TY - RPRT A1 - Euler, Ellen A1 - Falkenburg, Philipp T1 - Forschungsbewertung in der Rechtswissenschaft N2 - Die zunehmende Orientierung der Forschungsbewertung an quantitativen Metriken erzeugt grundlegende Verzerrungen im Wissenschaftssystem. Während viele Disziplinen bereits stark von dieser Logik geprägt sind, ist die Rechtswissenschaft bislang nur begrenzt davon erfasst. Gerade daraus ergibt sich jedoch ein strategischer Vorteil: Die Rechtswissenschaft steht noch an einem Punkt, an dem sie die Einführung quantitativer Bewertungslogiken und die dafür nötigen Publikationsinfrastrukturen so gestalten kann, dass sie den epistemischen Anforderungen der Disziplin entspricht und zugleich eine belastbare Grundlage für Forschungsbewertung schafft. Sichtbarkeit und Auffindbarkeit rechtswissenschaftlicher Arbeiten lassen sich verbessern, ohne Bewertung auf quantitative Kennzahlen zu reduzieren. Der Beitrag entwickelt deshalb die These, dass die Disziplin nicht versuchen sollte, metrische Bewertungsverfahren zu adaptieren, sondern durch Infrastrukturinnovation Alternativen schaffen sollte. Auf dieser Grundlage skizziert der Beitrag die Perspektive auf eine wissenschaftsadäquate Publikationsinfrastruktur, die disziplinspezifische Anforderungen der Rechtswissenschaft berücksichtigt und zugleich Ausgangspunkt einer verantwortungsvoll gestalteten Forschungsbewertung sein kann. KW - Forschungsförderung KW - Open Access KW - Rechtswissenschaft KW - Veröffentlichung Y1 - 2026 UR - https://opus4.kobv.de/opus4-fhpotsdam/frontdoor/index/index/docId/3834 ER -