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Biodiversity loss is an important topic considering climate change, global warming, and even the reasoning of current and future animal-related diseases, such as the COVID-19 pandemic. Urban biodiversity is also important because of the ecosystem services they provide, restorative benefits for well-being, and physical health of the people who live in urban areas. Each city has its own strategies to cope with this issue, and these strategies do not function without the contribution of habitants of the cities. We developed an index (BBS) of the existing possibilities to support urban biodiversity in Berlin to measure the awareness and willingness of the Berliners to participate and support urban biodiversity. A survey was conducted in a face-to-face situation in four districts of Berlin with 431 urban residents, measuring preference for three different levels of biodiversity, connectedness to residential greenspace, neighborhood and city, nature relatedness, and willingness in participatory actions around greenspace. The results show that the high biodiversity condition in a photo scenario was preferred by most residents, indicating the appreciation for urban biodiversity. The connectedness to the residential greenspace was high (and higher than the connectedness to neighborhood and city), showing large potential for quality of life. While the overall willingness to participate in actions to support urban greenspace was rather high, our index shows substantial differences in activities, which are perceived more or less. This is a key result for urban park management to increase urban biodiversity participation processes.
Urban gardens are spreading in many cities across Europe, with community gardening being a fundamental form of urban agriculture. While the literature reveals the essential role that community gardens can play in terms of learning and education, no studies have investigated the training needs for participants in community gardens to ensure their successful development. The goal of this article is to evaluate the training requirements of urban community gardens to ensure their successful implementation and their contribution to sustainability in European cities. Two questionnaires of users’ needs analysis were designed and implemented in Berlin, Bologna, Budapest, and Cartagena. The results unveiled the need to re-enforce the training in the formation and community building phases of community gardens towards ensuring the creation of an engaged gardening community to maintain activity, particularly for top-down activities (e.g., research-related gardens). Users claimed their need for being trained on crop management skills (e.g., maintenance, bed preparation, organic practices) and on communication skills to further disseminate their activity, thereby increasing the potential for citizen engagement. Such requirements could be overcome with the creation of urban gardens networks, where experiences and knowledge are shared among practitioners. Policy recommendations are provided based on the outputs of this study.
Nature experiences are important aspects in the development of children, with positive effects on the physical, mental and social level. Nature experience areas, that is, play areas with natural elements only, instead of constructed play elements, address the aim to support child development. This article analyses the effects of three nature experience areas in a metropolitan area, compared with three playgrounds serving as control areas. In a quasi-experimental design, behaviour observations on play behaviour and autonomy of children playing in either nature experience areas or control playgrounds were conducted in 2017. Results show that the play of children in the nature experience areas was more complex than that of those on the playground. The frequencies of children playing in nature experience areas are lower than on the playground. The autonomous behaviour, measured by social interactions, the involvement of adults and an autonomous mobility, shows a differentiated picture between the three areas. Natural experience areas could provide important aspects to support child developments, and improvements are being discussed.
Naturerfahrungsräume in Großstädten – Eine Möglichkeit für Gesundheitsförderung in der Nachbarschaft
(2020)
Naturerfahrungsräume sind ungestaltete, naturbelassene Flächen, die sich dem Kinderspiel genauso verschreiben wie der ökologischen Entwicklung. Es zeigt sich, dass Kinder im Vergleich zu Spielplätzen komplexer, kreativer und konzentrierter spielen, dieses Verhalten ist ein Indikator für eine gesunde kindliche Entwicklung. In Berlin wurden 2016 und 2017 drei neue Naturerfahrungsräume in einem interdisziplinären Zusammenhang partizipativ mit Kindern entwickelt und eingerichtet und wissenschaftlich begleitet. Die Bedeutung des/der Kümmerer*in ist dabei entscheidend für Öffentlichkeitsarbeit wie auch Sicherheitsaspekte auf der Fläche. Die wissenschaftliche Begleitung zeigt, dass Naturerfahrungsräume einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung von Kindern leisten können.
Im Rahmen eines vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) geförderten Erprobungs- und Entwicklungs-(E+E-)Vorhabens „Naturerfahrungsräume in Großstädten am Beispiel Berlin“ wurde in
einer viereinhalbjährigen Begleituntersuchung die Neueinrichtung von Naturerfahrungsräumen (NER) in Berlin wissenschaftlich untersucht.
Das zu Grunde gelegte Konzept der NER für Großstädte in Deutschland knüpft an die Vorarbeiten von Schemel & Wilke (2008) und Stopka & Rank (2013) an. Gegenstand der wissenschaftlichen Begleitung sind die neu eingerichteten Berliner NER „Wilde Welt“ am Spieroweg in Spandau, an der Moorwiese in Pankow und auf dem Kienberg in Marzahn-Hellersdorf. Alle drei untersuchten NER haben einen räumlichen Bezug zu Großwohnsiedlungen. Sie variieren sowohl in ihrer Größe (von 0,54 ha bis 1,58 ha) als auch in ihrer Vegetationsausstattung. Weiterentwicklungen des Konzeptes sind eine Anbindung der Pilotflächen an Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie die Beschäftigung von Kümmer(er)*innen. Darüber hinaus wurden Erfahrungen in der Einrichtung und im Betrieb bisheriger NER in ganz Deutschland ausgewertet.
Ziel der wissenschaftlichen Begleitung war es, in einem interdisziplinären Ansatz einerseits das Spielverhalten von Kindern in NER sowie die Akzeptanz dieser Räume zu untersuchen.
Andererseits ging es darum, die gesetzlichen und institutionellen Rahmenbedingungen, die für die Einrichtung und den Betrieb der NER förderlich oder hemmend wirken, zu analysieren.
Drittens sollte der Zusammenhang zwischen dem Spielverhalten der Kinder und der Entwicklung von Flora, Vegetation und Fauna auf diesen Flächen untersucht werden, um hieraus Rückschlüsse auf die Größe und Ausstattung von NER und auf die Notwendigkeit pflegerischer Eingriffe ziehen zu können.
In der Begleituntersuchung wurden die drei Arbeitsbereiche Lebensqualität (Spielverhalten, Gesundheitsvorsorge, (pädagogische) Begleitung durch Kümmer(er)*innen, Akzeptanz, Partizipation), Planungsqualität (gesetzliche Rahmenbedingungen, Betreiber*innen-Modelle, Flächengestaltung, Sicherheit und Haftung) und ökologische Qualität (Entwicklung von Flora, Vegetation und Fauna, Nutzungsspuren und Flächenentwicklung, Flächenpflege) unterschieden.
Entsprechend des Umfangs des Untersuchungsgegenstandes kam eine Vielzahl von Erhebungsmethoden zum Einsatz. Für den Bereich Lebensqualität war die Beobachtung des Spielverhaltens von Kindern ein wesentlicher methodischer Baustein. Darüber hinaus wurden Interviews mit relevanten Akteur*innen (Kümmer(er)*innen, Pädagog*innen, Kinder und Eltern) dieses Bereiches geführt.
Im Bereich der Planungsqualität sind mithilfe von Expert*inneninterviews Erkenntnisse über hemmende und fördernde Bedingungen in der Einrichtung und im Betrieb der NER gewonnen
worden. Zusätzlich wurde eine mit der Materie vertraute Anwaltskanzlei hinzugezogen, die den Stand des Wissens zur Bedeutung der Verkehrssicherungspflicht und zu den Möglichkeiten der planungsrechtlichen Verankerung von NER zusammenfassend darstellte.
Für den Bereich der ökologischen Qualität sind in den NER Flora (Gefäßpflanzenarten), Biotoptypen, Vegetationsstruktur und aussagekräftige Tiergruppen (Avifauna, Tagfalter und tag-
aktive Nachtfalter, Heuschrecken und Grillen) über einen Zeitraum von vier Jahren untersucht worden. Die Dokumentation von Trampelpfaden und eine Fotodokumentation des Zustands der Vegetationsentwicklung über die Jahre stellten einen weiteren methodischen Baustein dar.
Im Ergebnis zeigte sich, dass das Spielverhalten von Kindern auf NER wesentlich vielfältiger ist als auf herkömmlichen Kinderspielplätzen. Gerade die natürliche Ausstattung der NER und damit verbunden der Aufforderungscharakter der unterschiedlichen natürlichen Elemente führt zu einem komplexeren Spielverhalten, die Kreativität und Fantasie der Kinder wird gefördert.
Kinder machen nicht nur wichtige und vielfältige Naturerfahrungen, sie werden auch in ihrem Sozialverhalten positiv unterstützt. So profitieren gerade Kinder, die in einer Großstadt aufwachsen, wenig Zugang zur Natur haben und stärker unter dem Natur-Entfremdungssyndrom
leiden, von dem Besuch eines NER. Der Aufenthalt in natürlicher Umwelt wirkt sich auch positiv auf Gesundheitsaspekte aus, beispielsweise auf Selbstwirksamkeit, Wohlbefinden, Verantwortungsgefühl und Erholung.
Herauszustellen ist die Bedeutung des/der Kümmer(ers)*in für den erfolgreichen Betrieb eines NER. Dieser/Diese Kümmer(er)*in ist Ansprechperson für Kinder aber auch für pädagogische Fachkräfte, Eltern und die Nachbarschaft. Zudem sorgt er/sie für die Sicherheit und Sauberkeit im NER und beteiligt die Kinder bei der Pflege und dem Unterhalt im NER.
Viele Eltern unterstützen grundsätzlich den Besuch ihres Kindes in einem NER. Die Akzeptanz der Eltern hinsichtlich des Aufenthaltes der Kinder im NER ist besonders groß, wenn die Kinder bei der Planung und Einrichtung des NER beteiligt waren.
In Hinblick auf die planungsrechtliche Entwicklung ist es bedeutsam, dass neben der Einführung des NER im Bundesnaturschutzgesetz im Jahre 2009 nunmehr auch die Bestrebung besteht, den Begriff im Baugesetzbuch zu verankern. NER sollten als wichtige Bestandteile eines
städtischen Grünflächensystems gerade auch in hoch verdichteten Stadträumen in den Flächennutzungs- und Bebauungsplänen der Kommunen rechtssicher festgesetzt werden können. Vorbildhaft zeigen sich außerhalb Berlins 14 weitere Groß- und Mittelstädte, in denen
bereits NER oder dem Konzept entsprechende Flächen eingerichtet werden konnten. Einige andere deutsche Kommunen haben bereits von dem Konzept gehört und planen selbst die Einrichtung solcher Flächen. Diese Bestrebungen sind zu unterstützen.
Unsicherheiten in der Einschätzung der Verkehrssicherungspflicht für NER halten offenbar immer noch viele Kommunen davon ab, NER einzurichten und zu betreiben. Hierauf deuten Aussagen von Kommunalvertretern hin. Ein aktives Sicherheitsmanagement, das bereits in der Planung und Gestaltung der Flächen ansetzt, kann die Risiken für den/die Flächenbetreiber*in auf ein Minimum beschränken. Auch hier, das haben die Aussagen der Betreiber*innen von NER gezeigt, ist die institutionelle Verankerung eines/einer Kümmer(ers)*in und die vertrauensvolle Kooperation zwischen Flächeneigentümer*in, Flächenbetreibenden und für die Pflege Verantwortlichen für ein erfolgreiches Sicherheitsmanagement wesentlich.
Die ökologische Begleituntersuchung zeigte, dass die als Pilotflächen ausgewählten NER eine artenreiche Flora und Fauna aufweisen. Positiv für eine hohe Artenvielfalt der betrachteten Artengruppen ist eine Mischung aus unterschiedlichen Vegetationsbereichen, die eine hohe
Strukturvielfalt ergeben. Beim Kinderspiel kommt es zu leichten Abnutzungserscheinungen wie Trampelpfaden und Rindenschäden an Gehölzen. Die Nutzung führte im Untersuchungszeitraum nicht zu einem Verlust gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und beeinträchtigte nicht
die Gesamtartenzahlen der untersuchten Tiergruppen. Das Kinderspiel sorgte allerdings für eine gewisse Dynamik in der Vielfalt der Pflanzenarten über die Zeit. Die Vegetationsstruktur wird davon aber nur kleinräumig beeinflusst. Andere Faktoren wie der Witterungsverlauf in den Untersuchungsjahren, die natürliche Sukzession sowie Bau-, Sicherungs- und Pflegemaßnahmen sind entscheidender. Da Bau- und Pflegemaßnahmen auch die Fauna beeinflussen, sollten diese behutsam durchgeführt werden und in für Flora und Fauna unproblematischen Zei-
ten erfolgen. Anfangsgestaltungen und Sicherungsmaßnahmen erhöhen aber auch die Strukturvielfalt, was auf längere Sicht zu einer Zunahme der Artenvielfalt führen kann. Die Nutzung der NER kann also im Rahmen der untersuchten Parameter im Untersuchungszeitraum als nachhaltig angesehen werden. Die NER blieben attraktiv für das Kinderspiel. Ein längerfristig angelegtes ökologisches Monitoring kann weitergehende Erkenntnisse liefern, um die richtige Balance zwischen Nutzungsintensität und ökologischer Flächenentwicklung zu finden.
Insgesamt lässt sich schon jetzt das Fazit ziehen, dass die Einrichtung von NER die Lebensbedingungen von Kindern und deren Familien in hochverdichteten Stadträumen wirksam verbessern kann. Als wichtiger Bestandteil des städtischen Grünflächensystems leisten Naturerfahrungsräume zudem einen wichtigen Beitrag für das Mikroklima und die Biotop- und Artenvielfalt in den Städten. Insofern ist zu hoffen, dass das Konzept der NER eine rasche Verbreitung in den Städten und Kommunen finden wird.
Das Spielen von Kindern in der Natur ist für die kindliche Entwicklung sehr wichtig. Mit der Einrichtung von sogenannten Naturerfahrungsräumen (NER) in Großstädten soll dieses unterstützt werden. In der wissenschaftlichen Begleitung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung wurde in drei NER in Berlin untersucht, welche Naturerfahrungen anhand unterschiedlicher Naturerfahrungsdimensionen Kinder dort machen. Dazu wurden Foto-Streifzüge und qualitative Interviews mit den Kindern als Expert*innen durchgeführt. Es zeigten sich, neben in der Theorie bereits aufgeführten Naturerfahrungsdimensionen (ästhetisch, erkundend, instrumentell, ökologisch, abenteuerlich, spielbezogen), induktiv abgeleitete neue Naturerfahrungsdimensionen (subjektbezogen, widerständig und als Unterkategorie die negativ ästhetische Naturerfahrungsdimension). Die vielfältigen Erfahrungen machen Naturerfahrungsräume insbesondere in Großstädten zu einem wichtigen Ort für Kinderspiel und stellen eine bedeutende Funktion für die kindliche Entwicklung dar.
Biodiversity is a cornerstone of human health and well-being. However, while evidence of the contributions of nature to human health is rapidly building, research into how biodiversity relates to human health remains limited in important respects. In particular, a better mechanistic understanding of the range of pathways through which biodiversity can influence human health is needed. These pathways relate to both psychological and social processes as well as biophysical processes. Building on evidence from across the natural, social and health sciences, we present a conceptual framework organizing the pathways linking biodiversity to human health. Four domains of pathways—both beneficial as well as harmful—link biodiversity with human health: (i) reducing harm (e.g. provision of medicines, decreasing exposure to air and noise pollution); (ii) restoring capacities (e.g. attention restoration, stress reduction); (iii) building capacities (e.g. promoting physical activity, transcendent experiences); and (iv) causing harm (e.g. dangerous wildlife, zoonotic diseases, allergens). We discuss how to test components of the biodiversity-health framework with available analytical approaches and existing datasets. In a world with accelerating declines in biodiversity, profound land-use change, and an increase in non-communicable and zoonotic diseases globally, greater understanding of these pathways can reinforce biodiversity conservation as a strategy for the promotion of health for both people and nature. We conclude by identifying research avenues and recommendations for policy and practice to foster biodiversity-focused public health actions.