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Auf Grundlage der Wahrscheinlichkeitstheorie werden in dieser Arbeit zuverlässigkeitstheoretische Untersuchungen von schlanken bi-axial beanspruchten Stahlbetonstützen durchgeführt. Die Wahrscheinlichkeitstheorie beschreibt und analysiert dabei Situationen, bei denen Zufall und insbesondere Unsicherheiten vorhanden sind. Die Untersuchungen des Zuverlässigkeitsproblems erfordern die Entwicklung und Implementierung eines komplexen probabilistischen Modells. Neben der deterministischen strukturmechanischen Grundlösung erfolgt zur Berechnung der Versagenswahrscheinlichkeit die Erfassung von Unsicherheiten in einem stochastischen Modell. Als strukturmechanische Grundlösung wird ein deterministisches Berechnungsmodell auf Basis der Finiten Elemente Methode entwickelt. Das dafür genutzte Bernoulli-Navier-Balkenelement erlaubt die geometrisch und physikalisch nichtlineare Auswertung der notwendigen impliziten Grenzzustandsfunktion. Die Brauchbarkeit des numerischen Modells zur Abbildung des Tragverhaltens wird im Zuge der Validierung und der Bestimmung der Modellunsicherheiten bestätigt. Ergänzend werden Vergleichsstudien anhand von ausgewählten Experimenten durchgeführt. Aufgrund komplexer Grenzzustandsfunktionen kommen Monte Carlo Methoden zur Anwendung. Dabei ist es wegen der geringen Zielwahrscheinlichkeit im Bauwesen von ca. 10−6 notwendig, die Varianz der Schätzfunktion zu vermindern, um den numerischen Aufwand auf ein effizientes Maß zu reduzieren. Im Rahmen dieser Arbeit wird dazu die Quasi-Monte Carlo Methode auf strukturmechanische Fragestellungen adaptiert. Es werden im Unterschied zur klassischen Monte Carlo Simulation quasi-Zufallszahlen aus mathematischen Folgen kleiner Diskrepanz generiert. Für stochastische Zustandsgrößen und Verteilungsfunktionen werden wichtige Parameter zur Beschreibung von Material-, Geometrie- und Lastgrößen bereitgestellt. Auf Basis des entwickelten probabilistischen Modells werden systematische Untersuchungen von schlanken Stahlbetonstützen vorgestellt. Dabei werden das Sicherheitskonzept des Eurocode 2 sowie das Sicherheitsniveau des Modellstützenverfahrens nach Model Code 1990 genauer untersucht. Neben der Berechnung des Zuverlässigkeitsniveaus wird der Einfluss einzelner Parameter im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse bestimmt.
Diese Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen von Lohnunterschieden auf die Arbeitszufriedenheit und die Motivation eines Individuums. Im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des Entgelttransparenzgesetzes (EntgTranspG) in Deutschland im Juli 2018, weist das Thema der Arbeit eine ausgesprochen hohe Aktualität auf. Das neue Gesetz soll vor allem zur Gleichbehandlung von Mann und Frau beitragen. Doch ist Lohntransparenz als uneingeschränkt positiv für die Arbeitnehmer anzusehen? Welche Folgen resultieren für Arbeitgeber und -nehmer, wenn Lohnungleichheit offenbart wird? Die vorliegende Arbeit gibt auf diese Fragen Antworten, indem sie wichtige Erkenntnisse anderer Autoren zusammenfasst. Der Fokus liegt hierbei auf der Verteilungsgerechtigkeit und der sogenannten „Equity-Theorie“. Bei einer ungleichen Bezahlung zwischen Kollegen handelt es sich um eine horizontale Lohnspreizung. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass hierbei ein asymmetrischer Effekt zwischen einer Über- und einer Unterbezahlung auftritt: die überbezahlte Person ist kaum bis überhaupt nicht zufriedener, die unterbezahlte Person hingegen deutlich unzufriedener. Die Folgen, die damit einhergehen, werden in der Arbeit näher erläutert.
Der vorliegende Jahresforschungsbericht gibt Auskunft über die Forschungsleistungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus in den Jahren 2008 und 2009. Sie finden hier die Drittmittelprojekte (Teil 1), Publikationen (Teil 2) sowie die 2008/2009 abgeschlossenen Promotionen bzw. Habilitationen (Teil 3) der BTU jeweils untergliedert nach Fakultäten. (Korrigierte Fassung)
This dissertation explores decision-making under risk through a comprehensive economic analysis. It aims to deepen our understanding of how individuals make choices when faced with uncertainty and risk, integrating various theoretical models and empirical findings. The thesis begins by surveying established models in the literature from economics, psychology and biology, highlighting their strengths and limitations. Subsequently, possible challenges and avenues forward are presented.
To highlight the limitations of a constant risk preference assumption, an experiment was carefully designed for the second paper. This study compares these models in an online experiment, emulating real-world investment decisions. The findings reveal significant deviations from traditional theories, suggesting the need for more flexible and encompassing frameworks. A change in individual decision-making behavior is observed between different rounds of the experiment, not only indicating a variable risk preference, but an adaptive decision-making process altogether.
To explore this on a theoretical level, this dissertation subsequently delves into the evolutionary dynamics of risk preferences, examining how different behavioral models survive and thrive in competitive environments. The results indicate that models which allow for adaptive risk preferences have an evolutionary advantage over those that do not. This questions the current empiric approach in search for a single risk preference parameter to explain and predict individual behavior. An observed change in the decision making process could be modelled with the assumption of bounded rationality, offering a more accurate depiction of human behavior.
Overall, this dissertation contributes to the field of behavioral economics by providing a nuanced understanding of decision-making under risk, surveying a wide array of models, criteria to evaluate them, and offering practical implications for policy-making and risk management. The work underscores the importance of integrating empirical evidence with theoretical advancements to better comprehend and predict behavior in uncertain environments.
Die öffentliche Rechenschaftslegung über die an der Universität geleistete wissenschaftliche Arbeit dient in erster Linie dem Ziel, Interessenten aus Wissenschaft und Wirtschaft, Gesellschaft und Politik Informations- und Orientierungshilfe zu geben, Kooperationsmöglichkeiten aufzuzeigen und letztendlich damit den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis zu beschleunigen.
