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Im Bestand des Archivs und der Bibliothek der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg befinden sich zwölf Kirchenbücher der ehemaligen Wallonisch-Reformierten Gemeinde Magdeburg. Diese enthalten Eintragungen aus dem Zeitraum von 1734 bis 1942. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges kam es zu mehreren Luftangriffen auf Magdeburg mit schweren Schäden im gesamten Stadtgebiet, bei denen auch kirchliche Gebäude beschädigt wurden. Im Zuge der vielen daraus resultierenden Brände wurden auch die Kirchenbücher stark geschädigt. Nach Bergung wurden die Objekte über 70 Jahre im landeskirchlichen Archiv verwahrt. Der Zustand ließ weder eine inhaltliche Erschließung noch eine Nutzung jeglicher Art zu.
In this article we describe a concept for the digital preservation of the cultural heritage of smaller cultural institutions without their own infrastructure, in order to preserve and use digital objects in the long term. For this purpose, a digital archive will be extended by a pre-ingest component, which will aggregate the digital objects of the cultural institutions and provide access to the archived information. The proposed system for distributed digital preservation can be described by an extended Open Archive Information System (OAIS) reference model—the Outer-Inner OAIS (OO-IO) model. In the Federal state of Brandenburg there are about 340 archives, museums and libraries. Most of them are rather small but of great significance for cultural heritage. The digital preservation of data and information is therefore one of the biggest challenges. Unfortunately, smaller institutions often lack the knowledge and the resources to meet this challenge. The described approach supports these cultural and research institutions in their efforts to preserve cultural heritage.
KEW@T ist ein anwendungsorientiertes Forschungsprojekt zur Verknüpfung von digitalen Inhalten aus den Bereichen digitales Kulturerbe und Kulturtourismus am Beispiel des Landes Brandenburg. Das Projekt, welches in Kooperation mit der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH durchgeführt wurde, wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Brandenburg gefördert.
Die sich in immer kürzeren Zyklen verändernden digitalen Rahmenbedingungen bieten Kultureinrichtungen neue Chancen und stellen gleichzeitig große Herausforderungen für die damit verbundenen Anpassungsprozesse dar. Jede Kultureinrichtung hat dabei einen individuellen, konkreten Handlungsrahmen, in welchem die kulturelle Aufgabe realisiert wird, so auch die Bibliotheken. Im Land Brandenburg wurden kulturpolitische Rahmenbedingungen auf strategischer und konzeptioneller Ebene neu ausgerichtet. Mit einer neuen Förderlinie steht ein umfassendes Förderwerkzeug zur Verfügung. Für die Förderung von Digitalisierungsmaßnahmen spielen dabei institutionelle Digitalstrategien eine Schlüsselrolle. Der Beitrag ordnet die Richtlinie in diesem Kontext kurz ein.