TY - RPRT A1 - Roessler, Isabel A1 - Hachmeister, Cort-Denis A1 - Ulrich, Saskia A1 - Awad, Laura A1 - Michel, Antje A1 - Michelini, Gabriela A1 - Nölting, Benjamin T1 - Wer forscht mit wem? Analyse der vom Bund geförderten Projektkooperationen an Hochschulen N2 - Die Analyse untersucht die Beteiligung von Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und Universitäten an vom Bund geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Grundlage sind über 26.000 Einträge von Projekten mit Hochschulbeteiligung, beziehungsweise über 76.000 Förderfälle aus dem Förderkatalog des Bundes seit 2015. HAW sind an rund einem Viertel der Einzel- und Verbundvorhaben beteiligt, Universitäten dominieren die Vorhaben jedoch deutlich. Das schlägt sich auch darin nieder, dass HAW nur etwa 7 %, Universitäten und Wirtschaft dagegen jeweils rund ein Drittel der beteiligten Akteure stellen und somit stärker im Feld vertreten sind. Hervorzuheben ist der hohe Anteil transsektoraler Projekte also Kooperationen von Hochschulen mit außerwissenschaftlichen Partnern. Sie machen 68 % aller Verbundvorhaben aus, Bei HAW liegt dieser Anteil sogar bei 74 %, bei Universitäten bei 67 %. Die größten absoluten Zahlen an Projektbeteiligungen von Hochschulen stammen aus Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Relativ zur Größe der Hochschulsysteme schneiden jedoch kleinere oder ostdeutsche Länder wie Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz besonders gut ab. Dort erreichen insbesondere HAW überdurchschnittlich hohe Beteiligungsquoten, teils mehr als 100 transsektorale Vorhaben pro 1.000 Wissenschaftler*innen. Im Durchschnitt erhalten Universitäten in Einzelvorhaben (579 Tsd. €) und Verbundvorhaben (570 Tsd. €) höhere Mittel als HAW (452 Tsd. € bzw. 504 Tsd. €). Dennoch ist der Abstand nicht groß, sodass HAW in ihren Vorhaben durchaus erhebliche Summen einwerben. Pro Kopf erzielen HAW in mehreren Bundesländern sogar höhere Förderwerte als Universitäten. Besonders hohe Pro-Kopf-Förderungen erreichen ostdeutsche Länder und das Saarland, während Flächenländer wie NRW oder Hessen deutlich niedriger liegen. Die Analyse der geförderten Projekte wird durch eine Analyse des Netzwerks der geförderten Akteure (Netzwerkanalyse) erweitert. Dabei wurde untersucht, welcher Akteure in einem gemeinsamen Projekt zusammengearbeitet haben und welche Hochschule welche Rolle(n) im Netzwerk einnimmt. Das Kooperationsnetzwerk umfasst fast 14.000 Akteure und ist stark vernetzt: Im Schnitt sind Einrichtungen über weniger als drei Zwischenschritte miteinander verbunden. Es lassen sich 21 Cluster von Akteuren identifizieren, meist mit regionaler Prägung. Die dominanten „Hubs“, also Akteure mit einer hohen Zahl direkter Kontakte zu anderen Akteuren sind große Technische Universitäten (z. B. RWTH Aachen, TU Dresden, TU München). Diese Akteure nehmen häufig zugleich auch eine Position als so genannte Makler ein, was bedeutet, dass über sie die kürzeste Verbindung zwischen zwei anderen Akteuren besteht. HAW sind in dieser Hinsicht deutlich schwächer eingebunden: Die bestvernetzten HAW (z. B. HAW Hamburg, OTH Regensburg) erreichen weniger als 300 direkte Verbindungen und damit nur einen Bruchteil der Verbindungen, über die die großen Technischen Universitäten verfügen. Werden jedoch die Verbindungen in Relation zur Anzahl des hauptamtlichen wissenschaftlichen Personals betrachtet, liegen HAW und Universitäten gleichauf. KW - Forschungskooperation KW - Hochschule Y1 - 2025 UR - https://opus4.kobv.de/opus4-fhpotsdam/frontdoor/index/index/docId/3871 UR - https://www.che.de/download/wer-forscht-mit-wem/ SN - 978-3-911128-27-8 SN - 1862-7188 CY - Gütersloh ER -