720 Architektur
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More than ‘cybernetics’
(2026)
Data processing and urban planning have always been linked. After the Second World War, computing technology - and with it its application in urban planning - expanded significantly. This paper argues that data processing in the GDR is linked to a concept of urban growth through rationalisation and examines several projects conducted in the German Democratic Republic in the 1960s and 70s. The role of universities is discussed using the case of the HAB Weimar. It is shown that digital technologies were considered promising tools for the rationalisation of the territorial development. The paper then presents a case of a large modelling project for regional development that ultimately failed, followed by examples of successful implementations in urban renewal projects. Since its origins, GDR experts hoped to gather insights for the rationalisation of old city renewal from the new technology. Yet, it must be stated that access to calculation technology generally was limited, leading to theoretical and speculative enquiries.
Synthetic binders (plastics) were mainly used after the Second World War either as building materials or as binders in the field of conservation and restoration. In contrast to inorganic materials, synthetic polymers on buildings are subject to different and more severe signs of ageing due to environmental influences, which reduces their durability compared to inorganic materials. The degradation of synthetic materials is primarily caused by the influence of electromagnetic radiation (especially UV radiation) with accompanying oxidation processes. Three case studies from the federal state of Brandenburg in Germany are presented. In the medieval church St. Mary in Frankfurt/Oder at a baroque burial site around 1700, wall paintings, stucco and metal plates were restored with various synthetic polymers. The artistic decoration of a facade in Cottbus in 1972 was carried out with the aid of polyvinyl acetate, and building materials were tempered with polyester resin for street art in Schwedt/Oder. All objects currently show serious damage. The causes of the damage were analyzed in detail and solutions for dealing with the objects to improve their durability were discussed.
Gedenkstätten heute
(2025)
»In einer vielfach im Umbruch befindlichen […] Erinnerungskultur stellt sich heute auch die Frage, ob die Gedenkstättenarbeit einer Neuorientierung bedarf. Ist das Selbstverständnis noch auf der Höhe der Zeit? Oder gar: Wozu und wie lange brauchen wir diese Bildungseinrichtungen noch?« Diesen Impuls setzte Harald Schmid im Rahmen einer Gedenkstättenkonferenz vor rund zehn Jahren. In Anlehnung an Wolfgang Benz sah er die einst ablehnende Haltung der bundesrepublikanischen Mehrheitsgesellschaft zur (selbst)kritischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus als Ausgangspunkt der »Gedenkstättenbewegung« – ihre frühere »kritische Funktion« sei jedoch in einer zunehmend »konsensualen Erinnerungskultur« aufgelöst. Unser Projekt hat daran angelehnte Fragen zum Ausgangspunkt genommen: Wie werden diese Einschätzung und die Entwicklungen von Gedenkstättenarbeit, ihre gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen durch Gedenkstättenexpert:innen gegenwärtig beurteilt? Welche Spannungen bestehen zwischen öffentlicher Förderung und inhaltlicher Unabhängigkeit? Vor welchen Herausforderungen steht eine kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus heute? Wie tief ist ein kritisches Geschichtsbewusstsein in der Gesellschaft eigentlich verankert und verinnerlicht? Wie können Gedenkstätten auf antidemokratische Positionen und rechtsextreme Ideologien in der Gesellschaft reagieren?
Die Publikation „Q-LCA – Städtebauliche Merkmale einer klimaorientierten Quartiersplanung“ zeigt die Auswirkungen sowie die gegenseitigen Abhängigkeiten verschiedener Einflussfaktoren auf die Treibhausgasemissionen im Städtebau auf. Darüber hinaus benennt sie zentrale Aspekte, die bei der klimafreundlichen Planung von Siedlungen und Quartieren berücksichtigt werden sollten. Sie richtet sich an Architekt*innen, Stadtplaner*innen sowie an Entscheidungsträger*innen aus Baupolitik und Immobilienwirtschaft, ebenso wie an alle weiteren Interessierten, die sich mit klimafreundlicher Planung beschäftigen. Auf rund 50 Seiten werden die Inhalte durch zahlreiche Infografiken anschaulich aufbereitet und verständlich vermittelt. Die Publikation fasst die wichtigsten städtebaulichen Erkenntnisse des Forschungsprojekts „Q-LCA – Analyse der ökologischen Auswirkungen unterschiedlicher Siedlungstypen in Neubauquartieren“ zusammen. Das Projekt wurde vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) durchgeführt und aus Mitteln des Innovationsprogramms Zukunft Bau gefördert.
Der Forschungsdatenbericht dokumentiert die Modellannahmen, die Systemgrenzen und die Datengrundlagen zum Forschungsprojekt "Analyse der ökologischen Auswirkungen unterschiedlicher Siedlungstypen in Neubauquartieren", das vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) aus Mitteln des Innovationsprogramms Zukunft Bau gefördert wurde. In dem Bericht sind sämtliche erhobenen, erzeugten und weiterverarbeiteten Datensätze dokumentiert, um Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit sowie die Anschlussfähigkeit der Ergebnisse an andere Forschungen sicherzustellen.
Clusterwohnungen
(2026)