Waste equals Food?

  • Der Beitrag untersucht – ausgehend von ihrer Dominanz in nachhaltigkeitsorientierten Designdiskursen – zirkuläre Metaphern wie Recycling, Circular Economy und Kreislaufwirtschaft. Diese häufig im Kontext des SDG 12 „Nachhaltige Produktion und Konsum“ verorteten Kreislaufbilder tragen dazu bei, Abfälle und Reste unsichtbar zu machen. Im Gegensatz dazu wird mit Design from Discard (DfD) ein Ansatz vorgestellt, der Abfall als Analysegegenstand und Startpunkt versteht und dabei Machtkonstellationen, Praktiken des Wegwerfens sowie gesellschaftliche Bewertungsprozesse einbezieht. Im Textildesign verdeutlicht das Projekt FatPad, dass einheimische Schafwolle – bislang als Abfall behandelt – durch die Kombination von Wollfaser und Wollfett zu einem regionalen, gesundheitsfördernden Material transformiert werden kann. Die Betrachtung der Potenziale des Food Designs für eine Ernährungswende anhand verschiedener Projekte, illustriert dass auch die Rolle des Designs selbst eine neue Bewertung erfahren muss. Die Ergebnisse zeigen, dass DfD soziale,Der Beitrag untersucht – ausgehend von ihrer Dominanz in nachhaltigkeitsorientierten Designdiskursen – zirkuläre Metaphern wie Recycling, Circular Economy und Kreislaufwirtschaft. Diese häufig im Kontext des SDG 12 „Nachhaltige Produktion und Konsum“ verorteten Kreislaufbilder tragen dazu bei, Abfälle und Reste unsichtbar zu machen. Im Gegensatz dazu wird mit Design from Discard (DfD) ein Ansatz vorgestellt, der Abfall als Analysegegenstand und Startpunkt versteht und dabei Machtkonstellationen, Praktiken des Wegwerfens sowie gesellschaftliche Bewertungsprozesse einbezieht. Im Textildesign verdeutlicht das Projekt FatPad, dass einheimische Schafwolle – bislang als Abfall behandelt – durch die Kombination von Wollfaser und Wollfett zu einem regionalen, gesundheitsfördernden Material transformiert werden kann. Die Betrachtung der Potenziale des Food Designs für eine Ernährungswende anhand verschiedener Projekte, illustriert dass auch die Rolle des Designs selbst eine neue Bewertung erfahren muss. Die Ergebnisse zeigen, dass DfD soziale, materielle und kulturelle Dimensionen von Nachhaltigkeit integriert und Gestaltung als reflexive Praxis positioniert, die gängige Kreislaufmodelle kritisch erweitert.zeige mehrzeige weniger

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Verfasserangaben:Susanne Ritzmann, Katharina Mludek, Fabienne Rako
DOI:https://doi.org/10.1007/978-3-662-70118-8_9-1
ISBN:978-3-662-70118-8
Titel des übergeordneten Werkes (Deutsch):SDG 12: Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion
Untertitel (Deutsch):Überreste als Ausgangspunkt für Nachhaltigkeit im Design
Verlag:Springer
Verlagsort:Berlin, Heidelberg
Herausgeber*in:A. Büttgen, E. Hackspiel-Mikosch, C. Liedtke, T. Wilkening
Dokumentart:Teil eines Buches (Kapitel)
Sprache:Deutsch
Jahr der Erstveröffentlichung:2026
Datum der Freischaltung:09.04.2026
GND-Schlagwort:Design; Abfall; Nachhaltigkeit
Seitenzahl:22
Erste Seite:1
Letzte Seite:22
Fachbereiche und Zentrale Einrichtungen:FB4 Design
DDC-Klassifikation:300 Sozialwissenschaften / 330 Wirtschaft
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 670 Industrielle Fertigung
Lizenz (Deutsch): Keine öffentliche Lizenz - es gilt das deutsche Urheberrecht
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