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Standards des Familienrates
(2011)
Wenn eine Familie Unterstützung und Hilfe bei der Erziehung ihrer Kinder braucht, dann ist ein Familienrat (FR) eine Möglichkeit, gemeinsam mit Verwandten und anderen wichtigen Menschen Probleme zu lösen und Hilfen zu planen. Dieses Verfahren wurde ursprünglich in Neuseeland entwickelt (die sog. Family Group Conference) und heißt in Deutschland auch Familiengruppenkonferenz oder Verwandtschaftsrat. Die Familie kommt dabei mit Verwandten, Freunden, Nachbarn oder Freunden der Kinder bzw. Jugendlichen zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Ideen, diskutieren verschiedene Hilfemöglichkeiten und planen schließlich selbst - ohne Einfluss der Fachleute - eine geeignete Form der Unterstützung. Dabei werden die Fähigkeiten und Stärken der Familiengruppe, aber auch die Angebote der Verwandtschaft, der Nachbarschaft und des Freundeskreises genutzt. Die Fachkräfte des Jugendamts oder anderer sozialer Dienste informieren die Familie über professionelle Unterstützungsmöglichkeiten.
Wirkung durch Selbsthilfe
(2011)
Sozialraumorientierung ist expertenkritisch und versteht Bürger(innen) als kompetent für ihr Leben. In der Kooperation mit Fachkräften geraten Lösungsideen, Netzwerke und andere Ressourcen von Menschen mit Behinderungen immer wieder in Gefahr, zugunsten professioneller Angebote und Vorgehensweisen ausgeblendet zu werden. Diesem „Kolonialisierungsrisiko“ werden Strategien in den Handlungsfeldern „Sozialstruktur“ im Sinne kommunaler Sozialpolitik, „Organisationsentwicklung“ im Interesse einer Flexibilisierung der Angebote der Behindertenhilfe, „Netzwerk“ als Feld systematischer Ressourcenmobilisierung im Stadtteil und „Individuum“ in Form eines konsequenten Ansatzes an den Stärken und dem Willen von Bürger(inne)n mit Behinderungen entgegengesetzt.
Sozialraumorientierung ist der zurzeit meistdiskutierte Theorie- und Handlungsansatz in der Sozialen Arbeit. Die Einführungen in das Thema 'Sozialer Raum und Soziale Arbeit' greifen die Fragen und Lerninteressen Studierender und Praktiker auf und geben in diesem Lehrbuch eine systematische Darstellung der Methoden und Techniken, wie sie in der praktischen Sozialen Arbeit Anwendung finden können. In der Beschreibung von Fall- und Projektbeispielen wird ein Kompetenzprofil für SozialarbeiterInnen skizziert, das Studierenden wie PraktikerInnen eine konkrete Orientierung bietet. Durch zusätzliche Materialien wie Checklisten, Fragebögen und Ablaufschemata bereitet das Buch optimal auf die Profession im pädagogischen Handlungsfeld Soziale Arbeit vor.