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Institute
Der Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement (FDM) für Forschende und FDM-Verantwortliche wurde im Rahmen des BMFTR- und MWFK-geförderten Projekts IN-FDM-BB entwickelt und fand zum zweiten Mal im Frühjahr 2025 als mehrwöchiger Modulkurs mit gut 30 Teilnehmenden aus brandenburgischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen statt. Der Umgang mit Forschungsdaten ist ein bedeutsamer Aspekt der guten wissenschaftlichen Praxis. Dazu gehören Themen wie Datenmanagementpläne, Metadaten, Langzeitarchivierung, Datenpublikation, rechtliche und ethische Aspekte, Kollaborationen, Standards u. v. m. Ein strukturiertes FDM bietet Vorteile wie Effizienz, Zeitersparnis und Transparenz und wird nicht zuletzt durch die Anforderungen der Forschungsförderer immer stärker zur Notwendigkeit.
Die rund 20 Lehrveranstaltungen des Kurses verteilten sich über einen Zeitraum von 7 Wochen und fanden in der Regel als 90-minütige Online-Veranstaltungen statt. Der kostenfreie Kurs bot die Möglichkeit, die erworbenen Kenntnisse über Microcredentials nachzuweisen.
Die hier zur Nachnutzung bereitgestellte Materialiensammlung beinhaltet:
(A) Das Modulhandbuch des Zertifikatskurses (eine .pdf-Datei)
(B) Die gesamten Lehrskripte (13 .odp-Dateien) mit folgenden Modulen (M):
M1: Open Science
M2: Wissenschaftliche Organisationen
M3: Datendokumentation, Metadaten
M4: Datenmanagementpläne (DMP)
M5: Aktives Datenmanagement
M6: Langzeitarchivierung (LZA)
M7: Datenpublikation
M8: Rechtliche Aspekte des FDM
M9: Ethische Aspekte des FDM
M10: Gute wissenschaftliche Praxis (GWP)
M11: Kollaborationen & Standards
M12: Fachspezifisches FDM
M13: FDM vermitteln
The presentation highlights the role of Universities of Applied Sciences (UAS) in research and their potential for the development of a National Research Data Infrastructure (NFDI). To address the growing need for structured research data management (RDM) at UASs, the FDM@HAW network has emerged as a potential connector between NFDI and UAS landscape. It aims to raise awareness of NFDI services across a diverse UAS network, and articulate UAS-specific requirements back to NFDI. In doing so, it strengthens mutual integration and fosters targeted support. With over 200 institutions [1], UASs constitute a significant part of the German science system. Traditionally focused on teaching, UASs have become drivers of applied research and regional innovation. Their contributions to education and research make them essential actors in shaping RDM in Germany. Research at UASs benefits business, science, and society. In many federal states, the right to award doctorates further reinforces their research activities. Strengthening RDM competencies is important to ensure that valuable research data from UAS meet the FAIR principles. Furthermore, employers benefit from graduates equipped with strong data literacy. Despite their potential, UASs remain underrepresented in the NFDI (and partly in the RDM community). Low participation in NFDI consortia and limited association membership indicate a broader lack of engagement, largely due to low awareness of NFDI among UAS researchers and administrations [2, p.42] [3, p.6]. The NFDI structure report 2024 addresses this gap and calls for broader contact to UASs [4, p.27]. Structural challenges limit UAS engagement in RDM and the NFDI, including high teaching loads, minor resources, and partnerships prioritizing data protection over openness or commercial interests. In response, many UASs have implemented strategic networking in research, teaching, and infrastructure to overcome resource limitations. This approach also drives the development of RDM structures, often via projects or state-level initiatives. The Federal Ministry of Education and Research supports 14 projects [5] through its funding guideline for RDM at UASs. This initiative led to the establishment of the FDM@HAW network in 2023, connecting these projects. Since its formation, the network has engaged in continuous exchange on RDM development and contributed to events such as Love Data Week, the FORTRAMA conference [6], Volkswagen Foundation's Digital Skills in Science Week [7] and E-Science-Tage [8]. These activities have helped sharpen the network's focus, identify shared priorities and integrate new members. Members contribute ideas, tools and services developed in RDM projects or collaborations - such as the "NFDI Survival Kit" [9] and the "NFDI-N(HAW)igator" [10] - to promote RDM awareness and inform about NFDI on a national scale. In line with NFDI's mission to "improv[e] the possibilities for using data for science and society" [11], FDM@HAW seeks to disseminate knowledge of and strengthen competence in delving into these possibilities. The network provides valuable support to activate a target group that has largely been untapped. Close cooperation between NFDI and FDM@HAW will then contribute to the successful development of a nationwide RDM ecosystem. In the presentation, proposals for cooperation will be outlined. (The references [1]-[11] are given in the PDF abstract according to the template).
Ein Baustein bei der Institutionalisierung des Forschungsdatenmanagements (FDM) an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) ist die Sensibilisierung und Kompetenzvermittlung von spezifischen Zielgruppen zum FDM. In der aktuellen Förderphase der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Brandenburg (FDM-BB) mit dem Projekt „Institutionalisiertes und nachhaltiges Forschungsdatenmanagement in Brandenburg“ (IN-FDM-BB), verfolgen alle brandenburgischen Hochschulen das übergreifende Projektziel lokale Kompetenzen für das FDM aufzubauen. Zur Vermittlung dieser FDM-Kompetenzen wurden für die Zielgruppe der Forschenden Veranstaltungen durchgeführt.
Der Bericht bezieht sich auf die Evaluation eines Teils dieser Veranstaltungen und hat das Ziel Empfehlungen zur Verbesserung des Veranstaltungsangebots und deren Inhalte zu geben. Dabei sind die Ergebnisse als Lessons-Identified zu verstehen, denn in der Literatur wird zwischen dem Zeitpunkt unterschieden, an dem eine Lesson erst identifiziert und im nächsten Schritt umgesetzt und Lehren gezogen wurden.
Eine Forschungsdatenstrategie für nachhaltige FDM-Strukturen – Der Strategieprozess an der HNEE
(2025)
Zur Planung eines institutionellen Forschungsdatenmanagements (FDM) hat die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) eine Forschungsdatenstrategie entlang RISE-DE im Verbund Forschungsdatenmanagement Brandenburg (FDM-BB) entwickelt [1][2][3]. Der Strategieprozess wurde im Rahmen eines Multistakeholderprozesses durchgeführt, der zugleich eine institutionelle Governance zum Ergebnis hatte [4][5]. Beide Aspekte und die Rahmenbedingungen des Prozesses werden in der Präsentation aufgezeigt.
Dieser Vortrag wurde im Rahmen eines Come2Data Workshops am 11.12.2024 in Dresden gehalten.
[1] Wolff, I. (2023). Hochschule für nachhaltige Entwicklung. Forschungsdatenstrategie 2023-2025. https://doi.org/10.57741/opus4-677
[2] Hartmann, N. K., Jacob, B., & Weiß, N. (2019). RISE-DE – Referenzmodell für Strategieprozesse im institutionellen Forschungsdatenmanagement (1.0). Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.3585556
[3] https://fdm-bb.de/
[4] Wolff, I., & Spiecker, C. (2024). Die Entwicklung einer Forschungsdatenstrategie für eine kleine Hochschule im Verbund FDM-BB am Beispiel der HNEE. RDA Deutschland Tagung 2024, Potsdam. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.10692747
[5] Wolff, I., & Spiecker, C. (2024). Entwicklung einer Strategie und Governance für Forschungsdaten: Data Stewardship an der Eberswalder Hochschule und im brandenburgischen Verbund. Bausteine Forschungsdatenmanagement, (2), 1–13. https://doi.org/10.17192/bfdm.2024.2.8702
Für die Institutionalisierung des Forschungsdatenmanagements (FDM) an einer Einrichtung sind Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen zu treffen, um FAIRes Datenmanagement zu etablieren. Eine Ebene ist die Sensibilisierung notwendiger Stakeholdergruppen für das FDM. Das Poster zeigt beispielhaft wie an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) die Stakeholdergruppen Forschende, Gremienangehörige und Hochschulleitung mit verschiedenen Outreach-Maßnahmen adressiert wurden. Einerseits mit dem Ziel hinlänglich des FDMs zu sensibilisieren, aber auch die Notwendigkeit einer Verstetigung aufzuzeigen. Ein wichtiges und nachhaltiges Instrument zu Sensibilisierung stellt die Entwicklung einer institutionellen Forschungsdatenstategie samt Governance dar [1][2], sowie die Gründung einer internen Arbeitsgruppe zum FDM. Über diese wurde in erster Instanz die Strategie entwickelt und zum FDM sensibilisiert, woraufhin eine nachhaltige kollaborative Zusammenarbeit folgte. Zuletzt werden die in Zusammenarbeit mit der Landesinitiative FDM-BB [3] entwickelten und zukünftig genutzten Dienstleistungen aufgezeigt.
Dieses Poster wurde im Rahmen der VW-Themenwoche "Digitale Kompetenzen in der Wissenschaft" im Workshop "FDM mit geringen Ressourcen. Kompetenzaufbau durch Vernetzung von Hochschulen für angewandte Wissenschaften" am 02. Dezember 2024 vorgestellt.
[1] Wolff, I., & Spiecker, C. (2024). Die Entwicklung einer Forschungsdatenstrategie für eine kleine Hochschule im Verbund FDM-BB am Beispiel der HNEE. RDA Deutschland Tagung 2024, Potsdam. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.10692747
[2] Wolff, I., & Spiecker, C. (2024). Entwicklung einer Strategie und Governance für Forschungsdaten: Data Stewardship an der Eberswalder Hochschule und im brandenburgischen Verbund. Bausteine Forschungsdatenmanagement, (2), 1–13. https://doi.org/10.17192/bfdm.2024.2.8702
[3] https://fdm-bb.de/
Forschungsdatenmanagement (FDM) ist in der Fläche angekommen und in aller Munde.
Überall in Deutschland, Europa und international werden FDM-spezifische Dienste und Services
aufgebaut. Solche Strukturen auch an kleineren und mittleren Hochschulen dauerhaft anzubieten, ist
aus unterschiedlichen Gründen herausfordernd und geht nur in enger Kooperation. Der Artikel
beschreibt, wie die Hochschulen in Brandenburg den Weg hin zu einer Institutionalisierung von
FDM beschreiten in einem Spannungsfeld, welches sich wie folgt darstellen lässt: So gemeinsam
wie möglich - doch mit den lokalen Spezifika weiter im Blick.
Bei der Institutionalisierung des Forschungsdatenmanagements (FDM) stehen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) vor einer Vielzahl von Herausforderungen und müssen die notwendigen Rahmenbedingungen zur Umsetzung des FDM für die Forschenden ihrer Institution schaffen. HAW besitzen einen starken Fokus auf der praxisbezogenen Lehre, wobei Forschung auch einen zunehmend höheren Stellenwert erfährt. Dementsprechend muss neben dem Ausbau der wissenschaftsunterstützenden Infrastruktur auch ein Bewusstsein für die Bedeutung von FDM in der Hochschulleitung geschaffen werden, um zu einem nachhaltigen FDM zu kommen. An der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) wurde zur strukturierten Planung der Institutionalisierung eine Strategie entlang des RISE-DE Referenzmodells erstellt und verabschiedet. Im Beitrag werden der Strategieprozess und die Rahmenbedingungen dargelegt. Dazu gehören auch die in der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Brandenburg (FDM-BB) bestehenden und in der Entwicklung befindlichen Angebote und Services. Diese betreffen die Bereiche Beratung, Schulung und technische Dienste und werden im Projekt durch Data Stewards abgedeckt. Für diese unterschiedlichen Formen des Data Stewardships wird eine Einordnung vorgenommen und aufgezeigt, wie Data Stewardship an der Eberswalder Hochschule zum Erstellen der Forschungsdatenstrategie mit Hilfe des RISE-DE Referenzmodells zum Einsatz kam. Hier werden insbesondere die personelle Verortung und der Aufbau einer Forschungsdaten-Governance durch den Data Steward entlang des Strategieprozesses beschrieben. Zum Abschluss zeigt der Artikel auf, wie eine kleine Hochschule durch die Zusammenarbeit im Verbund und von den Angeboten in den Bereichen Beratung, Schulung und technische Dienste profitieren und so in der Forschungsdatenstrategie höhere Ziele setzen kann.
Teil der Institutionalisierung des Forschungsdatenmanagements (FDM) an einer Hochschule ist das Planen eines strategischen Vorgehens entlang der eigenen Ziele, Visionen und Möglichkeiten. Letztere können abhängig von der Größe einer Einrichtung variieren. Als kleine Hochschule mit weniger als 3.000 Studierenden und Mitarbeitenden begegnet die Hochschule für nachhaltige Entwicklung der Herausforderung FDM im Verbund der Landesinitiative FDM-BB und baut mit einem Data Steward an der Einrichtung ein institutionalisiertes FDM auf. Dabei wurde durch den Data Steward eine befristete Forschungsdatenstrategie [1] entlang des RISE-DE Referenzmodells erarbeitet. Der Strategieprozess nahm seinen Anfang mit der Festlegung eines Arbeitsablaufs mit Meilensteinen und Arbeitsschritten. Nach RISE-DE umfasst der Strategieprozess als wichtiges Element Absprachen mit für das FDM relevanten Stakeholdern. Für diese Absprachen ist unter der Leitung des Data Stewards eine Arbeitsgruppe Forschungsdatenmanagement (AG-FDM) an der HNEE gegründet worden. In der AG erfolgten HNEE-interne Absprachen und Festlegungen entlang des RISE-DE Modells. Aufgrund der Landesinitiative profitiert die HNEE neben ihrem Data Steward auch von Verbundleistungen, die sich in anderen Formen des Data Stewardships zeigen und mit denen ebenfalls Absprachen zur HNEE-Strategie getätigt wurden. Letztendlich ergibt sich unter der Hinzugabe der Kategorien Data Governance, Data Strategy und Data Stewardship für verschiedene Themenfelder von RISE-DE ein klares Bild. Eine kleine Hochschule kann durch einen eigenen Data Steward sowie die gezielte Zusammenarbeit hinsichtlich einzelner technischer Diensten im Verbund potenziell qualitativ hochwertige FDM-Dienstleistungen anbieten und je nach Ausrichtung des Verbunds alle Themenfelder von RISE-DE abdecken.
[1] Wolff, I. (2023). Hochschule für nachhaltige Entwicklung. Forschungsdatenstrategie 2023-2025. https://doi.org/10.57741/opus4-677
Forschungsdatenmanagement (FDM) gewinnt aufgrund der Anforderung nach wissen- schaftlicher Nachvollziehbarkeit und Nachnutzung von Daten an Hochschulen an Bedeutung. Die Bedarfserhebung in Brandenburg ist die erste, die sich an alle Forschenden sowohl an Fachhoch- schulen als auch an Universitäten eines ganzen Bundeslandes richtet. Erhoben werden Kenntnisstand und Bedarfe für Beratung, Schulung und technische Unterstützung im Umgang mit Daten als Basis für den lokalen und landesweiten Aufbau von Infrastruktur und Serviceangeboten. Der Fragenkatalog basiert auf einer bundesweiten Erhebung an Fachhochschulen zu FDM. Erste Zwischenergebnisse der Erhebung deuten darauf hin, dass die Kenntnisse zu FDM sehr gering und die Bedarfe zu Beratung, Schulungen und unterstützender technischer Infrastruktur hoch sind.