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Dieser Artikel beschäftigt sich mit Transferherausforderung in dualen Studiengängen. Thematisiert wird die Konzeption der Praxisreflexionsmodule. Der Autor berichtet von seinen Lehr- und Prüfungserfahrungen. Es wird geschildert, welche Probleme im Kontext der Relationierung von Theorie und Praxis zu lösen sind bzw. welche Fragestellungen diesbezüglich relevant sind. In diesem Entwicklungsprozess geht es vor allem um den systematischen Aufbau von Grundwissen und kompetenzorientieren Praxisprüfungsformaten. Des Weiteren zeigt der Autor auf, wie diese Erkenntnisse in die Konstruktion des dual-digitalen Studiengangs der FH Potsdam eingeflossen und mit der Transferphilosophie des forschenden Lernens verbunden worden sind. Die Kasuistikseminare spielen dabei eine besondere Rolle. Sie ermöglichen, Praxisfälle zu reflektieren und bieten den Raum, um sich mit Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit auseinanderzusetzen.
Die Interventionen im Rahmen der Klinischen Sozialarbeit orientieren sich an einem biopsychosozialen Menschenbild. Gestalttherapeut_innen arbeiten emotionsfokussiert, berücksichtigen aber auch physische und kognitive Prozesse. Nicht selten wird diesbezüglich von einem ganzheitlichen Behandlungsansatz gesprochen. Doch ist das wirklich ganzheitlich? Müssten nicht auch das Umfeld und die dahinterliegenden Strukturen zunehmend mehr mitbehandelt werden, um von »Ganzheitlichkeit« sprechen zu können? Nur durch eine intensive Auseinandersetzung mit den gesellschaftlich-ökonomischen Strukturen kann ein Bewusstsein für die von uns Menschen selbst konstruierten systembedingten Hintergründe entwickelt werden. Wie in der gestalttherapeutischen Arbeit im Einzelsetting ist auch hier »Bewusstheit« der Schlüssel zu möglichen Veränderungsprozessen. So wie in der therapeutisch-beraterischen Arbeit oft die Frage nach den eigenen Anteilen an einer Problematik gestellt wird, möchte der Autor Gestalttherapeut_innen und Sozialarbeiter_innen zur Reflexion ihres Handelns ermutigen, im Hinblick auf die bestehenden ökonomisch-ökologischen Strukturen.
Gestalt in Social Work
(2025)
This book deals with key situations in social work and reflects on them from the perspective of the Gestalt approach, which has enormous potential for consulting practice. The Gestalt approach has so far played a minimal or no role in social science courses (social work, psychology) as well as in the practice of social work. This book makes the Gestalt approach accessible to a wider audience so that specialists can expand their methodological repertoire accordingly.
The authors see professionalism as a continuous, lifelong process that consists of training, reflection and research in specific practical situations. With this volume, they open up a learning path for readers, conveying a didactic concept so that readers can acquire methodological skills for conducting consultations. Based on the authors' experiences dealing with the topics of depression, addiction, codependency, parenting advice, trauma/dissociation and psychosis, short video recordings, commented transcriptions and summary graphics have been created to explain the basic relationship dynamics and approaches to action. This learning material can be used by students and practitioners in the field of the social work, but it is also would interest anyone who is involved in consulting and coaching in other areas. The focus is on reenacting and reflecting on practical situations based on cases. In role plays, students or professionals put themselves in the shoes of clients and consultants. Through these case reflections, basic conversation dynamics on specific topics can be both experienced as well as understood. Approaches can be tried out in order to expand the methodological repertoire for practice.
Gestalt in Social Work: Case Studies in Practice is primarily intended for students, lecturers, professors, teachers and practitioners of social work. Readers in the fields of psychology and psychotherapy (doctors, psychiatrists, psychotherapists), Gestalt therapists and trainers, and consultants in other related fields also would find the book of interest.
Welche Bedeutung haben Fallbesprechungen für die Ausbildung von Handlungskompetenzen? Wie können asuistikseminare mit der Methodenlehre in der Gesamtkonzeption eines Studiengangs konsekutiv verbunden und dort verankert werden? Diesen Fragen geht Armin Schachameier nach und stellt Erfahrungen, die im systematischen Aufbau von Kasuistikmodulen eines dualen Studiengangs gesammelt wurden, vor. Seine These: Wenn das Ziel verfolgt wird, den Fall nicht nur zu verstehen und über Handlungsalternativen zu sprechen, sondern auch mehr Handlungssicherheit zu erwerben und methodische Kompetenzen einzuüben, dann müssen das Erfahren und Experimentieren wesentliche didaktische Seminarbestandteile sein.
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wie der Gestaltansatz für die Soziale Arbeit fruchtbar gemacht werden kann. Der Autor schildert seine Erfahrungen, wie er humanistisch-erfahrungsorientierte Ansätze in der Grundlagenvorlesung, aber vor allem in den Methoden- und Praxismodulen in die Lehre etabliert hat. Insbesondere geht er auf ein Projekt ein, das Schlüsselszenen der Sozialen Arbeit aus einer „Gestaltperspektive“ nachstellt und reflektiert.