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Social Justice und Radical Diversity ist ein Ansatz der Antidiskriminierung und ein Bildungs- und Trainingskonzept, das seit 2001 in der Bildungsarbeit, in der Theorie- und Begriffsentwicklung wie auch in der Beratungs- und Netzwerkarbeit zum Einsatz kommt. Der Ansatz kombiniert ein spezifisches Verständnis Sozialer Gerechtigkeit mit einem Verständnis von Pluralität, das zu einer Gestaltung von Gesellschaft im Sinne des Radical Diversity beitragen soll. In diesem Beitrag werden die zentralen Begriffe und Besonderheiten des Ansatzes vorgestellt und zudem erläutert, inwiefern der Ansatz einen Beitrag zu einer Theorie und Praxis der Antidiskriminierung leistet.
Social Justice und Radical Diversity ist ein Ansatz der Antidiskriminierung und ein Bildungs- und Trainingskonzept, das seit 2001 in der Bildungsarbeit, in der Theorie- und Begriffsentwicklung wie auch in der Beratungs- und Netzwerkarbeit zum Einsatz kommt. Der Ansatz kombiniert ein spezifisches Verständnis Sozialer Gerechtigkeit mit einem Verständnis von Pluralität, das zu einer Gestaltung von Gesellschaft im Sinne des Radical Diversity beitragen soll. In diesem Beitrag werden die zentralen Begriffe und Besonderheiten des Ansatzes vorgestellt und zudem erläutert, inwiefern der Ansatz einen Beitrag zu einer Theorie und Praxis der Antidiskriminierung leistet.
Die überarbeitete und ergänzte Auflage des Didaktikleitfadens der Autorinnen Leah Carola Czollek und Gudrun Perko hat eine gender/queer- und diversitysensible Hochschuldidaktik zum Inhalt, die soziale Ungleichheiten in der Gesellschaft bewusst in den Blick nimmt.
In der Neuauflage wird Geschlecht/Gender in seiner erweiterten Form („Gender/Queer“) berücksichtigt, um auf Geschlechtervielfalt einzugehen.
Die zahlreichen Checklisten und Beispiele als der Lehrpraxis der Autorinnen unterstützen bei der Umsetzung von gender/queer- und diversitygerechter Didaktik in der Lehre.
Welche Handlungsoptionen haben wir gegen (strukturelle) Diskriminierung? Das von den Autorinnen entwickelte Social Justice und Diversity Training als Antidiskriminierungstraining ist im Bildungsbereich im deutschsprachigen Raum zunehmend bekannt. Es liegt nun erstmalig als Publikation vor und stellt die Besonderheiten dieses Trainings, Theorienbezüge, historische Kontexte und vor allem Methoden und Übungen für die Praxis anwendbar vor.
Anerkennende Sprache
(2012)
Sprache ist immer Ausdruck unseres Denkens, Fühlens, Empfindens. „Sprache“ fassen wir nicht nur als Sprechen auf, sondern auch als Gestik, Mimik, Lachen, also insgesamt als Äußerung von etwas Gedachtem, Gefühltem et cetera. Sprache ist wie Tun und Handeln nie nur (bewusste oder unbewusste) wirkungslose Äußerung, sondern hat immer auch eine Wirkung, kann immer auch für andere Menschen verletzend, diskriminierend oder wertschätzend und anerkennend sein.
Social Justice und Diversity werden als Trainingskonzept im deutschsprachigen Raum im Bildungsbereich für Jugendliche und Erwachsene zunehmend bekannt. Angeregt durch das
US-amerikanische Modell (der Trainingsansatz „Diversity and Social Justice Education” wurde in den USA an der University of Massachusetts ausgearbeitet; vgl. Adams/Bell/Griffith 1997; 2007) konzipierten Leah Carola Czollek, Gudrun Perko und Heike Weinbach 2001 ein eigenes Social Justice und Diversity Training für den deutschsprachigen Raum. Dabei haben wir eigene Übungen und historische Inputs kreiert, Theorien weitergedacht sowie eine spezifische Methode der dialogischen Gesprächsform für das Arbeiten und der ethisch-dialogischen Haltung entwickelt und sowohl die Methode als auch die Theorie über die Erfahrungen der seit 2001 durchgeführten Trainings im Austausch miteinander und mit Anderen beständig reflektiert und modifiziert. Es bedurfte eines langen Prozesses, um Social Justice und Diversity Trainings in verschiedenen Jugend- und Erwachsenenbildungsbereichen durchzuführen und zudem auch ein Konzept zu entwickeln, mit dem wir Trainer_innen ausbilden.