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Der hebis-Verbund hat sich Mitte 2021 für die Migration auf das Open-Source-System FOLIO entschieden und leitete damit auch eine übergreifende Reform der Zusammenarbeit und der Neuausrichtung der Handlungsfelder im Verbund ein. In diesem Vortrag werden der Prozess der Entscheidungsfindung im Verbund beleuchtet, die ersten Schritte auf dem Weg zur Migration aufgezeigt und erste Antworten auf strategische und operative Fragen vorgestellt.
Der hebis-Verbund hat im Sommer 2021 die Einführung der Software FOLIO zur Ablösung seiner lokalen Bibliotheksmanagementsysteme beschlossen. In unserem Vortrag berichten wir zum bisherigen Ablauf und aktuellen Stand des Migrationsprojektes sowie zu seiner Organisation. Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf die Chancen und Herausforderungen eines verbundweiten Großprojektes, das in seiner Planung und Umsetzung lokale und zentrale Anforderungen, technische und organisatorische Aspekte verbindet und überdies ausgeprägte Strukturen für Kommunikation und den Transfer von Know-how erfordert.
The Future of Libraries is Open: Seit 2016 werden die Entwicklung und Implementierung des Open Source Library Service Platform (LSP) FOLIO in den deutschen Verbünden und Institutionen verfolgt. Inzwischen sind neben hbz und GBV auch BSZ, BVB und hebis sowie 12 Einzelinstitutionen Entwicklungspartner Mitglied in der internationalen FOLIO-Community.
Die kontinuierliche Ausweitung der Zusammenarbeit in den deutschen FOLIO-Projekten prägen in ihrer Unterschiedlichkeit und ihren Gemeinsamkeiten in Zielsetzung, Timeline, Finanzierung und Organisationsstruktur eine neue Form und Kultur der verbundübergreifenden Kooperation im nationalen und internationalen Kontext. Die Implementierung und der Betrieb von FOLIO LSP kann Modell für weitere verbundübergreifende Kooperationen heutiger und künftiger Bibliotheksservices sein. Wir diskutieren mit den FOLIO-Projektleitungen der fünf Verbundzentralen (Paul Kloppenborg (BSZ), Edwin Pretz (BVB), Kirstin Kemner-Heek (VZG), Maike Osters (hbz), Uwe Risch (hebis)) über ihre Motivation, Ausgangslage, Ziele und Vorgehensweisen. Dabei sollen Möglichkeiten der gemeinsamen, nachhaltigen Entwicklung und die Übernahme von Verantwortung als non-profit Serviceprovider in der Community beleuchtet werden.
Die Vorarlberger Landesbibliothek besitzt umfangreiche Sammlungen digitaler und zu digitalisierender Objekte im Rahmen ihres statutarischen Auftrags der Bewahrung des kulturellen Erbes der Region.
Seit 2014 läuft das Pilotprojekt zum VOrarlberger LAndesREpositorium „VOLARE“: Im Zusammenspiel von ALEPH (Exlibris) und PHAIDRA (Universität Wien) werden über standardisierte Schnittstellen Metadaten und digitale Objekte im Bulkupload geladen, verknüpft und dauerhaft gespeichert.
Die Recherche erfolgt über AQUABROWSER (ProQuest), die Wiedergabe der digitalen Objekte wird je nach Nutzergruppe über einen eigenen medienabhängigen Wiedergabe-Layer gesteuert.
Das Pilotprojekt umfasst alle Aspekte der Verarbeitung und des Managements digitaler Objekte von den technischen Anforderungen für eine objektgerechte Digitalisierung über die Spezifikationen diverser Metadaten, der Präsentation der Objekte bis zur sammlungsspezifischen rechtlichen Abklärung.
Das DFG-Projekt Cloudbasierte Infrastruktur für Bibliotheksdaten greift die Empfehlungen des Wissenschaftsrates von 2011 zur Zukunft des bibliothekarischen Verbundsystems in Deutschland auf. Es schafft notwendige Voraussetzungen dafür, dass bewährte Verbund- und Lokalsystemfunktionalitäten auch in der internationalen Umgebung der neuen cloudbasierten Bibliothekssysteme genutzt werden können. Die Kernaufgaben von Bibliotheken etwa im Bereich der Katalogisierung, Erwerbung und Ausleihe sollen durch die neuen Systeme effizienter unterstützt werden. Das CIB-Projekt konzipiert die zu entwickelnden Verfahren exemplarisch und in enger Zusammenarbeit mit den Systemanbietern OCLC und ExLibris. Die Übertragbarkeit der gefundenen Lösungen auf weitere Systemanbietern ist ein wichtiges Projektziel. Die Daten aller deutschen Bibliotheken sollen zukünftig in einem einheitlichen deutschen Datenraum verfügbar sein, der durch Synchronisation der beteiligten Katalogisierungsplattformen entsteht. Der Vortrag stellt das Projekt CIB vor und zieht eine Zwischenbilanz. (Session: Auf dem Weg in die Cloud; Raum: Brüssel 1; 27. Mai 2015: 13:30 Uhr - 15:00 Uhr)
Das DFG-Projekt Cloudbasierte Infrastruktur für Bibliotheksdaten greift die Empfehlungen des Wissenschaftsrates von 2011 zur Zukunft des bibliothekarischen Verbundsystems in Deutschland auf. In enger Zusammenarbeit mit den Systemanbietern OCLC und Ex Libris entwickelt das Projekt Verfahren zur effizienteren Unterstützung der bibliothekarischen Kernaufgaben im Bereich Katalogisierung, Erwerbung und Ausleihe. Die neu aufzubauende Infrastruktur überwindet dabei die bisher regional ausgerichtete Arbeit der Verbundsysteme und eröffnet Möglichkeiten eines funktional orientierten Zusammenwirkens der Verbünde. Die Integration wichtiger deutscher Katalogisierungsressourcen in die cloudbasierten Plattformen, die Entwicklung gemeinsamer Metadatenformate aber auch die Lösung datenschutzrechtlicher Probleme beim Aufbau einer cloudbasierten Infrastruktur sind Meilensteine des Projektes. Grundlegend ist der Aufbau eines einheitlichen deutschen Datenraums zur Absicherung einer auch zukünftig funktionsfähigen kooperativen Katalogisierung der deutschen Bibliotheken. Der Vortrag beschreibt Sachstand und Perspektiven des Projektes im Kontext einer Neuausrichtung der bibliothekarischen Informationsinfrastruktur in Deutschland.
Offen und vernetzt präsentieren sich die Berliner und Brandenburger Bibliotheken den Tagungsgästen. Durch Arbeitsgruppen, Facharbeitskreise und Berufsverbände sind Bibliotheken und Bibliotheksbeschäftigte der Region im steten Austausch. Im Berliner Abgeordnetenhaus berichteten die zuständigen Politiker zu Beginn 2018 von circa 800 Bibliotheken der unterschiedlichsten Größen, inhaltlichen Ausrichtung, Trägerschaft und Organisationsstruktur in beiden Ländern. Seit 20 Jahren werden in vielen von ihnen »unsere« FaMIs ausgebildet.
MINT – was bedeutet das schon? Viele haben von dem Initialwort noch nicht einmal gehört. Und doch ist es in aller Munde. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – die jungen MINTler würden wohl einfach von Erkunden, Entdecken, Experimentieren sprechen, eigentlich von dem, was sie tagtäglich tun. Warum also bei den Begrifflichkeiten verweilen, wenn man es doch schon längst in die Tat umsetzen könnte. Denn MINT steckt nahezu in allem. Diesen kindlichen Blickwinkel einzunehmen markiert den Beginn eines Projektes, das in den Leipziger Städtischen Bibliotheken 2018 seinen Lauf nahm.
Biparcours am Berufskolleg
(2016)
Die BIPARCOURS-App ist ein neues Angebot von Bildungspartner NRW an schulische und außerschulische Lernorte. Schulen und Institutionen können mit diesem Lernwerkzeug Quizanwendungen, Themenrallyes, Führungen und Stadt- und Naturrundgänge zu vielfältigen Fragestellungen und Themen erstellen. Die App lässt sich einfach mit unterschiedlichen Inhalten, Such- und Antwort- Varianten gestalten. Sie eignet sich auch sehr gut für Einführungen in die Bibliotheksbenutzung auf Basis von Smartphones und Tablets. Im Rahmen einer Projekt-Arbeit im nebenberuflichen Master-Studium Medienpädagogik ist so eine App-Rallye zur Einführung in die Benutzung der Mediothek des Berufskollegs Bonn-Duisdorf entstanden und auch bereits mit vielen unterschiedlichen Klassen in der Praxis getestet worden. (Schul-)Bibliotheken sollten zur Informationskompetenz-Erweiterung von Schülern beitragen. Das beginnt damit, dass sich alle Schüler mit den Angeboten der (Schul-)Bibliothek und dem Personal vertraut machen. Das ist die Basis, auf der dann alles Weitere aufbauen kann. Selbstentdeckende Angebote mit Medieneinsatz eignen sich besonders gut für den Abbau von Hemmschwellen und können zudem bei guter Vorbereitung das Personal entlasten. Der Vortrag beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Was ist das Potenzial von unterrichtlichen Bibliotheks-Angeboten mit Apps und Co? Welche theoretischen Vorüberlegungen sind für ein solches Medienprojekt wichtig? Wie funktionieren die Erstellung und Nutzung der Biparcours-App in der Praxis?
»Books for Future!« Yeah! Wenn es eine internationale Kinder-Demo mit diesem Slogan gäbe, würde ich mich sofort anschließen und bunte Luftballons fliegen lassen mit dem Aufdruck »Lest! Und eure Fantasie kriegt Flügel!« oder »Lesen heißt frei sein und Gedanken schweben lassen!« oder »Lest und werdet Weltentdecker!« Ich möchte die Bücher-Greta sein, denn ich bin sicher, dass ein Nachlassen der Lesekompetenz in Zukunft »Klimaschäden« in den Köpfen unserer Kinder verursacht.
Der Künstler und Kunstprofessor Feng Lu wurde 1979 in Harbin in der nördlichsten Provinz Heilongjiang der Volksrepublik China geboren, die in diesem Jahr 70 Jahre alt wurde. Nach einem Studium der Malerei zog er nach Deutschland und studierte in Mainz sowie in Berlin Bildhauerei und war Meisterschüler bei Wolfgang Petrick an der Universität der Künste Berlin. Seine Skulpturen entstehen, indem er Tonmodelle erstellt. Aus diesen Positiven werden mit Silikonkautschuk Negative geformt, die mit Epoxidharz ausgegossen werden. Die dadurch entstehenden Positive werden dann von Feng mit Ölfarbe bemalt. Sein Oeuvre lässt sich als skulpturelles Werk beschreiben, das sich vor allem dem Thema »Gesellschaft« widmet. Feng lehrt als Professor am Sichuan Fine Arts Institute. Für sein künstlerisches Schaffen betreibt Feng zwei Ateliers, eines auf dem Land in Brandenburg und eines in der Stadt Chongqing. Zuletzt hatte er eine Ausstellung in der »Biblioteca Nazionale Marciana« in Venedig. Derzeit ist eine von ihm kuratierte Ausstellung mit
Künstlern aus Chongqing im Kunsthaus Taunusstein zu sehen.
Ganz am Ende des zweiten Kongresstages des Internationalen Fahrbibliothekskongresses gab es diesen einen, fast magischen Moment auf der Goseriede, einem großen Platz in Hannovers Innenstadt. Dort standen bis gerade eben noch 27 Büchereifahrzeuge, die sowohl die Kongressteilnehmer/-innen als auch die interessierte Bevölkerung von 13 bis 20 Uhr besichtigen konnten. Nur 20 Minuten später verließ bereits der letzte Bus mit einem freudigen Hupen den Platz, wie die anderen vor ihm auch, und machte sich mit seiner Mannschaft auf den Weg zum Heimatstandort.
Die fachlichen und sozialen Anforderungen an AbsolventInnen der Bibliotheks- und Informationswissenschaft befinden sich im stetigen Wandel. Neben den klassischen Tätigkeitsfeldern sind es unter andrem umfassende IT-Kenntnisse, Datenmanagement und die anspruchsvolle Vermittlung von Informationskompetenz, die immer häufiger von Berufseinsteigern erwartet werden. Für die Ausbildungseinrichtungen gilt es, die Herausforderungen und neue Perspektiven in der Ausbildung aufzuzeigen und somit den Studierenden einen optimalen Einstieg in die Berufswelt zu ermöglichen. Gleichzeitig liegt es in der Verantwortung der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die wachsenden Anforderungen und Kompetenzen auch entsprechend zu honorieren und Anreize für eine lebenslange Qualifizierung zu bieten.
Die Stadtbibliothek Neuss hat sich in den vergangenen Jahren überregional einen exzellenten Ruf in der Projektleitung des »Literarischen Sommers/Literaire Zomer« aufgebaut (deutsch-niederländisches Literaturfestival) und auch »Neuss liest …« ist ein seit Jahren etabliertes Format in der Stadt. Doch die Stadtbibliothek ist nicht nur literarisch ausgerichtet; als Gründungsmitglied des Qualitätsmanagement-Verbundes Öffentlicher Bibliotheken in NRW ist sie bereits seit 2006 in der jeweils gültigen Fassung der ISO 9001 zertifiziert. Ein Leitungswechsel im Sommer des vergangenen Jahres war Auslöser eines Strategieprozesses, dessen erster Baustein nun abgeschlossen ist.
Zukunft schaffen : wie die Stadtbücherei Tübingen über das Ehrenamt in Leseförderung investiert
(2018)
Will man noch Ergebnisse aus den PISA-Studien hören? Oder hat die «IGLU-Studie« uns endgültig aufgezeigt, wie schlecht es um basale Kulturtechniken wie Lese- und Schreibkompetenz von SchülerInnen in Deutschland bestellt ist? Greift die »30 Millionen Wörter Lücke« immer mehr um sich? Und wie schmal muss der Bildungstrichter für unser Bildungswesen noch werden?