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Der Beitrag beleuchtet die Rolle des FID Politikwissenschaft – Pollux bei der Förderung von wissenschaftsgeleitetem Open Access in der politikwissenschaftlichen Fachcommunity. Im Fokus steht das strategische Ziel, Open Access – insbesondere Diamond Open Access, bei dem weder Autor:innen noch Leser:innen Gebühren zahlen – als nachhaltiges und nicht-kommerzielles Publikationsmodell zu etablieren.
Zu den zentralen Aktivitäten des FID zählen die Beratung und Unterstützung der politikwissenschaftlichen Fachgesellschaften im Hinblick auf Open Access Policies und der Herausgeber:innen politikwissenschaftlicher Zeitschriften bei der Umstellung auf Diamond Open Access (Journal Flipping).
Der Vortrag bietet Einblicke in konkrete Maßnahmen, Herausforderungen und Perspektiven, die Impulse für eine wissenschaftsgeleitete Publikationskultur setzen.
Graue Literatur wie Forschungsblogs, Working Papers, Berichte oder Regierungs- und Verwaltungsdokumente gewinnen in der Wissenschaft zunehmend an Bedeutung. Sie bieten aktuelle Einblicke in laufende Forschungen, bereichern die Wissenschaftskommunikation und sind häufig Open Access verfügbar. Für die Fachinformationsdienste sind damit neue Aufgaben verbunden: Einerseits wächst der Bedarf der Forschungscommunity an einer gezielten Integration von grauer Literatur in die FID-Portale. Andererseits müssen sich die FID auch kritisch mit den damit verbundenen Fragen auseinandersetzen: Wie schaffen die FID in diesem Kontext ein innovatives Angebot, um für ihre Zielgruppen attraktiv zu bleiben? Wie kann graue Literatur effizient aggregiert werden? Kann die langfristige Verfügbarkeit gesichert werden und welche Rolle spielt dabei eine systematische Archivierung? Welche Prozesse im Qualitätsmanagement sind nötig, um die Verlässlichkeit dieser Quellen sicherzustellen?
Am Beispiel von Pollux – Fachinformationsdienst Politikwissenschaft werden diese Fragen beleuchtet. Pollux kooperiert mit verschiedenen Partnern, um die Sichtbarkeit und Nachweissituation von grauer Literatur in der Politikwissenschaft deutlich zu verbessern. Die technologische Umsetzung umfasst die Indexierung von über 360 Forschungsblogs, die automatisiert über RSS-Feeds eingebunden werden sowie den Einsatz von Web-Scraping-Technologien in Kooperationsstrukturen. Der Vortrag skizziert das Vorgehen von Pollux und zeigt auf, welche Chancen und Herausforderungen sich für den Fachinformationsdienst in diesem Kontext ergeben. Ziel ist es, einen praxisorientierten Einblick zu geben und die Relevanz von grauer Literatur für ein innovatives FID-Angebot zu unterstreichen.
Das Poster stellt die Rolle des FID Politikwissenschaft in der von zahlreichen Akteuren geprägten Landschaft des Forschungsdatenmanagements visuell anschaulich dar. Es wird sichtbar, welche Gesamtstruktur (NFDI, Konsortien, Forschungsdatenzentren) diese Landschaft prägt und wie der FID hier zu verorten ist. Hervorgehoben wird die Bedeutung der im FID Politikwissenschaft als Projektpartner fungierenden Einrichtungen (a) Gesis - Lebniz Institut für Sozialwissenschaften und (b) Qualiservice Data Sharing. Die konkreten Services der Projektpartner Gesis und Qualiservice (bspw. Langzeitarchivierung von Forschungsdaten und die Entwicklung fachspezifischer Workflows) werden kurz genannt; ebenso die Arbeitsschwerpunkte des FID insgesamt, der sich vor allem auf den verbesserten Nachweis von Forschungsdaten im Suchraum "Pollux" sowie das Anbieten fachspezifischer Workshops konzentriert.
Das Poster setzt sehr stark auf grafische Elemente und reuziert die Textbausteine auf ein Minimum. Der Inhalt soll sich visuell erschließen lassen und verständlich sein sowohl für Bibliothekar:innen / Information Professionals als auch für Politikwissenschaftler:innen als Zielgruppe des FID.
Unter dem Stichwort „Green Library“ hat das Thema Nachhaltigkeit – hier verstanden im Sinne der Ziele für nachhaltige Entwicklung als ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit – in den letzten Jahren verstärkt Einzug in die Bibliothekswelt gefunden. Viele Green-Library-Themen, die derzeit besonders Konjunktur haben – wie bspw. Urban Gardening und BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) –, adressieren dabei allerdings vorrangig öffentliche Bibliotheken.
Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland mehr und mehr wissenschaftliche Bibliotheken, an denen Nachhaltigkeitsgremien (z. B. als AGs) gegründet wurden, welche jedoch nach außen oft noch kaum sichtbar sind. Vor diesem Hintergrund fand im Oktober 2022 ein erstes virtuelles Vernetzungstreffen mit Vertreter*innen von Nachhaltigkeitsgremien von zehn deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken (inkl. zweier Gäste aus der Schweiz) statt. Das Treffen zeigte u.a., dass es sehr herausfordernd ist, Nachhaltigkeit als Zieldimension im Arbeitsalltag einer wissenschaftlichen Bibliothek zu verankern, zumal die Zugehörigkeit zu einer übergeordneten Universität oder sonstigen Forschungseinrichtung ein Geflecht an Akteuren und verteilten Zuständigkeiten mit sich bringt, in welchem Bibliotheken nur eingegrenzte Handlungsspielräume haben.
Das Hands-on-Lab will die Erfahrungen des Vernetzungstreffens aufgreifen und zugleich offen sein für neue Teilnehmende. Zu verschiedenen Themenfeldern soll in Form partizipativer Formate der Wissensaustausch intensiviert und darüber hinaus ausgelotet werden, wie künftig die Vernetzung gestaltet werden kann. Im Fokus soll die Frage stehen, wie der Nachhaltigkeitsgedanke im Arbeitsalltag und der strategischen Ausrichtung der Bibliotheken verankert und somit eine nachhaltige Organisationsentwicklung unterstützt werden kann.
Das REWISO+ / FID-Netzwerk für Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften verbindet die Fachinformationsdienste (FID) für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung, Politikwissenschaft, Soziologie, Mobilitäts- und Verkehrsforschung, Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung und Kriminologie sowie das Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft / ZBW und – kooptiert – den FID Geschichtswissenschaft zu einem Netzwerk für die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Das Netzwerk ist bewusst breit und disziplinübergreifend angelegt. Wir arbeiten auf unterschiedlichen Arbeitsgebieten zusammen, um das Gesamtsystem der Fachinformationsdienste für die Wissenschaft auf verschiedenen Ebenen zu stärken und die Idee der kooperativen Weiterentwicklung unserer jeweiligen Angebote zu unterstützen. REWISO+ wird von der Motivation geleitet, untereinander gezielt in den Austausch über die Entwicklungen in den beteiligten Fachinformationsdiensten und darüber hinaus zu treten, gemeinsam Synergien zu heben und damit die Weiterentwicklung bereits bestehender Strukturen voranzutreiben.
Die Mitglieder des Netzwerks treffen sich regelmäßig zu virtuellen Arbeitssitzungen (abwechselnd intern und für die Öffentlichkeit zugänglich). Wie im Jahr 2023 auch, möchte REWISO+ die Gelegenheit nutzen, auf der BiblioCon eine Arbeitssitzung in Präsenz anzubieten. Die Arbeitssitzung soll es den Netzwerkmitgliedern ermöglichen, persönliche Kontakte und Kooperationen zu festigen. Zugleich wollen wir die Möglichkeit nutzen, aktuelle Themen und Trends aufzugreifen (das betrifft insbesondere Entwicklungen im Bereich des Themenkreises 4). Im Mittelpunkt des Treffens sollen der weitere Austausch und konkrete Planungen zu Themen stehen, die uns im REWISO+-Netzwerk aktuell beschäftigen. Dies sind u.a. die Themen kooperative Lizenzierung, Zweitveröffentlichungsservices und Nutzer:innen-Forschung.
Nach mehreren virtuellen Treffen sowie einem Hands-on Lab bei der BiblioCon 2023 in Hannover hat sich das "Netzwerk Nachhaltigkeit an wissenschaftlichen Bibliotheken" gegründet. Dieses Netzwerk ist angegliedert an das Netzwerk Grüne Bibliothek und verfolgt das Ziel, die Nachhaltigkeitsarbeit an wissenschaftlichen Bibliotheken zu unterstützen und stärker zu systematisieren. Hintergrund ist, dass es im D-A-CH-Raum immer mehr wissenschaftliche Bibliotheken gibt, die nicht nur auf Initiative von Einzelpersonen aktiv werden, sondern über ein Nachhaltigkeitsgremium (wie bspw. eine AG) verfügen (eine im Aufbau befindliche Übersicht über diese Gremien sowie eine Kurzdarstellung des Netzwerkes findet sich unter: https://www.netzwerk-gruene-bibliothek.de/netzwerk-nachhaltigkeit-wissenschaftliche-bibliotheken/). Die in diesen Gremien aktiv mitwirkenden Personen haben das Netzwerk Nachhaltigkeit an wissenschaftlichen Bibliotheken ins Leben gerufen, um den Erfahrungs- und Wissensaustausch über die Einrichtungen und Landesgrenzen hinweg zu befördern und um bei konkret anstehenden Projekten auf die Expertise auswärtiger Kolleg:innen zugreifen zu können.
Die Arbeitssitzung soll dazu dienen, die Weiterentwicklung des Netzwerks voranzubringen und über den aktuellen Umsetzungsstand der Nachhaltigkeitsarbeit in unseren Häusern zu sprechen. Zugleich soll die Arbeitssitzung Raum für die Festigung bereits bestehender und das Entstehen neuer Kooperationen bieten.