350 Öffentliche Verwaltung, Militärwissenschaft
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Transformationsprozesse wie demographischer Wandel, Nachhaltigkeit und Digitalisierung verändern die Wirklichkeit in den Städten vor Ort. Wie bleibt die Stadtverwaltung der Zukunft leistungsfähig? In einer Forschungskooperation nahmen Lehrende und Studierende der Fachhochschule Potsdam und Fach- und Führungskräfte der Landeshauptstadt Potsdam gemeinsam die Arbeitswelten von Kommunen in den Blick – mit besonderem Fokus auf das Spannungsfeld von Fachkräftemangel und den qualitativen Veränderungen von Kompetenzen einer Stadtverwaltung. Für die inter- und transdisziplinäre Projektarbeit von Studierenden des Masterstudiengangs Urbane Zukunft bildeten diese Entwicklungen den Ausgangspunkt, um konkrete Handlungsansätze für zukunftsfähige kommunale Arbeitswelten und Berufe zu entwickeln. Auf Basis ausführlicher Analysen entwickelten die Studierenden praxisnahe Szenarien, Modelle und Prototypen: neue Kompetenzansätze, KI-gestützte Wissenssysteme sowie Konzepte für Zusammenarbeit, Engagement und kulturelle Öffnung. Gerahmt werden diese Arbeiten durch die zugrundeliegenden Analysen des Forschungsprojekts, das Einblicke in Fachkräftebedarfe und sich wandelnde kommunale Berufsbilder bis 2030 im Raum Berlin-Brandenburg liefert.
As data are becoming increasingly important resources for municipal administrations in the context of urban development, formalization of urban data governance (DG) is considered a prerequisite to systematic municipal data practice for the common good. Unlike for larger cities, it is unclear how common such formalized DG is in rural districts and small towns. We therefore mapped the current status quo in small municipalities in Germany as a case exemplifying the broader phenomenon. We systematically searched online for policy documents on DG in all metropolitan regions, all rural districts, and a quota sample of nearly a sixth of all German small towns. We then performed content analysis of the identified documents along predefined categories of urban development. Results show that hardly any small towns dispose of relevant policy documents. Rural districts are somewhat more active in formally defining DG. Identified policy documents tend to address mostly economic activities, social infrastructure, and demography, whereas Housing and Urban design and public space are among the least mentioned categories of urban development.
Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, einen detaillierten Einblick in die Tätigkeit der Dokumentenverwaltung sowie in den Aufbau der Dokumentensammlung und der zentralen dienstlichen Bestimmungen des MfS zu geben. Der BStU hat verschiedene Publikationen über Geschichte und Struktur des MfS herausgegeben, darunter auch Übersichten und Informationen zu den Diensteinheiten des MfS. Bisher ist die Dokumentensammlung in verschiedenen Publikationen kurz dargestellt. Grundlegende wissenschaftliche Arbeiten über das BdL liegen nicht vor, aus diesem Grund werden für die Bachelorarbeit größtenteils historische sowie behördeninterne Quellen verwendet. Diese Arbeit stellt die archivspezifische Überlieferung beim StUA dar und gibt einen umfassenden Überblick über die Dokumentenverwaltung des MfS, insbesondere seine zentralen dienstlichen Bestimmungen und deren Erschließung sowie Nutzung. Allen Interessierten vermittelt sie einen grundlegenden Kenntnisstand und dient als Basisinformation und Arbeitsmittel.
Eine professionelle Kommunalverwaltung auf Städte- bzw. Gemeindeebene, wie wir sie heute kennen, war nicht immer und überall vorhanden. So bestanden im Kreis Detmold in Nordrhein-Westfalen beispielsweise bis 1970 neben 5 Städten noch 86 Gemeinden, die fast ausschließlich ehrenamtlich verwaltet wurden. Angestellte Verwaltungsmitarbeiter waren eine Seltenheit, das Wohnzimmer des Bürgermeisters beziehungsweise Gemeindevorstehers als Ort für offizielle Geschäfte eher die Regel. Als Entscheidungsgremium fungierte „[…] der durch freie und geheime Wahlen konstituierte Gemeinderat mit seinen öffentlichen, nicht selten in den Dorfkneipen oder im Wohnzimmer des Bürgermeisters stattfindenden Sitzungen […]“. Da von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum 2. Weltkrieg zwischen 65 und 77 % der Bevölkerung auf dem Gebiet des genannten Kreises nicht in der Stadt lebte, betraf diese Form der Kommunalverwaltung den größeren Teil der damaligen Gesellschaft. Die Relevanz der Gemeinden und damit auch die ihrer Unterlagen ist deutlich erkennbar. Hier ließen sich erstmals demokratische Strukturen in der unmittelbaren Lebenswelt der Landbevölkerung realisieren. Trotzdem spielt die Überlieferung aus dieser ehrenamtlichen Selbstverwaltung im archivischen Diskurs eine stark untergeordnete Rolle. Ziel dieser Arbeit soll es sein, die in den beschriebenen Verwaltungen entstandenen Unterlagen und deren Überlieferung in Kommunalarchiven näher zu beleuchten.
Verschiedene Studien zum Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst besagen, dass aufgrund des demografischen Wandels je nach Bundesland bis zum Jahr 2030 etwa ein Viertel bis fast die Hälfte der öffentlich Beschäftigten altersbedingt ausscheiden wird. Auch die Archivwelt ist von dieser Situation betroffen; den sich verändernden Arbeitsmarktbedingungen und demografischen Entwicklungen kann sie sich nicht entziehen. So werden in den kommenden Jahren die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen. Der Mangel an qualifiziertem Personal ist aber bereits jetzt Realität. Allerdings war bisher nicht genau geklärt, wie genau ein möglicher Fachkräftemangel im Archivwesen definiert und gestaltet ist, oder in welchen Tätigkeitsbereichen und Qualifikationsniveaus er vorherrscht. Denn das Fehlen qualifizierter Fachkräfte ist auch häufig eine subjektive Einschätzung. Um diesen Fragen nachzugehen sowie mögliche Gegenmaßnahmen und Prognosen für die nächsten Jahre zu erhalten, wurde 2023 eine detaillierte Befragung auf Ebene der deutschen Staats- und Landesarchive durchgeführt. Themen wie Personalstrukturen und -beschaffung, Aus- und Weiterbildung sowie Personalmanagementstrategien und –gegenmaßnahmen wurden tiefergehend untersucht. Dadurch erhielt die Analyse konkrete Zahlen, u. a. zu Punkten wie der Personal- und Altersstruktur, prognostizierten altersbedingten Abgängen, zur Mitarbeiterfluktuation oder der Besetzungsdauer von ausgeschriebenen Stellen. Diese Zahlen ermöglichen eine tiefgreifende Analyse der gegenwärtigen und zukünftigen Situation der Archivverwaltungen und bieten eine Grundlage für die weitere Forschung und Maßnahmenplanung.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Abbildung der Migration nach 1945 in der Überlieferung des Landesarchivs Baden-Württemberg zu geben, die Arbeitsabläufe der Überlieferungsbildung anhand dieses Ergebnisses zu analysieren und Möglichkeiten zum Ausbau der Überlieferung zur Migration aufzuzeigen. Hierfür werden die Arbeitsabläufe der Überlieferungsbildung des Landesarchivs beschrieben und die Bewertungsmodelle vorgestellt. Der zeitliche Schwerpunkt der Arbeit liegt zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Zerfall des Ostblocks 1990. In diesem Zeitraum erfolgten drei Phasen mit größeren Migrationsaufkommen, die als Beispiele vorgestellt werden: Die Heimatvertriebenen und Flüchtlinge aus den Ostgebieten des ehemaligen Deutschen Reiches ab 1944/45, die Arbeitsmigranten der Wirtschaftswunderzeit ab 1955 und die Spätaussiedler und Balkanflüchtlinge ab 1990. Die Unterlagen der dritten Phase werden ab diesem Jahr archivreif, soweit es sich um klassisches Behördenschriftgut mit einer regulären Aufbewahrungsfrist von 30 Jahren handelt.
Lebenswerte Städte der Wissensgesellschaft, sogenannte „Smart Cities“, bieten eine Vielzahl an intelligenten Dienstleistungen an, die auf Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), elaborierte Informationsübermittlung und auf Wissen aufbauen. Im Hinblick auf kommunale Verwaltungs- und Entscheidungsprozesse stellen Bürger einen zunehmend wichtiger werdenden Faktor dar. Die Einbindung der Bürger in diese Prozesse wird durch kommunale Bürgerbeteiligungssysteme (Citizen Relationship Management; CiRM) realisiert. Seit 1996 gibt es in den USA 311-Systeme, die sowohl Informationsanfragen als auch Serviceaufträge innerhalb eines CiRM bearbeiten und über erfolgte Tätigkeiten berichten. Das führt zu Transparenz beim Verwaltungshandeln und beim Bürger zu einer Identifikation mit „seiner“ Stadt und zu vermehrter Mitarbeit. In Deutschland werden – über zwanzig Jahre später – ebenfalls CiRM-Systeme konzipiert und teilweise bereits schon als 115-Systeme oder als Service App eingesetzt. Als Fallbeispiel wird über das System der Stadt Köln und eine Informationsbedarfsanalyse von Bürgern und Touristen Kölns zu einem kommunalen CiRM berichtet.