Forschungsbewertung in der Rechtswissenschaft

  • Die zunehmende Orientierung der Forschungsbewertung an quantitativen Metriken erzeugt grundlegende Verzerrungen im Wissenschaftssystem. Während viele Disziplinen bereits stark von dieser Logik geprägt sind, ist die Rechtswissenschaft bislang nur begrenzt davon erfasst. Gerade daraus ergibt sich jedoch ein strategischer Vorteil: Die Rechtswissenschaft steht noch an einem Punkt, an dem sie die Einführung quantitativer Bewertungslogiken und die dafür nötigen Publikationsinfrastrukturen so gestalten kann, dass sie den epistemischen Anforderungen der Disziplin entspricht und zugleich eine belastbare Grundlage für Forschungsbewertung schafft. Sichtbarkeit und Auffindbarkeit rechtswissenschaftlicher Arbeiten lassen sich verbessern, ohne Bewertung auf quantitative Kennzahlen zu reduzieren. Der Beitrag entwickelt deshalb die These, dass die Disziplin nicht versuchen sollte, metrische Bewertungsverfahren zu adaptieren, sondern durch Infrastrukturinnovation Alternativen schaffen sollte. Auf dieser Grundlage skizziert der Beitrag die PerspektiveDie zunehmende Orientierung der Forschungsbewertung an quantitativen Metriken erzeugt grundlegende Verzerrungen im Wissenschaftssystem. Während viele Disziplinen bereits stark von dieser Logik geprägt sind, ist die Rechtswissenschaft bislang nur begrenzt davon erfasst. Gerade daraus ergibt sich jedoch ein strategischer Vorteil: Die Rechtswissenschaft steht noch an einem Punkt, an dem sie die Einführung quantitativer Bewertungslogiken und die dafür nötigen Publikationsinfrastrukturen so gestalten kann, dass sie den epistemischen Anforderungen der Disziplin entspricht und zugleich eine belastbare Grundlage für Forschungsbewertung schafft. Sichtbarkeit und Auffindbarkeit rechtswissenschaftlicher Arbeiten lassen sich verbessern, ohne Bewertung auf quantitative Kennzahlen zu reduzieren. Der Beitrag entwickelt deshalb die These, dass die Disziplin nicht versuchen sollte, metrische Bewertungsverfahren zu adaptieren, sondern durch Infrastrukturinnovation Alternativen schaffen sollte. Auf dieser Grundlage skizziert der Beitrag die Perspektive auf eine wissenschaftsadäquate Publikationsinfrastruktur, die disziplinspezifische Anforderungen der Rechtswissenschaft berücksichtigt und zugleich Ausgangspunkt einer verantwortungsvoll gestalteten Forschungsbewertung sein kann.zeige mehrzeige weniger

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Metadaten
Verfasserangaben:Ellen EulerORCIDGND, Philipp FalkenburgORCIDGND
DOI:https://doi.org/10.17176/20260309-114602-0
Untertitel (Deutsch):Lösungen jenseits von Proxys
Dokumentart:Bericht/Forschungsbericht
Sprache:Deutsch
Jahr der Erstveröffentlichung:2026
Veröffentlichende Institution:Fachhochschule Potsdam
Datum der Freischaltung:11.03.2026
GND-Schlagwort:Forschungsförderung; Open Access; Rechtswissenschaft; Veröffentlichung
Seitenzahl:25
Fachbereiche und Zentrale Einrichtungen:FB5 Informationswissenschaften
FB5 Informationswissenschaften / Publikationen des FB Informationswissenschaften
DDC-Klassifikation:000 Informatik, Informationswissenschaft, allgemeine Werke / 020 Bibliotheks- und Informationswissenschaften
300 Sozialwissenschaften / 340 Recht
Open Access:Diamond Open Access
Lizenz (Deutsch): Creative Commons - CC BY - Namensnennung 4.0 International
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