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Dieser Text möchte erörtern, wie Farbkonflikte genutzt werden können, um eine Bedeutung jenseits der Farbe selbst auszudrücken. Und ein kurzer Animationsfilm, an dem ich mitgearbeitet habe, der Eröffnungskurzfilm des Goldenen Spatzen Kinderfilmfestivals, kann zur Veranschaulichung dieses Punktes herangezogen werden.
Viele Filme sind zu solch einem Teil mit Dialog vollgeladen, dass es scheint als würde Film ohne Dialog nicht funktionieren. Die Hauptfigur gewinnt ihr Publikum mit schlagfertigen Sprüchen, die schlaue Nebenfigur macht sich dadurch bemerkbar dass sie für alles eine Erklärung hat, der Antagonist erzählt dem Protagonist von seinem bösen Plan die Welt zu vernichten usw. Die Tropes sind unzählig. Komödien wie „Störche – Abenteuer im Anflug (2016)“, scheinen größtenteils von der verbalen Ebene abhängig zu sein, sogar die „Minions“ (2015) bringen ein außerordentliches Maß an Dialog auf obwohl die Minions selbst keine verbale Sprache benutzen. Es ist oft fraglich ob man ohne den Dialog der Handlung in ihrer Ganzheit folgen könnte, einige Szenen würden sicherlich komplett unverständlich bleiben. Persönlich empfinde ich um so weniger Interesse für einen Film, je mehr auf der sprachlichen Ebene erklärt wird. Mit dieser Arbeit möchte ich dieser Wahrnehmung auf den Grund gehen. Warum langweilen mich Filme in denen zu viel erklärt wird? Ist es möglich auf Sprache zu verzichten? Welche Erfolgschancen hat ein komplett nonverbaler Film? Wird der verbalen Kommunikation eine zu große Bedeutung beigelegt?
Die Idee für diese Arbeit entstand während des Arbeitsprozesses an meinem Abschlussfilm, dessen Handlung auch in einer kommunalen Wohnung abrollt. Dabei wollte ich selber wissen, in wie weit diese ungewöhnliche Lebensart sich auf die Werke bekannter Künstler auswirkte. Ich habe aus meiner Sicht drei eindrucksvollste und ausgefallene Animationsbeispiele zum Thema ausgesucht und versuche in der Arbeit sie nach den Parameter zu analysieren, die mich am meisten interessieren und in meinem eigenen Film umgespielt werden: die Rolle des Kindes, die Beziehungen zwischen den Bewohnern, die Gestaltung der Wohnung, die Tonebene im Film. Im Anschluss wird das Werkstattbericht von meinem Abschlussfilm „Rubik“ gemacht, in dem ich den Arbeitsprozess chronologisch vorstelle.