@mastersthesis{Roth2026, type = {Master Thesis}, author = {Roth, Celine}, title = {„Besser sp{\"a}t als nie?!" Nachtr{\"a}gliche Einbindung von Praxispartner:innen in die Wirkungsorientierung eines transdisziplin{\"a}ren Projekts am Beispiel von InNoWest}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:eb1-opus-11007}, school = {Hochschule f{\"u}r nachhaltige Entwicklung Eberswalde}, year = {2026}, abstract = {In Form einer Fallstudie geht diese Arbeit der Frage nach, wie sich die nachtr{\"a}gliche Einbeziehung von Praxispartner:innen in die Wirkungsorientierung in einem transdisziplin{\"a}ren Forschungsprojekt auswirkt. Transdisziplinarit{\"a}t hat es sich auf die Fahnen geschrieben, zur L{\"o}sung komplexer realweltlicher Probleme beizutragen, sodass gesellschaftliche Wirkungen einen wichtigen Aspekt in diesem Forschungsmodus ausmachen (Kny, Claus, et al., 2023). Um diese noch gezielter ansteuern zu k{\"o}nnen, hat sich in den letzten Jahren die „Wirkungsorientierung" als wichtiger methodischer Ansatz entwickelt. Das Verbundvorhaben InNoWest arbeitet hieran nach der Methodik von Sch{\"a}fer et al. (2021, 2024), deren Grundlage die Theory of Change bildet. Das weitere Hauptmerkmal transdisziplin{\"a}rer Forschung ist die Zusammenarbeit mit außerwissenschaftlichen Akteur:innen, die von Anfang an in den Prozess der Wirkungsorientierung einbezogen werden. In InNoWest wurde der Prozess jedoch ohne Praxisbeteiligung begonnen. Um die Konsequenzen einer nachtr{\"a}glichen Einbeziehung zu explorieren, wurde deshalb ein Workshop konzipiert und durchgef{\"u}hrt, der Teile des wissenschaftlichen Teams und ausgew{\"a}hlte Praxispartner:innen eines Teilvorhabens zusammenbrachte und den Beteiligten die M{\"o}glichkeit gab, die in fr{\"u}heren Workshops erarbeitete Theory of Change (Wirkungspfad) anzupassen. Anschließend wurden der Audiomitschnitt des Workshops und der angepasste Wirkungspfad anhand von aus der Literatur abgeleiteten Kriterien analysiert. Die Resultate wurden mit den Ergebnissen einer Teilnehmendenbefragung und Aussagen der Co-Moderation trianguliert. Hierbei zeigte sich, dass die Theory of Change durch den Workshop zwar an methodischer Qualit{\"a}t verlor, jedoch gleichzeitig Zustimmung von den Beteiligten erfuhr und in ihrer Funktion als {\"U}bersetzungshilfe zwischen Wissenschaft und Praxis gest{\"a}rkt wurde. Zudem erh{\"o}hte die Anpassung des Wirkungspfads die Wahrscheinlichkeit, dass die Ergebnisse des Teilvorhabens verstetigt werden. Es wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit im Teilvorhaben bisher eher der consulting transdisciplinarity (Mobj{\"o}rk, 2010) zuzuordnen ist, die nicht dem Idealbild der gleichrangigen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis entspricht. Die Verst{\"a}ndigung {\"u}ber Ziele und Rollen im Workshop erlaubte es jedoch, Offenheit f{\"u}r andere Modi der Zusammenarbeit zu zeigen, die auf die bisherige, als positiv bewertete Zusammenarbeit aufbauen. Die im Workshop diskutierten Themen deuteten auf den Beginn einer neuen Phase der Arbeit im Projekt hin, in der der Fokus st{\"a}rker auf dem Transfer der Ergebnisse liegt. Dies st{\"a}rkt ebenfalls mittel- und langfristige Wirkungen. Damit diese Wirkungen tats{\"a}chlich eintreten, muss die Wissenschaft-Praxis-Zusammenarbeit fortgesetzt werden. Es braucht jedoch auch Unterst{\"u}tzung auf struktureller Ebene, wie geeignete F{\"o}rderformate.}, subject = {Transdisziplinarit{\"a}t}, language = {de} }