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Vor dem Hintergrund der Debatten um die Transformation der deutschsprachigen Stadttheater analysiert die qualitative Fallstudie Formate künstlerischer Mitbestimmung in weiterhin bestehenden formalen Hierarchien am Beispiel der kollektiv geführten Schauspielsparte des Theaters Basel. Mittels teilnehmender Beobachtung und Interviews zeigt sie, dass ein System von Checks and Balances auf der Leitungsebene in Verbindung mit enthierarchisierten Praktiken der Mitbestimmung im Produktionsprozess Formen ästhetischer Kollaboration ermöglichen.
Wie verändert KI im Beziehungsgefüge der Hochschule Bildungsprozesse? Welche Rolle spielt dabei, wie wir über KI sprechen? Mit diesen Fragen haben wir uns in einem (zweistündigen) Online-Workshop im Rahmen des diesjährigen University:Future Festival am 24. Juni 2026 beschäftigt. Dieser Blog-Beitrag ist unser gemeinsamer Bericht. Mit diesem möchten wir einen Einblick in den Workshop geben, an dem ca. 25 Personen engagiert bis zum Schluss teilgenommen haben. Für die interessanten Beiträge aus den Gruppen und dem Plenum möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken. Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über den einführenden Impuls und gehen – nach Absprache mit Personen, die teilgenommen haben – exemplarisch auf die Gruppenarbeit ein.
Gedenkstätten heute
(2025)
»In einer vielfach im Umbruch befindlichen […] Erinnerungskultur stellt sich heute auch die Frage, ob die Gedenkstättenarbeit einer Neuorientierung bedarf. Ist das Selbstverständnis noch auf der Höhe der Zeit? Oder gar: Wozu und wie lange brauchen wir diese Bildungseinrichtungen noch?« Diesen Impuls setzte Harald Schmid im Rahmen einer Gedenkstättenkonferenz vor rund zehn Jahren. In Anlehnung an Wolfgang Benz sah er die einst ablehnende Haltung der bundesrepublikanischen Mehrheitsgesellschaft zur (selbst)kritischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus als Ausgangspunkt der »Gedenkstättenbewegung« – ihre frühere »kritische Funktion« sei jedoch in einer zunehmend »konsensualen Erinnerungskultur« aufgelöst. Unser Projekt hat daran angelehnte Fragen zum Ausgangspunkt genommen: Wie werden diese Einschätzung und die Entwicklungen von Gedenkstättenarbeit, ihre gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen durch Gedenkstättenexpert:innen gegenwärtig beurteilt? Welche Spannungen bestehen zwischen öffentlicher Förderung und inhaltlicher Unabhängigkeit? Vor welchen Herausforderungen steht eine kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus heute? Wie tief ist ein kritisches Geschichtsbewusstsein in der Gesellschaft eigentlich verankert und verinnerlicht? Wie können Gedenkstätten auf antidemokratische Positionen und rechtsextreme Ideologien in der Gesellschaft reagieren?
Laufzeit des Vorhabens: 1.01.2004 - 31.03.2004 ; Inhalt: Bericht der Teilprojekte und Koordinationsbericht der FH Potsdam, Bericht des Teilprojektes der FH Lausitz, Bericht des Teilprojektes der FH München, Bericht des Teilprojektes der HS Magdeburg-Stendal / Zuwendungsempfänger: FH Potsdam, Fachbereich Sozialwesen ... Verantw. für den Projektpartner FH Potsdam: Harry Hermanns
Das Thema „Offene Daten“ (Open Data) gewinnt in immer mehr Anwendungsgebieten an Bedeutung. Auch in Behörden und der öffentlichen Verwaltung etabliert sich zunehmend eine Open-Data-Kultur. Offene Daten aus der Verwaltung, im englischen „Open Government Data“ (OGD), bergen viele Potentiale – ob es die Erleichterung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung selbst ist oder das Schaffen von Transparenz gegenüber Bürgerinnen und Bürgern. Auch auf wirtschaftlicher Ebene bieten sich neue Möglichkeiten für datengestützte Geschäftsfelder. Doch bei der Entwicklung neuer zivilgesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Anwendungen basierend auf behördlichen offenen Daten ergeben sich auch Herausforderungen.
Objective: This naturalistic study examines the long-term effectiveness of two psychoanalytically oriented therapies-psychodynamic psychotherapy (PP) and analytical psychotherapy (AP)-in routine care settings in Germany.
Method: A total of 428 patients diagnosed with various mental disorders according to the Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, fourth edition, underwent treatment with either PP or AP. Diagnoses were reassessed at the end of treatment, and patients provided annual self-reports of their mental health over a 6-year period. We employed propensity score methods and piecewise linear latent growth curve models to estimate treatment effects on primary outcomes (i.e., number of diagnoses, symptom distress) and secondary outcomes (i.e., personality dysfunction, interpersonal problems, general life satisfaction).
Results: Patients exhibited substantial and sustained improvements across all outcomes in both treatments. Notably, those receiving AP experienced greater (long-term) improvement in primary and most secondary outcomes compared to those in PP. Improvements in PP primarily occurred during the 1st year, while AP patients continued to show progress throughout the entire observation period. For some outcomes (symptom distress, personality dysfunction, and interpersonal problems), AP was particularly effective for patients with more severe problems at baseline.
Conclusions: Psychoanalytically oriented treatments in routine care are associated with substantial and lasting improvements, even posttreatment. Our findings highlight an incremental benefit of AP over PP, particularly for complex cases. Future research should explore treatment mechanisms, cost-effectiveness, and implications for health policy.
This paper investigates the impact of public financial control on cultural policy, a relationship often assumed but understudied. Focusing on Mecklenburg-Western Pomerania, Germany (1993-2011), it examines how financial oversight by the regional Court of Auditors (LRH MV) influenced justifications for theatre and orchestra policy. Building on the idea that auditing shapes its subjects, the study analyzes how decision-makers adapted their arguments in response to LRH MV observations.
Using interpretive policy research and argumentation theory, the study analyzes 96 documents, including LRH MV reports. Findings reveal the LRH MV’s indirect but decisive role, with governments aligning arguments with the Court’s recommendations. The LRH MV acted not only as a supervisor but also as a knowledge producer, providing frameworks for reform. This demonstrates how financial oversight shapes cultural policy, contributing to cultural economics and offering insights into arts sector governance. The methodology proves robust for assessing the broader implications of financial control.