Zwischen Anpassung und Untergangsvision

  • In der Sozialen Arbeit – hier fokussiert auf den Bereich der Jugendhilfe – scheint der Umgang mit Daten oder datenverarbeitenden Technologien ambivalent. Je nach Perspektive werden sie entweder als notwendige Anpassung an gesellschaftliche Digitalisierungsprozesse oder als Bedrohung der sozialarbeiterischen Profession wahrgenommen. Beide Perspektiven eint ein ideologischer Blick auf Daten, der Digitalisierungsprojekte in Bereichen der Sozialen Arbeit oft zum Scheitern verurteilt. Im Beitrag wird deswegen zunächst ein Blick auf die Entstehung des modernen Verständnisses von Daten geworfen, um nachvollziehen zu können, wie es zu einem solch ambivalenten bzw. ideologischen Blick in Bezug auf Daten kam und wie sich dieser auswirkt. Darauf aufbauend wird am Beispiel eines Datenprojekts in der Berliner Jugendhilfe aufgezeigt, wie Daten soziale Realität nicht nur abbilden, sondern auch (re)konstruieren. Es wird argumentiert, dass eine ideologiekritische Data Literacy erforderlich ist, um datenverarbeitende Technologien nicht nur zu nutzen,In der Sozialen Arbeit – hier fokussiert auf den Bereich der Jugendhilfe – scheint der Umgang mit Daten oder datenverarbeitenden Technologien ambivalent. Je nach Perspektive werden sie entweder als notwendige Anpassung an gesellschaftliche Digitalisierungsprozesse oder als Bedrohung der sozialarbeiterischen Profession wahrgenommen. Beide Perspektiven eint ein ideologischer Blick auf Daten, der Digitalisierungsprojekte in Bereichen der Sozialen Arbeit oft zum Scheitern verurteilt. Im Beitrag wird deswegen zunächst ein Blick auf die Entstehung des modernen Verständnisses von Daten geworfen, um nachvollziehen zu können, wie es zu einem solch ambivalenten bzw. ideologischen Blick in Bezug auf Daten kam und wie sich dieser auswirkt. Darauf aufbauend wird am Beispiel eines Datenprojekts in der Berliner Jugendhilfe aufgezeigt, wie Daten soziale Realität nicht nur abbilden, sondern auch (re)konstruieren. Es wird argumentiert, dass eine ideologiekritische Data Literacy erforderlich ist, um datenverarbeitende Technologien nicht nur zu nutzen, sondern auch in ihren Bedingungen, Implikationen und möglichen Alternativen zu durchdringen.zeige mehrzeige weniger

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Verfasserangaben:Bernhard KohlORCID
DOI:https://doi.org/10.21240/dimesoz/2025/2/48
ISSN:2813-9488
ISSN:2813-947X
Titel des übergeordneten Werkes (Deutsch):DiMe-Sozial : Fachzeitschrift für soziale Arbeit, Medien und Digitaltisierung
Untertitel (Deutsch):Eine ideologiekritische Betrachtung eines Datenprojekts in der Jugendhilfe
Verlagsort:Zürich
Dokumentart:Wissenschaftlicher Artikel
Sprache:Deutsch
Jahr der Erstveröffentlichung:2025
Veröffentlichende Institution:Fachhochschule Potsdam
Urhebende Körperschaft:OAPublishing Collective Genossenschaft
Datum der Freischaltung:11.03.2026
GND-Schlagwort:Datenkompetenz; Digitalisierung; Ideologiekritik; Jugendhilfe
Jahrgang:1
Ausgabe / Heft:2
Erste Seite:23
Letzte Seite:39
Fachbereiche und Zentrale Einrichtungen:FB1 Sozial- und Bildungswissenschaften
DDC-Klassifikation:000 Informatik, Informationswissenschaft, allgemeine Werke / 000 Informatik, Wissen, Systeme
300 Sozialwissenschaften / 360 Soziale Probleme, Sozialdienste
Open Access:Diamond Open Access
Lizenz (Deutsch): Creative Commons - CC BY - Namensnennung 4.0 International
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