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Hintergrund: Für die Beurteilung der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr bilden Da-ten aus der „Allgemeinen Verwendungsfähigkeitsuntersuchung auf Individuelle Grundfertigkeiten“ (AVU-IGF) eine wertvolle Grundlage. In dieser für alle Soldatin-nen und Soldaten im 3-Jahres-Zyklus durchgeführten truppenärztlichen Begutach-tung wird die gesundheitliche Eignung für die Teilnahme an den Überprüfungen der „Individuellen Grundfertigkeiten“ beurteilt. Eine avisierte Datenbank der AVU-IGF mit kontinuierlicher Datenakquise dient dabei als Proof of Concept für die Er-stellung pseudonymisierter Gesundheitsregister, aus denen sich bedarfsgerechte Beiträge zur gesundheitlichen Lage ergeben können.
Erste Ergebnisse: Adipositas und arterielle Hypertonie haben einen signifikanten Einfluss auf die individuelle Leistungsfähigkeit von Menschen in der Arbeitswelt. Beim militärischen Personal der Bundeswehr konnten wir dies statistisch ebenfalls nachweisen. Mit Dienstsport und dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) in der Bundeswehr existieren bereits Möglichkeiten zum Erhalt und zur För-derung der körperlichen Gesundheit. Soldatinnen und Soldaten können mindes-tens 4 Trainingseinheiten pro Woche Dienstsport treiben sowie zweimal pro Woche an vielfältigen BGM-Maßnahmen freiwillig teilzunehmen.
Die festgestellten negativen Gesundheitstrends scheinen mit diesen Angeboten nicht vollumfänglich kompensiert zu werden. Dies wird auch durch einen Vergleich mit Daten des Robert Koch-Institutes (RKI) für die zivile Bevölkerung bestätigt.
Fazit: Mit gezielten Präventionsmaßnahmen ist eine positive Einflussnahme auf die Gesundheit möglich. Aus den nun vorliegenden Daten lässt sich für die Bundeswehr Handlungsbedarf ableiten.
Diese experimentelle Laboruntersuchung analysierte den Einfluss zweier unterschiedlicher Fussmarschgeschwindigkeiten auf den Flüssigkeitsverlust und den Energieverbrauch unter kontrollierten Umgebungsbedingungen in einer Umweltsimulationskammer (25 °C, 60 % relative Feuchte). 19 männliche Soldaten marschierten 6 km bei zwei Geschwindigkeiten (4,5 km/h und 6,0 km/h), wobei eine konstante Last von 32 kg getragen wurde.
Die Ergebnisse zeigten signifikante Unterschiede in der Flüssigkeits- und Energiebilanz zwischen den beiden Geschwindigkeiten. Die höhere Marschgeschwindigkeit führte zu einem im Verhältnis zum Zeitvorteil überproportional starken Anstieg des Flüssigkeitsverlusts und des Energieverbrauchs. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Daten zur Optimierung der Einsatzplanung und der militärischen Logistik, insbesondere bei warmen klimatischen Bedingungen, und können als Grundlage für die Entwicklung optimierter Versorgungsstrategien dienen.