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Das Open Access Monitoring Brandenburg (OAMBB) 2025 stellt die Ergebnisse der zweiten Monitoring-Runde dar und analysiert den Stand des offenen Publizierens an den acht staatlichen Hochschulen des Landes Brandenburg. Das OAMBB 2025 ist eine gemeinsame Arbeit der AG Open Access Brandenburg sowie der Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg (VuK).
Im Fokus steht das Berichtsjahr 2023, wobei die Entwicklungen im Zeitraum von 2013 bis 2023 im Sinne einer Zeitreihenanalyse betrachtet werden. Methodisch setzt das OAMBB 2025 verstärkt auf automatisierte Prozesse, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu erhöhen. Die Analyse basiert auf der Aggregation von fünf Datenquellen: OpenAlex (OPENBIB), Open Access Monitor (OAM), OPUS-Repositorien, OpenAPC und die Deutsche Bibliotheksstatistik (DBS).
Neben der statistischen Auswertung von Publikationstypen, Fachgebieten und Lizenzen enthält der Bericht eine kritische Einordnung der OA-Transformation sowie Handlungsempfehlungen für Wissenschaft, Hochschulen, Hochschulbibliotheken und Landespolitik.
Die vorliegende Publikation beschäftigt sich mit dem Thema des Open Access Monitorings in Brandenburg. Durch die Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg aus dem Jahr 2019 bekamen die Hochschulbibliotheken den Auftrag, ihre Open-Access-Aktivitäten auf Publikationsebene zu monitoren. Die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg koordiniert zusammen mit der AG Open Access Monitoring (Brandenburg) die Erarbeitung und Durchführung eins landesweites Open Access Monitoring.
Außerdem wird die Möglichkeit der Datenauswertung der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) zum Zweck der Anreicherung des Open Access Monitorings erläutert und eine Auswertung des Datenfeldes 151.1 auf nationaler Ebene angestellt.
Die zunehmende Orientierung der Forschungsbewertung an quantitativen Metriken erzeugt grundlegende Verzerrungen im Wissenschaftssystem. Während viele Disziplinen bereits stark von dieser Logik geprägt sind, ist die Rechtswissenschaft bislang nur begrenzt davon erfasst. Gerade daraus ergibt sich jedoch ein strategischer Vorteil: Die Rechtswissenschaft steht noch an einem Punkt, an dem sie die Einführung quantitativer Bewertungslogiken und die dafür nötigen Publikationsinfrastrukturen so gestalten kann, dass sie den epistemischen Anforderungen der Disziplin entspricht und zugleich eine belastbare Grundlage für Forschungsbewertung schafft. Sichtbarkeit und Auffindbarkeit rechtswissenschaftlicher Arbeiten lassen sich verbessern, ohne Bewertung auf quantitative Kennzahlen zu reduzieren. Der Beitrag entwickelt deshalb die These, dass die Disziplin nicht versuchen sollte, metrische Bewertungsverfahren zu adaptieren, sondern durch Infrastrukturinnovation Alternativen schaffen sollte. Auf dieser Grundlage skizziert der Beitrag die Perspektive auf eine wissenschaftsadäquate Publikationsinfrastruktur, die disziplinspezifische Anforderungen der Rechtswissenschaft berücksichtigt und zugleich Ausgangspunkt einer verantwortungsvoll gestalteten Forschungsbewertung sein kann.