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Die Schutzgebietsbetreuung in Deutschland hat sich seit den 1970er Jahren und besonders in der letzten Dekade stark weiterentwickelt. Dies belegt die Studie zur Situation der Schutzgebietsbetreuung in Deutschland 2023 durch den Anstieg auf aktuell 114 Einsatzstellen mit insgesamt 852 hauptberuflich Beschäftigten. Der vorliegende Bericht bietet einen Gesamtüberblick hinsichtlich der quantitativen und organisatorischen Aufstellung der Schutzgebietsbetreuung in den unterschiedlichen Schutzgebietskategorien in Deutschland.
Während die 16 Nationalparke über vergleichsweise personalstarke Rangerdienste verfügen, ist die Ausstattung der Biosphärenreservate sehr heterogen und als eher stagnierend zu bewerten. Hinsichtlich der Naturparke trugen der Beschluss des Wartburger Programms und die „Qualitätsoffensive Naturparke“ zur Schaffung neuer Rangerstellen bei. Zudem förderten mehrere Bundesländer die Einstellung hauptberuflichen Personals für die Betreuung von Natura 2000-Flächen. In mehreren Ballungsräumen, in denen nicht zuletzt seit der Corona-Pandemie der Druck auf urbane Naturräume gestiegen ist, wurden erstmalig Ranger*innen für den Außendienst eingestellt.
Ursprünglich waren die Aufgaben der Schutzgebietsbetreuung auf Arten- und Biotopschutz-maßnahmen, technische Arbeiten und Gebietskontrolle konzentriert. Mit der zunehmenden Bedeutung des Naturschutzes (Biodiversitätsstrategie, Klimainitiative, Natura 2000 Richtlinie, etc.), der Bildung für Nachhaltige Entwicklung und der Digitalisierung hat sich das Berufsbild Ranger/Rangerin weiterentwickelt. Von einfachen Schutzmaßnahmen hin zu zunehmend komplexen Aufgabenstellungen haben Rangerdienste heute eine Schlüsselrolle zum Erreichen der Ziele des Gebietsschutzes und zur Erfüllung internationaler Verpflichtungen.
Der Wandel spiegelt sich auch in der wachsenden Zahl weiblicher und jüngerer Fachkräfte wider, ebenso wie in dem Trend zu höheren akademischen Qualifikationen. Angesichts der steigenden Anforderungen an die Rangerdienste ist es wichtig, diese Entwicklung fortzusetzen und den Generationswechsel als Chance für Verbesserungen zu nutzen.
Die EU-Biodiversitätsstrategie fordert bis 2030 ein effektives Management der bestehenden Schutzgebiete, ihre Ausweitung auf 30 % der Land- und Meeresfläche sowie einen strikten Schutz von 10 % dieser Gebiete. Um diese Ziele zu erreichen, ist nicht nur eine Professionalisierung des Schutzgebietsmanagements nötig, sondern auch ein Ausbau des Stellenkontingents erforderlich. Die zukünftige Gestaltung der Schutzgebietsbetreuung ist daher ein zentrales Thema im Kontext der Erreichung der Biodiversitätsziele.
Die Schutzgebietsbetreuung in Deutschland hat sich seit den 1970er Jahren und besonders in der letzten Dekade stark weiterentwickelt. Dies belegt die Studie zur Situation der Schutzgebietsbetreuung in Deutschland 2023 durch den Anstieg auf aktuell 114 Einsatzstellen mit insgesamt 852 hauptberuflich Beschäftigten. Der vorliegende Bericht bietet einen Gesamtüberblick hinsichtlich der quantitativen und organisatorischen Aufstellung der Schutzgebietsbetreuung in den unterschiedlichen Schutzgebietskategorien in Deutschland.
Während die 16 Nationalparke über vergleichsweise personalstarke Rangerdienste verfügen, ist die Ausstattung der Biosphärenreservate sehr heterogen und als eher stagnierend zu bewerten. Hinsichtlich der Naturparke trugen der Beschluss des Wartburger Programms und die „Qualitätsoffensive Naturparke“ zur Schaffung neuer Rangerstellen bei. Zudem förderten mehrere Bundesländer die Einstellung hauptberuflichen Personals für die Betreuung von Natura 2000-Flächen. In mehreren Ballungsräumen, in denen nicht zuletzt seit der Corona-Pandemie der Druck auf urbane Naturräume gestiegen ist, wurden erstmalig Ranger*innen für den Außendienst eingestellt.
Ursprünglich waren die Aufgaben der Schutzgebietsbetreuung auf Arten- und Biotopschutz-maßnahmen, technische Arbeiten und Gebietskontrolle konzentriert. Mit der zunehmenden Bedeutung des Naturschutzes (Biodiversitätsstrategie, Klimainitiative, Natura 2000 Richtlinie, etc.), der Bildung für Nachhaltige Entwicklung und der Digitalisierung hat sich das Berufsbild Ranger/Rangerin weiterentwickelt. Von einfachen Schutzmaßnahmen hin zu zunehmend komplexen Aufgabenstellungen haben Rangerdienste heute eine Schlüsselrolle zum Erreichen der Ziele des Gebietsschutzes und zur Erfüllung internationaler Verpflichtungen.
Der Wandel spiegelt sich auch in der wachsenden Zahl weiblicher und jüngerer Fachkräfte wider, ebenso wie in dem Trend zu höheren akademischen Qualifikationen. Angesichts der steigenden Anforderungen an die Rangerdienste ist es wichtig, diese Entwicklung fortzusetzen und den Generationswechsel als Chance für Verbesserungen zu nutzen.
Die EU-Biodiversitätsstrategie fordert bis 2030 ein effektives Management der bestehenden Schutzgebiete, ihre Ausweitung auf 30 % der Land- und Meeresfläche sowie einen strikten Schutz von 10 % dieser Gebiete. Um diese Ziele zu erreichen, ist nicht nur eine Professionalisierung des Schutzgebietsmanagements nötig, sondern auch ein Ausbau des Stellenkontingents erforderlich. Die zukünftige Gestaltung der Schutzgebietsbetreuung ist daher ein zentrales Thema im Kontext der Erreichung der Biodiversitätsziele.
Vor dem Hintergrund globaler Umweltveränderungen gewinnt die professionelle Schutzgebietsbetreuung durch Rangerinnen und Ranger zunehmend an Bedeutung. Sie ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Umsetzung nationaler und internationaler Naturschutzziele. Ziel des Beitrags ist es, einen Überblick über die aktuelle Situation der Schutzgebietsbetreuung in Deutschland zu geben und erste Impulse zu setzen für die inhaltliche Präzisierung sowie Weiterentwicklung der Qualitätsstandards, die durch die Dachverbände Nationale Naturlandschaften e. V. und Verband Deutscher Naturparke e. V. sowie durch das deutsche MAB-Nationalkomitee (MAB = „Der Mensch und die Biosphäre“) erarbeitet wurden. Die Analyse zeigt eine fortschreitende Professionalisierung: Die Zahl hauptamtlich Beschäftigter nimmt zu und das Aufgabenprofil erweitert sich u. a. hinsichtlich der Anwendung digitaler Erfassungsmethoden oder steigender didaktischer Anforderungen an Bildungsarbeit und Besucherservice. Während Nationalparke auf etablierte Strukturen zurückgreifen, entstehen in Naturparken und außerhalb der Nationalen Naturlandschaften neue, innovative Betreuungskonzepte. Gleichzeitig bestehen deutliche Unterschiede zwischen Bundesländern und Schutzgebietskategorien. Vor diesem Hintergrund wird der Bedarf an strukturellen und qualitativen Verbesserungen in der Gebietsbetreuung deutlich. Die bestehenden Qualitätskriterien reichen nicht aus, um eine bundesweit einheitlich hochwertige Schutzgebietsbetreuung sicherzustellen. Erforderlich sind insbesondere eine strategische Personalentwicklung sowie die Definition eines einheitlichen Mindestanforderungsprofils für das Berufsbild von Rangerinnen und Rangern. Interdisziplinär besetzte Teams mit berufspraktisch und akademisch qualifiziertem Personal gelten dabei als besonders leistungsfähig. Die im Beitrag formulierten vorläufigen Empfehlungen geben praxisnahe Impulse für die Weiterentwicklung von Qualitätskriterien – als Grundlage für eine flächendeckend wirksame, umfassende und zukunftsfähige Schutzgebietsbetreuung in Deutschland.