Filtern
Erscheinungsjahr
Dokumenttyp
- Bachelorarbeit (6)
- Buch (6)
- Wissenschaftlicher Artikel (4)
- Masterarbeit (2)
- Bericht/Forschungsbericht (2)
- Teil eines Buches (Kapitel) (1)
- Konferenzveröffentlichung (1)
- Studienarbeit (1)
- Arbeitspapier (1)
Sprache
- Deutsch (23)
- Mehrsprachig (1)
Schlagworte
- Resilienz (5)
- Arbeitswelt (4)
- Urbanität (4)
- BA Archiv (3)
- Berufsbild (3)
- Digitalisierung (3)
- Archiv (2)
- BA Soziale Arbeit (2)
- Berlin-Spandau (2)
- Entdeckendes Lernen (2)
Institut
- FB1 Sozial- und Bildungswissenschaften (9)
- FB5 Informationswissenschaften (8)
- FB4 Design (6)
- Inst. für angewandte Forschung Urbane Zukunft (IaF) (6)
- Publikationen des FB Informationswissenschaften (3)
- FB2 Stadt | Bau | Kultur (2)
- Architektur/Städtebau (1)
- Extern (1)
- FL² Forschendes Lernen - Lehrende Forschung (1)
- Hochschulleitung (1)
Unsere Gesellschaft befindet sich zunehmend in einem familiären Wandel, der vor allem Auswirkungen auf die Kinder und zukünftige Generationen haben wird. Nach Becks Betitelung einer „Risikogesellschaft“ kommt es verstärkt zu wachsenden sozioökonomischen Problemen, Armutserfahrungen, Selbstbestimmungsprozessen von Individuen und einem veränderten Bild vom Kind. Er sieht unter anderem eine Gefahr darin, dass Kinder für die Bedeutung des Lebens ihrer Eltern funktionalisiert werden und somit das Ansehen der Kinder eine Steigerung erfährt. Das hat zur Folge, dass sich die Lebenssituation von Familien und Kindern in Deutschland teilweise grundlegend verändert hat bzw. dies noch tun wird. Das heißt, es resultieren daraus sowohl Herausforderung und Chancen als auch Risiken für die kindliche Entwicklung, die es zu bewältigen gilt. Hinzu kommt, dass unsere Gesellschaft vermehrte Anforderungen stellt und an Komplexität zunimmt. Aus diesem Grund müssen sich heutzutage viele Kinder mit vielschichtigen Belastungen und erschwerten Lebensbedingungen auseinander setzen. Die Beobachtungen der Wissenschaftler und Pädagogen zeigten, dass es Kinder gibt, die sich trotz der vorhandenen belastenden Bedingungen in vielen Lebensbereichen entsprechend positiv entwickeln. Dies ist eine Erkenntnis, die sich gegen frühere Hypothesen von pädagogischen Fachkräften richtet. Diese nahmen in der Regel an, dass Kinder, die negativ geprägte Kindheitserfahrungen gemacht hatten, davon gefährdet sind, sich nicht zu einer adäquaten Persönlichkeit zu entwickeln und im späteren Leben von diversen Verhaltensstörungen betroffen sein könnten. Dennoch gibt es immer wieder Kinder, die dieser Stigmatisierung nicht entsprechen und sich zum Erstaunen aller zu einer liebevollen, leistungs- und beziehungsfähigen sowie stabilen Persönlichkeit entwickeln.
Die Fremdunterbringung von Minderjährigen stellt einen krisenhaften Übergang dar, der hinsichtlich psychologischer Aspekte sowohl aus der Kinder- als auch aus der Perspektive der Eltern (Bezugspersonen) betrachtet werden sollte. Wenngleich vor dem Hintergrund gesetzlicher Regelungen anzustreben, kann die Rückführung als ebensolcher Übergang verstanden werden. Dieser Beitrag zielt darauf ab, die Komplexität von Rückführungen in die Herkunftsfamilie sowohl aus der Perspektive der Minderjährigen als auch aus dem elterlichen Blickwinkel darzustellen. In diesem ersten Versuch der Annäherung dient das Konzept der Entwicklungsaufgaben als Orientierungspunkt für die hier angestellten Überlegungen.
Resilienz urbaner Quartiere
(2021)
Resilienz und Transformation urbaner Quartiere ist das Thema des Forschungsprojekts, das die Studierenden des 4. Jahrgangs im Masterstudiengang Urbane Zukunft an der Fachhochschule Potsdam im Sommersemester 2020 bearbeiteten. Resilienz bezeichnet die Fähigkeit eines komplexen Systems, trotz massiver Störungen wieder in den Ausgangszustand zurückzukehren oder einen neuen Systemzustand zu etablieren, der gegenüber dem Ausgangszustand ein sogar verbessertes Systemverhalten aufweist. Was sollte bei der Planung und Realisierung eines neuen Stadtquartiers berücksichtigt werden, damit es sich resilient und somit auch langfristig anpassungsfähig an klimatische, demographische und infrastrukturelle Veränderungen erweist? Die Studierenden erforschen diese Frage mit vielfältigen designspezifischen und wissenschaftlichen Methoden im Kontext eines neuen städtischen Entwicklungsgebietes: Das Neue Gartenfeld - aktuell noch eine von Kanälen umgebene Industriebrache in Berlin-Spandau. Hier soll zukünftig ein nachhaltiges, smartes und lebenswertes Quartier für ca. 8.000 Menschen entstehen. Das Ergebnis unseres Projekts sind Handlungs- oder Gestaltungsvorschläge zu den Schwerpunkten: Regenwassermanagement, Wasserinfrastruktur, Aneignung des öffentlichen Raums und die gesunde Stadt.
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Ausbildung zum Fachangestellten bzw. zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste soll diese Arbeit das Berufsbild des FaMI in der Fachrichtung Archiv von den Anfängen bis in die Gegenwart und der Zukunft auf inhaltliche Aktualität untersuchen. Gleichzeitig soll dabei analysiert werden, ob angesichts der steigenden Anforderungen an das Berufsbild aufgrund der technischen Veränderungsprozesse – insbesondere der Digitalisierung, der digitalen Langzeitarchivierung sowie der Verwendung sozialer Medien – eine Novellierung der bisherigen praktischen und theoretischen Ausbildungsinhalte notwendig ist und ob demzufolge eine Spezialisierung der bisherigen archivfachlichen Ausbildung im mittleren Dienst erforderlich – auch für Quereinsteiger_innen – ist. Untersucht wird diese Theorie anhand des derzeitigen Personals, das im Lesesaal des Bundesarchivs Berlin - Lichterfelde eingesetzt ist. Ausgewählt wurde das Bundesarchiv mit dem Standort Berlin - Lichterfelde vor dem Hintergrund der guten Darstellbarkeit und Überprüfbarkeit der technischen und personellen Veränderungen in einem Archiv und in einem Lesesaal. Berücksichtigt wird dabei vor allem, welche Auswirkungen die technologische Entwicklung auf die Fachausbildung derzeitiger und künftiger FaMIs sowie von Quereinsteiger_innen in Bezug auf die praktische Arbeit im digitalen bzw. virtuellen Lesesaal (in den nächsten fünf Jahren) im Bundesarchiv Berlin - Lichterfelde hat. Auf die archivische Fachausbildung des gehobenen und höheren Dienstes wird in dieser Arbeit nicht eingegangen.
Resilienz und Transformation
(2022)
In Kooperation zwischen der Fachhochschule Potsdam und der LAGF wurde eine Elternbefragung im Land Brandenburg durchgeführt, um das subjektive Erleben der pandemiebedingten Einschränkungen von Familien zu erfassen, vorhandene bzw. potentielle gesellschaftliche Ressourcen für den Umgang mit der Corona–Pandemie zu analysieren und bedeutsame Schutzfaktoren für familiäre Bewältigungsleistungen im Umgang mit der Corona–Pandemie herauszustellen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es überwiegend die Kompetenzen der Familien selbst waren, die in der herausfordernden Situation der Corona-Pandemie zum Schutzfaktor wurden. Dieser Umstand sollte aber keinesfalls darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor ein großer Handlungsbedarf besteht, Familien nachhaltig zu entlasten und so zu unterstützen, dass sie Kraft schöpfen und ihre Reserven wieder auffüllen können.
Herausforderndes Verhalten von Kindern kann ganz unterschiedliche Facetten haben, ob Aggression, Ausgrenzung, Provokation, Sensibilität u.v.m. Namhafte Autoren wie Jörg Maywald oder Dorothee Gutknecht beleuchten in diesem nifbe-Band, warum sich Kinder in bestimmten Situationen so oder anders verhalten. Es wird gezeigt wie sich Zugänge zum Kind finden lassen, z.B. durch ressourcenorientierte Entwicklungsbegleitung oder Resilienz. Darüber hinaus werden praktische Impulse gelingender Grenzsetzung und Selbstfürsorge für pädagogische Fachkräfte im Kita-Alltag dargestellt.
Ausgehend von der interessanten Verlagerung des Resilienzkonzeptes aus der Entwicklungs- und klinischen Psychologie in den Bereich der Mitarbeiterpflege und -führung und die Sicherheitskonzepte für städtische Sozialräume, widmet sich der Beitrag der Veränderung von Haltungen, Visionen und von beruflichen Identitäten im Bereich der Psychiatrie. Der politische Anspruch, das Ringen um die Abschaffung der ungerechten und menschenunwürdigen Verhältnisse, die zu Zeiten der Psychiatrie-Enquête bestanden, sind in den Hintergrund getreten. Die Jungen sind in eine „psychiatrische Berufswelt“ eingetreten, die äußerst differenziert, im Finanzierungssystem zersplittert und im Alltag von einem hohen Anspruch der individuellen Dienstleistungszentrierung geprägt ist. Die Visionen der Leitungsebenen drehen sich um pragmatischere, sinnvollere Finanzierungsmodelle, um die bejahenswerten Prämissen für die praktische Arbeit weiterhin umsetzen zu können.
Transformationsprozesse wie demographischer Wandel, Nachhaltigkeit und Digitalisierung verändern die Wirklichkeit in den Städten vor Ort. Wie bleibt die Stadtverwaltung der Zukunft leistungsfähig? In einer Forschungskooperation nahmen Lehrende und Studierende der Fachhochschule Potsdam und Fach- und Führungskräfte der Landeshauptstadt Potsdam gemeinsam die Arbeitswelten von Kommunen in den Blick – mit besonderem Fokus auf das Spannungsfeld von Fachkräftemangel und den qualitativen Veränderungen von Kompetenzen einer Stadtverwaltung. Für die inter- und transdisziplinäre Projektarbeit von Studierenden des Masterstudiengangs Urbane Zukunft bildeten diese Entwicklungen den Ausgangspunkt, um konkrete Handlungsansätze für zukunftsfähige kommunale Arbeitswelten und Berufe zu entwickeln. Auf Basis ausführlicher Analysen entwickelten die Studierenden praxisnahe Szenarien, Modelle und Prototypen: neue Kompetenzansätze, KI-gestützte Wissenssysteme sowie Konzepte für Zusammenarbeit, Engagement und kulturelle Öffnung. Gerahmt werden diese Arbeiten durch die zugrundeliegenden Analysen des Forschungsprojekts, das Einblicke in Fachkräftebedarfe und sich wandelnde kommunale Berufsbilder bis 2030 im Raum Berlin-Brandenburg liefert.
Kriminell durch Bindungsstörung : Eine Fragebogenuntersuchung an verurteilten Gewaltverbrechern
(2009)
Kriminalität ist ein ständig präsentes, gesellschaftliches Problem. Es stellen sich Soziologen, Psychologen und Kriminologen immer wieder die Frage was man gegen die wachsende Zahl krimineller Handlungen, vor allem Gewaltdelikten, tun kann. Ich möchte mich in der vorliegenden Arbeit mit der Entstehung von gewalttätigem Verhalten beschäftigen. Ganz speziell möchte ich die Bedeutung der Bindung im Zusammenhang mit der Entstehung delinquenten Verhaltens und Kriminalität untersuchen. Gibt es eine Bindungsart, die unter Gewaltverbrechern besonders verbreitet ist? Kann man davon ausgehen, dass eine Bindungsstörung zu hoher Wahrscheinlichkeit dazu führt kriminell zu werden? Können die Ergebnisse dazu führen, dass wir eine Methode finden, um kriminellen Handlungen anders zu begegnen als eine Freiheitsstrafe zu verhängen? Gibt es gar eine Therapiemöglichkeit? Welche Konsequenzen hätte das für die Sozialarbeit? Um diesen Fragen nachzugehen, habe ich eine Fragebogenuntersuchung zur Bestimmung des Bindungsmusters an verurteilten Gewaltverbrechern unternommen und diese mit bereits vorhandenen Studien und Literatur zu diesem Thema verglichen. Im ersten Teil meiner Arbeit möchte ich kurz einige Grundlagen zur Kriminologie aufführen und beschreiben welche Theorien für kriminelles Verhalten es bereits gibt. Danach gehe ich auf die Bindungstheorie ein, erläutere verschiedene Bindungsmuster, um im letzten Teil der Arbeit dann einen möglichen Zusammenhang zwischen Bindungsmuster und kriminellem Verhalten herzustellen.