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Keywords
- Neurodiversity (1)
- Neurodiversität (1)
Language
- German (3)
"Neurodivers" ist das Label unter dem sich die Menschen, die nicht "neurotypisch" sind, versammeln. Vielfalt und Diversität werden auch hier sichtbar.
Ist die Bilbliothek ein Ort für neurodiverse Menschen?
Wie sehen Bibliotheken aus neurodiverser Sicht aus?
Wie können wir Bibliotheken als Arbeitsort und Arbeitsplatz für neurodiverse Menschen attraktiv machen?
FOLIO bestimmt derzeit in der Bibliothekswelt viele Fachdiskussionen. Im Rahmen des vom Land Hessen geförderten Projekts QIP (Qualität, Innovation, Planbarkeit) migriert auch der hebis-Verbund die regional organisierten Lokalen Bibliothekssysteme. Anfang 2025 sind die ersten Pilotbibliotheken mit verschiedenen Modulen im FOLIO-Produktivbetrieb. Mit Abschluss von QIP werden 11 Bibliotheken nach FOLIO umgestellt sein.
Die Besonderheiten des Projekts sind neben der technischen Migration auch die organisatorische Neuausrichtung des Zusammenspiels von Bibliotheken und Verbundzentrale sowie der in einer Community-Cloud organisierte technische Betrieb des Systems. Als wertvoller Vorteil für die Migration hat sich die enge, aber arbeitsteilige Kooperation zwischen den beteiligten Bibliotheken und der hebis Verbundzentrale als koordinierende Instanz herausgestellt. Die Verantwortung für einzelne Aufgabenpakete kann bei unterschiedlichen Einrichtungen des Verbundes liegen, die Ergebnisse werden aber sowohl im Verbund als auch mit der FOLIO-Community geteilt.
Im Vortrag werden die im Projekt etablierten organisatorischen und technischen Strukturen bzw. Werkzeuge vorgestellt und anhand der Erkenntnisse aus den ersten erfolgten (Teil-)Migrationen verdeutlicht. Sabrina Erkeling wird dabei aus der Sicht der Verbundzentrale die Gesamtplanung des Projekts einschließlich der Entwicklungsaufträge zur Gap-Behebung darstellen, während Petra Schneider (UB Frankfurt) und Florian Ruckelshausen (UB Gießen) das Vorgehen und die Entwicklungsarbeiten aus der Perspektive der Piloteinrichtungen schildern.
Science Washing beschreibt die Praxis der willentlichen Vortäuschung von Wissenschaftlichkeit und ist zum Beispiel in der Kosmetikbranche ein vergleichsweise verbreitetes Phänomen. Im Gegensatz zum bekannteren und besser erforschten Konzept des Green Washing fehlt beim Science Washing bisher eine systematische und ausführliche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen, die Literaturlage ist äußerst übersichtlich.
In unserem Vortrag möchten wir einzelne Aspekte von Science Washing genauer vorstellen. Ein Schwerpunkt des Vortrags soll die Frage sein, warum Science Washing mit demokratischen Grundwerten unvereinbar ist und als Form der willentlichen Desinformation eine potentielle Demokratiegefährdung darstellt, beispielsweise auf Grund willentlicher Irreführung und Manipulation, fehlender Transparenz und der Aushöhlung von Prinzipien des wissenschaftlichen Arbeitens.
Zudem zeigen wir in unserem Vortrag auf, warum das Thema Science Washing für Bibliotheken als Garanten für freien Zugang zu Wissen in einer demokratischen und wissensbasierten Gesellschaft eine Rolle spielt. Am Beispiel des Studiengangs „Bibliotheks- und Informationsmanagements“ an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erläutern wir, wie das Thema in der Ausbildung von zukünftigen Information Professionals adressiert werden kann. Aber auch darüber hinaus sehen wir Möglichkeiten, das Thema auf Grund seines demokratiegefährdenden Potentials in breitem Maße im Bibliotheksbereich zu verankern: in internen Fortbildungen für Mitarbeitende, in Informationskompetenzschulungen für Nutzende oder bei der Vermittlung der Prinzipien des wissenschaftlichen Arbeitens.