürlicher Alterung werden durch Strahlung von UV-, VIS- und IR-Licht und der dadurch induzierten Photooxidation hervorgerufen (Hon und Chang 1982; Feist und Hon 1984; Hon und Minemura 2001). Zur optischen und chemischen Erfassung der Veränderungen der Holzoberflächen wurden in dem Projekt u.a. Farbmessungen im CIE L*a*b*-Farbraum (DIN EN ISO/CIE 11664-4:2020-03), abgeschwächte Totalreflexions-Fourier-Transformations-Infrarot-Spektroskopie (ATR-FTIR) und Spektroskopie im ultraviolett-visuellen Bereich (UV-Vis)sowie regelmäßige Farbscans der Probenoberflächen durchgeführt. Zudem wurden die Methoden der Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (GC- MS) und die zelluläre UV-Mikrospektralphotometrie (UMSP) angewandt. Letzte wird im Folgenden näher erläutert. Koch 2004 führte umfangreiche, topochemische Untersuchungen über Inhaltsstoffe im Holzgewebe und deren Bedeutung für die Holzverfärbung durch. Die grundlegenden Untersuchungen zur fakultativen (an Fagus sylvatica L.) und obligatorischen (an Prunus serotina Borkh.)Farbkernbildung beinhaltete die UMSP-Methode. Damit können aromatische Verbindungen in einzelnen Zelltypen und Zellwandschichten hochauflösend, topochemisch detektiert werden. Zudem ist eine qualitative Charakterisierung bzw. Reaktionen von Inhaltsstoffen über UV-Spektren vor und nach einer Sonnenlicht-Simulation möglich. Mit Hilfe der zellulären UV-Mikrospektralphotometrie können aromatische Verbindungen (Lignin, phenolische Extraktstoffe) in einzelnen Zellwandschichten bei einer Auflösung von 0,25 μm x 0,25 μm lokalisiert werden. Die qualitative Charakterisierung von Inhaltsstoffen erfolgt über die Aufnahme von UV/Vis- Spektren im Wellenlängenbereich von 240 bis 700 nm (Messbereich für das UMSP 80, siehe Kapitel 2). Durch das spektroskopische Flächen-Scanning können die Verteilung und semi-quantitative Konzentration von Lignin und phenolischen Extraktstoffen graphisch dargestellt werden (Koch et al. 2003, Koch und Kleist 2001). Vor allem die genaue Visualisierung der farbgebenden Komponenten in den unterschiedlichen Zelltypen und Zellwandschichten sowie deren Änderung durch die Sonnenlicht-Exposition liefert weitere grundlegende Erkenntnisse über die photochemischen Reaktionen im Holzgewebe. Für die chemische Charakterisierung der Stoffe können zudem Punktmessungen mit einer Auflösung von 1 μm² durchgeführt werden. Diese UV/Vis-Extinktionsspektren werden in einem Wellenlängenbereich von 240 bis 580 nm aufgenommen. Ein Absorptionsmaximum im Wellenlängenbereich von 276 bis 280 nm ist z.B. typisch für aromatische und konjugierte Verbindungen. Nach Koch 2004 entstehen mit zunehmender Trocknungstemperatur höherkondensierte Verbindungen, die durch eine starke Verschiebung der Absorptionsmaxima in den längerwelligen Spektralbereich und insgesamt höheren Absorptionswerten charakterisiert werden. Diese Reaktionsmechanismen erklären auch das Farbverhalten des Holzes bei längerer Lichteinstrahlung, durch die ein intensives Nachdunkeln (Lichtalterung) einsetzt. Aufgrund der erheblichen Datensätze von bis zu 60.000 Messpunkten für jedes Scanning-Feld (Größe ca. 50 μm x 50 μm) wird die Auswertung der topochemischen Analysen im Gesamtvorhaben exemplarisch auf drei Holzarten und zwei Schnitttiefen mit vier Messzeitpunkten pro Setup und Behandlung (unbehandelt/extrahiert) reduziert. Die UMSP-Methode findet seither in vielen Bereichen der Holzanalytik Anwendung, z.B. in der Holzbiologie und in der Holzchemie (Andersons et al. 2016, Biziks et al. 2020, Ehmcke et al. 2020, Lewandrowski et al. 2022, Rüggeberg et al. 2008, Schmitt et al., 2015, etc.)
The background of the project is to evaluate the colour changes of wood not only as a function of time. Space-time is the fourth dimension (in addition to the three spatial dimensions). However, time is not the real factor affecting the wood surface, but the electromagnetic radiation from the sun. Light is the visible (VIS) part of the electromagnetic spectrum, in addition to other components such as ultraviolet (UV) and infrared (IR) radiation. UV-, VIS- and IR-radiation have an energetic effect on the wood surface as part of the solar radiation spectrum. What are the effects of the solar radiation spectrum on the wood surface? This is an important question, as the evaluation in terms of irradiation intensity has not been the subject of detailed investigation. Radiation intensities are reported in many studies. However, this information usually has the status of metadata. Irradiance is the term for the total power of incoming electromagnetic energy striking a surface, related to the size of the area, measured in watts per square metre [W/m²].
The background of the topic is to compare the colour changes at different irradiances and temperatures at constant relative humidity. The issue is important because evaluation in terms of irradiance has not been studied in more detail. Irradiation intensities were reported in many studies but tended to have metadata status. The concrete influence of the irradiance on chemical and colour changes in the wood remains open. This paper presents an approach to inquiry-based teaching within a basic research project. Initial results from a large-scale data series are presented here. Irradiance is the term for the total power of incoming electromagnetic energy striking a surface, related to the size of the area, measured in watts per square metre [W/m²].
Trockenheitsgefährdung und Anpassung unterschiedlicher Fichtenpopulationen (Fichte-Trockenheit)
(2019)
Similar to a normal wave, a shock wave travels as energy through matter but it causes an abrupt raise of pressure, temperature and density. In this study the influence of shock waves on wood structure were investigated in the light of possible future industrial utilization e.g. timber impregnating treatment.
This is a data management plan for the DFG research project "Predictability of color changes of wood used indoor - A new approach to evaluate the color change as a function of the radiation dose". DFG Funding code / Project number: 442135169
Project website: https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/442135169?language=en
This data management plan (DMP) applies to the Research Data Management Organizer (RDMO) questionnaire and was operated with the RDMO software: https://rdmorganiser.github.io/en/
Academic data stewardship at universities has to fulfil many different roles. One of the most important is to build up a connection to researchers and bridge the gap between research data infrastructure and researchers. Different scientific communities have different requirements for research data management and expectations regarding text and data publication. In many of the sub-disciplines of engineering sciences, research data management practices are not established so far. When it comes to contact between data stewards and researchers, a common knowledge base has to be established to become clear about why and what actions for research data management has to take, that engineering researchers can adapt them for their research data management practices. Many research data management standards have to take into consideration. However, to this point of time, the research data management community lacks for data literacy graphics to explain how the technical data management ecosystem works together with standards like the findability, accessibility, interoperability and reuse (FAIR) principles. Therefore, we developed a graphic for data literacy and consulting scenarios.