Film- und Fernsehproduktion BA
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Die Netflix-Serie 1899 ist eine der teuersten Serienproduktion Deutschlands. Das Projekt wurde mittels Virtual Production mit einer LED-Wand im Filmstudio Babelsberg realisiert. Die Dark Bay war zur Drehzeit das größte Virtual Production Volume Europas. Nach der Serie blieb der Hype für die Nutzung der Produktionstechnologie in Deutschland aus, obwohl weltweit Teilwerke von Filmen und Serien weiterhin damit umgesetzt werden. Das Ziel in der vorliegenden Arbeit ist es, Veränderungen im Produktionsablauf und Cashflow bei Virtual Production zu klären und damit Empfehlungen für die Anpassung der Filmförderung in Deutschland auszusprechen. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt: „Welche Rolle spielen Filmförderungen in Deutschland bei der Unterstützung von Virtual Production, und wie müssen ihre Förderstrategien angepasst werden, um den neuen Anforderungen im Produktionsablauf und Cashflow gerecht zu werden?“ Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurden drei qualitative Expert:innen-Interviews geführt mit Personen der VFX-Firma Trixter GmbH, der Investitionsbank des Landes Brandenburg und dem regionalen Filmförderer Medienboard Berlin-Brandenburg. Des Weiteren wurde eine SWOT-Analyse für den regionalen Filmförderer Medienboard Berlin-Brandenburg durchgeführt, um den IST-Zustand für eine Virtual Production Fördermaßnahme einzuordnen. Mittels der studentischen Kurzfilm Virtual Production XVI. TOWER wurden Veränderungen im Produktionsablauf und Cashflow durch eine Virtual Production festgestellt. Die Interviews zeigten, dass die Filmförderung in Deutschland angepasst werden muss, um Virtual Production zu ermöglichen. Die SWOT-Analyse ergab, dass das Medienboard Berlin-Brandenburg durch die Erfahrungen der Serie 1899 passende Grundvoraussetzungen für eine eigenständige Virtual Production Förderung hat. Die Beschreibung der Virtual Production XVI. TOWER zeigt, dass die Vorproduktion aufwendiger wird und der Cashflow in der Vorproduktion und beim Dreh verstärkt belastet wird. Um nachhaltige Strukturen für die Anwendung von Virtual Production zu schaffen, müssen tiefgreifende Veränderungen der deutschen Filmförderung umgesetzt werden.
Die Bachelorarbeit „Violence Sells?“ beschäftigt sich mit der Frage, ob die öffentlich rechtlichen Fernsehsender in ihrem Ringen um Reformen, Selbstverständnis und zu weilen auch Legitimation, ihren eigentlichen Auftrag, einen wesentlichen Beitrag zu einem demokratischen, gesellschaftlichen Diskurs und Zusammenhalt zu leisten, zu Gunsten der Wettbewerbsfähigkeit vernachlässigen und diesem in der häufig gewaltgeprägten Gestaltung ihrer fiktionalen Programme möglicher Weise sogar zuwider handeln. Ziel der Betrachtung dieses Spannungsfeldes zwischen gewaltgeprägter Programmgestaltung, der erklärten gesellschaftlichen Verantwortung und der vielfach diskutierten Neuausrichtung und -strukturierung der Sender ist, die große und besondere Relevanz der öffentlich rechtlichen Fernsehsender heraus zu arbeiten und ihr Potenzial, vor allem aber auch ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu definieren. Diese soll im Kontext der Reformdebatte fruchtbar gemacht werden. Neben der Analyse der genannten Debatte soll die spezifische Betrachtung der Darstellung von geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt als Brennglas dienen, um die Dynamiken und die gesellschaftlichen Dimensionen von Fernsehunterhaltung nachzuvollziehen.
In der Bachelorarbeit mit der Themenfrage Menschlich sein und tierisch werden – Darstellung und Bedeutung der Verwandlung in David Cronenbergs „The Fly“ (1986) wird auf Grundlage filmwissenschaftlicher, philosophischer, journalistischer und filmischer Quellen die Metamorphose eines Menschen hin zur überlebensgroßen Fliege untersucht. Die theoretische Auseinandersetzung wird in Relation zum Film gesetzt. Dabei stehen die Ich-Bildung des Protagonisten und seine Libido im Fokus. Theorien Jacques Lacans dienen als zentrale Basis; der Schwerpunkt liegt auf dem Lacanschen „Spiegelstadium“ und seinem Verständnis vom „Phallus“. „The Fly“ wird mit dem modernen Ursprung des Narrativs aus Franz Kafkas „Die Verwandlung“ (1915) verglichen. Des Weiteren soll die Perspektive der zeitgenössischen Filmkritik und die Analyse eines Trailers und zweier Poster eine umfassende und adäquate Einordnung des Filmes gewährleisten. Neben den Schlussfolgerungen wird auch ein Ausblick auf weitere anschließende Fragestellungen eröffnet.
Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Wechselspiel zwischen den Kinos in deutschen Kleinstädten und ihrem Publikum. Was zeichnet Kleinstadt-Kinos gegenüber großen Multiplex-Kinos in deutschen Großstädten aus und was macht die Beziehung besonders? Darüber hinaus wird erforscht, welche kulturelle Sonderrolle Kinos im ländlichen Raum neben dem Vorführen von Filmen hinaus erfüllen. Ein besonderes Augenmerkt wird auf die Interaktion mit dem Kinonachwuchs in Form von Kindern unter 12 Jahren gelegt
Das Ziel der Arbeit ist Erkenntnisse über die Filmfinanzierung zu schaffen und darüber, welche damit verbundenen Schwierigkeiten es für Nachwuchsproduzent*innen gibt. Welche Probleme ergeben sich für Produzent*innen, welche noch keinen Langfilm produzieren konnten und dadurch natürlich auch noch keine Referenzen für Föderinstitutionen, sowie TV-Sender haben und was müsste sich ggf. ändern, um Nachwuchsproduzent*innen einen Einstieg in die Branche zu erleichtern.
Im Rahmen der vorliegenden Bachelorarbeit wird untersucht, inwiefern der dänische Regisseur, Nicolas Winding Refn, sich stilistisch dem Filmstil des Neonrealismus’ genähert hat. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand der drei Filmbeispiele Pusher I (1996), Drive (2011)
und The Neon Demon (2016), die Entwicklung von Winding Refn zu analysieren und auf eine persönliche Handschrift zu untersuchen. In diesem Zusammenhang ist das Wissen über spezifische Filmstile und deren elementaren Merkmale von Bedeutung, um Nicolas Winding Refn einordnen zu können. Nach einer ausführlichen Literaturrecherche und einer detaillierten Szenenanalyse der jeweiligen Filme, konnten wichtige Erkenntnisse erworben werden. Mit diesem Knowhow wurden essentielle Elemente genauer betrachtet, die Nicolas Winding Refns Oeuvre prägen: Gewalt und Exzess, Visualität und Genre. Es wird zuletzt Refns Festivalhistorie und Filmerfolge analysiert, um so auch die Entwicklung seines Publikums zu erfassen. Es hat sich gezeigt, dass Nicolas Winding Refn einen eignen, prägnanten und individuellen Filmstil entwickelt hat, der einzigartig ist. Filmwissenschaftler, Martin Schlesinger, definierte Refns Stil neu und bezeichnet diesen als Neonrealismus.
Ziel dieser Arbeit ist die Beleuchtung der Entwicklung kulturpolitischer Maßnahmen und Rahmenbedingungen der ungarischen Filmindustrie, welche die Wirksamkeit und Möglichkeiten der Film- und Koproduktionsförderung in Ungarn erhöht haben. Die Verwebung von Politik und Kultur und die Instrumentalisierung der Filmindustrie zum Zweck der Image-Verbesserung Ungarns stehen dabei im Fokus dieser Arbeit.
Das Vorgehen der Regisseurin Elke Margarete Lehrenkrauss, die damit verbundene Verwischung der Grenregrenzen zwischen Dokumentar- und Spielfilm, sowie die daraufhin einsetzende mediale Diskussion sind Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Hierzu widme ich mich im theoretischen Teil zunächst einer Literaturanalyse in Hinblick auf verschiedene Definitionen des Dokumentarfilms und zeige verschiedene Hybridformen sowie Einflussfaktoren der Dokumentarfilmproduktion auf (Kapitel 2). Im Folgenden betrachte ich das Spannungsfeld zwischen Realität und Fiktion und grenze grundlegende Begrifflichkeiten ab, die für die Beantwortung meiner Forschungsfrage essentiell sind (Kapitel 3). Auf dieser theoretischen Grundlage diskutiere ich die Forschungsfrage am Fallbeispiel “Lovemobil”, indem ich den Aufbau des Films darstelle, konstruierte und manipulierte Stilmittel schematisch aufzeige, im Spannungsfeld von Wahrheit vs. Fiktion analysiere und abschließend die zentralen Bewertungen der zurückliegenden medialen Diskussion wiedergebe (Kapitel 4). Im Resümee fasse ich die zentralen Erkenntnisse dieser Arbeit zusammen und stelle meine eigene Meinung des Sachverhalts dar (Kapitel 5).
Diese Arbeit beschäftigt sich mit Faktoren, die zu einem guten Arbeitsklima bei studentischen Filmproduktionen führen können. Die studentischen Filmproduktionen werden hierbei als praktische Übungen, die von den Studierenden an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf durchgeführt werden müssen, definiert. In der kommenden Analyse sind folgende Forschungsfragen zentral: 1. Sind die Faktoren für positives Arbeitsklima bei studentischen Filmproduktionen identisch mit denen a) in einem Betrieb? b) bei einer nicht-studentischen Filmproduktion? 2. Welche Probleme können sich bei studentischen Filmproduktionen ergeben, die ein positives Arbeitsklima verhindern? 3. Was könnten Ansätze für die Schaffung eines positiven Arbeitsklimas bei studentischen Filmproduktionen sein?
Zu Beginn der Arbeit werden zunächst ein Überblick über den bestehenden Stand der Forschung und der Literatur gegeben und die zentralen Begriffsdefinitionen aufgestellt. Daraufhin werden der Filmherstellungsprozess, sowie die Bedeutung der Phasen der Stoff- und Projektentwicklung, sowie Finanzierung innerhalb dessen dargestellt und in diesem Zuge die zwei grundsätzlich unterschiedlichen Arten der Filmfinanzierung skizziert. Die Methodik und Vorgehensweise der Untersuchung wird im nächsten Abschnitt beschrieben, darauffolgend werden die Ergebnisse der Untersuchung in Bezug auf die Forschungsfragen vorgestellt. Auf dieser Grundlage werden anschließend im Fazit der Forschungsprozess reflektiert, die Kernerkenntnisse zusammengefasst und eingeordnet, sowie die Aussagefähigkeit der Forschungsarbeit dargestellt. Abschließend wird ein Ausblick auf mögliche weitere Forschungsansätze zu diesem Thema gegeben.