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Pflegende machen als Berufsgruppe etwa 59 % des Gesundheitswesens aus und sind daher für die Gesundheitsversorgung unverzichtbar. Jedoch wird der bestehende Mangel an Pflegenden durch den Berufsausstieg aufgrund von Elternzeit weiter verschärft, da viele nicht in den Beruf zurückkehren. Physische und psychische Belastungen sowie der Bedarf an flexibler Kinderbetreuung stellen erhebliche Hürden für die Berufsrückkehr dar. Um die Rückkehr im Hinblick auf Vereinbarkeit, Familie und Beruf zu ermöglichen, müssen konkrete Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen. Bislang gibt es international keine Übersichtsarbeiten, die sich konkret den Unterstützungsangeboten in dieser Lebenslage widmen. Das Scoping Review zielt darauf ab, die herausfordernde Situation der Berufsrückkehr Pflegender in die Akutpflege aus der Elternzeit zu beleuchten und Unterstützungsangebote zu identifizieren, welche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei der Berufstätigkeit ermöglichen. Im Mai 2024 erfolgte eine systematische Literaturrecherche in vier Datenbanken und eine ergänzende Recherche in Google Scholar, dem Bibliothekskatalog der Brandenburgischen Technischen Universität und Referenzlisten der Publikationen. Von insgesamt 49 Publikationen schloss die Autorin, mittels Screening-Verfahren und zuvor festgelegter Ein- und Ausschlusskriterien sowie Limits, neun Publikationen ein. Eine Bewertung der methodischen Qualität erfolgte nicht. Die Ergebnisse wurden zur Wahrung der Objektivität zusätzlich von einer Expertin kritisch bewertet. Durch die Ergebnisanalyse wurden fünf Hauptkomponenten identifiziert: individuelle Arbeitszeitmodelle und verlässlicher Dienstplan, Kontakthaltemaßnahmen zwischen Unternehmen und Berufsrückkehrer*innen, Rückkehrprogramme mit Fort- und Weiterbildungen, die Absicherung der Kinderbetreuung und interne soziale sowie externe Netzwerke. Das Scoping Review gibt eine erste Übersicht über Unterstützungsangebote für Pflegende im Zuge der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Berufsrückkehr in die Akutpflege nach der Elternzeit. Pflegenden stehen Unterstützungsangebote zur Verfügung, die auf Politik- und Unternehmensebene individuell angewandt und weiter ausgebaut werden müssen. Eine transparente Kommunikation der Angebote wird als Grundbaustein für den Berufsverbleib von Pflegenden gesehen. Zukünftige Forschung muss international agieren und emotionale Belastungen vertiefend untersuchen, um weitere adaptierte Unterstützungsangebote zu identifizieren.
Die Masterarbeit untersucht das pflegewissenschaftliche und pflegedidaktische Anleitungshandeln sowie die habitualisierten Praktiken von Lehrenden in der Praxis in der pflegeberuflichen Ausbildung. Verglichen werden akademische und berufsbildende Lehrende in der Praxis aus den pflegerischen Settings: akutstationär, stationäre Langzeitpflege und ambulante Pflege. Ziel ist es, empirische Erkenntnisse über die Gestaltung der Praxislehre und über das Selbstverständnis zu gewinnen sowie Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Mittels qualitativer Sozialforschung wurden 14 leitfadengestützte Expertinnen- und Experteninterviews mit Lehrenden in der Pflegepraxis nach der Grounded-Theory-Methodologie durchgeführt und ausgewertet. Die Datenanalyse erfolgte durch offenes, axiales und selektives Kodieren inklusive der Anwendung des mentalen Felds als Forschungstool. Die Ergebnisse zeigen, dass die habitualisierten Praktiken im Anleitungshandeln von Lehrenden in der Praxis kontrastierende pflegewissenschaftliche und pflegepädagogische Begründungsmuster aufweisen. Ihr Berufsverständnis, ihre Kompetenzbildung und Wissensbedarfe beeinflussen maßgeblich die Gestaltung der Praxislehre. Anhand von Fallrekonstruktionen werden unterschiedliche Anleitungsprofile herausgearbeitet.
Die Forschungsarbeit begründet empirisch die Notwendigkeit einer stärkeren Professionalisierung der Lehrenden in der Pflegepraxis. Empfehlungen zur hochschulischen Qualifizierung unter Einbindung der berufsbildenden Lehrenden werden abgeleitet.
Studien zeigen, dass Auszubildende in der Pflege aufgrund von Theorie-Praxis-Differenzen, hoher Belastung und mangelnder Wertschätzung häufig Abbruchgedanken haben. Unzufriedenheit, fehlende Unterstützung und mangelnde Teamintegration fördern Abbrüche, doch viele bleiben trotz Unzufriedenheit im gewählten Versorgungsbereich. Eine differenzierte Betrachtung der Erfahrungen in verschiedenen Versorgungsbereichen ist notwendig, um Abbrüche und Berufswahl zu verstehen.
Die Studie untersucht Einflussfaktoren bei der Wahl des Versorgungsbereichs, prägende Erlebnisse in der Ausbildung, Gravitations- und Abstoß-Faktor sowie Wünsche der Auszubildenden an die praktische Ausbildung, um diese zu verbessern. Methode: Im Januar 2025 wurden mit zehn Auszubildenden der generalistischen Pflegeausbildung leitfadengestützte Interviews geführt, transkribiert, anonymisiert und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz mit MAXQDA ausgewertet. Die Wahl des Versorgungsbereichs erfolgt oft nicht informiert, sondern durch externe Impulse. Prägende Praxiserfahrungen beeinflussen die Berufswahl, Abbruchgedanken treten häufig auf, insbesondere durch hohe Anforderungen. Dennoch bleiben viele Auszubildende mangels Alternativen. Sie wünschen sich lernförderliche Möglichkeiten und eine bessere Teamintegration. Die Analyse war methodisch sorgfältig, jedoch durch ein homogenes Sample und mögliche Verzerrungen begrenzt. Eine offene Kategorisierung ermöglichte tiefgehende Interpretationen, birgt aber Bias-Risiken. Teamreflexion und Literatur stärkten die Auswertungsqualität. Zukünftige Studien sollten Perspektiven aus ambulanten, pädiatrischen und psychiatrischen Bereichen einbeziehen, um ein Beratungsinstrument zu entwickeln. Die Haltung von Pflegefachkräften und eine lernförderliche Atmosphäre sollten erforscht werden, um die Ausbildungsqualität zu steigern und zukünftige Pflegekräfte zu fördern.
