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VIVO, ein auf Linked-Data-Technologien basierendes Open-Source-Forschungsinformationssystem aus den USA, gewinnt zunehmend an Verbreitung in Europa. Um den Bekanntheitsgrad von VIVO im deutschsprachigen, bibliothekarischen Raum zu erhöhen, werden VIVO und die am Open Science Lab (OSL) der Technischen Informationsbibliothek (TIB) entwickelten Zusatzfeatures - wie zum Beispiel die Integration des Kerndatensatzes Forschung in VIVO - im Rahmen eines Hands-On-Labs dem Publikum vorgestellt. Unter Anleitung des OSL-Teams können die Teilnehmer der Session sich mit dem System praktisch auseinandersetzten sowie bestimmte Grundfunktionen und Features des Systems erproben. VIVO wird dazu im Vorfeld in einer Virtual Machine distribuiert und mit beispielhaften Stammdaten befüllt.
Forschungsinformationssysteme (FIS) verschiedener Art gewinnen derzeit zunehmend an Bedeutung, international und auch in Deutschland. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Mitarbeitern in diesem Feld. Auch und gerade für Bibliothekarinnen und Bibliothekare, für Informationsmanagerinnen und Informationsmanager entstehen hier neue Aufgabenfelder: Nicht nur das Management von forschungsbezogenen Informationen und Daten wie Publikationen, Projekte oder Personen, sondern auch die Konzeption, Administration und Weiterentwicklung der Systeme sowie die organisationsinterne und -externe Community-Arbeit gehören zu den Herausforderungen, vor die Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in diesem Sektor gestellt werden.
Die Bewältigung dieser Aufgaben im Bereich Forschungsinformationen verlangt zahlreiche Kompetenzen und Kenntnisse in Bezug auf Management, Daten und die verwendeten Werkzeuge und Systeme. Um den aktuellen und zukünftigen Anforderungen und Bedarfen gerecht zu werden, wird eine entsprechende Anpassung klassischer bibliotheks- und informationswissenschaftlicher Curricula vorgeschlagen, beispielsweise durch einen entsprechend konzipierten Masterstudiengang. Das Poster beschreibt zunächst die aktuellen Bedarfe der bibliothekarischen und informationswissenschaftlichen Nachwuchsausbildung. Es beleuchtet deren Randbedingungen und enthält als Vorschlag Inhalte für das Curriculum der entsprechenden Bachelor- und Masterstudiengänge. Mit dem Poster möchten wir zur Diskussion auffordern und den Ideenaustausch zur weiteren Ausgestaltung der situationsgerechten informationswissenschaftlichen Ausbildung anregen.
Obwohl auch kleinere Sammlungen - z. B. Graphiken, Karten oder andere Rarabestände - große historische Bedeutung haben können, fristen sie oftmals ein Dasein im Verborgenen; meist, weil es an technischen Ressourcen, Personal oder Fachwissen für die Erschließung fehlt. Die Verwendung offener Standards und Open-Source-Software bietet eine Chance, diese Bestände ans Tageslicht zu bringen. In diesem Vortrag möchten wir einen Überblick über die Schritte geben, die unternommen wurden, um die Sammlung für Fachleute und die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Material sollte nicht nur veröffentlicht, sondern auch die beschreibenden Metadaten nach den FAIR-Prinzipien verarbeitet werden. Ein zentraler Aspekt war dabei die Offenheit der verwendeten Software, Standards und Lizenzen; Software und Ontologie wurden unter freier Lizenz veröffentlicht und stehen zur Nachnutzung zur Verfügung.
Die Sammlung Albrecht Haupt umfasst europäische Zeichnungen, Druckgraphiken und Monographien des 16.-19. Jhs. Ihr Besitzer A. Haupt (1852-1932) überließ sie im Jahr 1901 der Bibliothek der Technischen Hochschule Hannover, der Vorgängerin der Technischen Informationsbibliothek (TIB). Im von der DFG geförderten GESAH-Projekt wurde die Sammlung digitalisiert, erschlossen und 2023 auf https://sah.tib.eu veröffentlicht. Die offene Software und Linked-Data-Anwendung Vitro wurde als Erschließungsumgebung eingesetzt. Die von uns entwickelte GESAH Graphic Arts Ontology erlaubte Kunsthistoriker:innen, die Sammlungsobjekte in Übereinstimmung mit Linked-Open-Data-Prinzipien zu beschreiben. Die Sammlungsmetadaten wurden mit Verknüpfungen zu Art & Architecture Thesaurus (AAT), ICONCLASS, Gemeinsame Normdatei (GND) und Wikidata angereichert. Um die Nutzung und Darstellung der Sammlung auch in anderen Kontexten zu ermöglichen - z.B. via Export in Deutsche Digitale Bibliothek oder Graphikportal - wurde eine LIDO-Schnittstelle entwickelt.