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Discord, ursprünglich für die Gaming-Community entwickelt, wird zunehmend auch in Bibliotheken eingesetzt. Es dient als Plattform für berufliche Vernetzung (DACH Bibliothekswesen, Netzwerk Tutorials in Bibliotheken), bietet aber auch Raum für Austausch über andere Themen, bei denen der Beruf nur den Rahmen bildet (Gamebrarians, Queerbrarians). Einige Bibliotheken nutzen Discord zur Interaktion mit ihren Nutzenden, wie die Stadtbücherei Hagen und die Stadtbibliothek München.
Die Nutzung von Discord in Bibliotheken wirft bisher in der Community noch wenig diskutierte Fragen auf: Wie geht man mit dieser Art der Kommunikation um? Welche Herausforderungen bringt sie mit sich? Was zeichnet einen guten Discord-Server aus und wie erstellt man einen eigenen? Wie kann die Plattform für die Kommunikation mit Nutzenden eingesetzt werden? Was ist der Bibliotheks-Community bei dieser Art von Kommunikation wichtig?
Das interaktive Hands-on-Lab will diese Fragen beantworten. Teilnehmende werden gemeinsam die Plattform erkunden und auch einen Discord-Server gemeinsam aufbauen. Es wird empfohlen, vorab einen Discord-Account zu erstellen und ein passendes Endgerät (Laptop, Handy, Tablet) mitzubringen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Getreu dem Motto „Technisch ist das möglich“ der Technischen Universität Hamburg (TUHH) haben wir uns für den Einbau von Open Library Technik entschieden, um unsere Türen länger zu öffnen. Obwohl viele Voraussetzungen bereits gegeben waren, bedurfte es bis zur Ausschreibung, über den Einbau bis zur Inbetriebnahme noch etlicher Vor- und Nacharbeiten bis wir den Wunsch unserer Nutzenden nach längeren Öffnungszeiten erfüllen konnten.
Zwei UX-Studien in den zurückliegenden Semestern bestätigten, dass die Universitätsbibliothek einer der zentralen Lernorte auf dem Campus der TUHH ist. Gleichzeitig konnten wir beobachten, dass bestimmte Servicezeiten nur wenig angenommen werden. Mehr Personal einzusetzen, um die Öffnungszeiten auszuweiten, war somit nicht die optimale Lösung für uns.
Woran muss im Vorfeld alles gedacht werden, was wird erst im Nachhinein klar, was sind Selbstläufer und wo könnte es haken? Anhand unseres Beispiels stellen wir vor, welche Stolpersteine es bei der Einführung der Open Library geben kann und wie komplex die Zusammenarbeit ist, um diese aus dem Weg zu räumen. Dabei beantworten wir die spannende Frage, wie viele Gewerke für das Verlegen eines Kabels benötigt werden.
Zum Zeitpunkt des Vortrags ist die Open Library ein halbes Jahr in Betrieb, sodass wir nicht nur über den Prozess berichten, sondern auch darüber, wie gut dieses Angebot angenommen wird und ob unverhoffte Probleme aufgetreten sind. Ausgehend von Beobachtungen erwarten wir, dass die erweiterten Öffnungszeiten sehr gut angenommen werden. Vor dem Start der Open Library warteten Studierende regelmäßig vor unseren Türen. Gerne auch mal so nah, dass sich die Eingangstür um Punkt 9 Uhr nicht öffnen konnte.
Der Vortrag gibt Impulse, ob die Einführung einer Open Library auch in der eigenen Bibliothek bereits möglich ist oder welche Voraussetzungen zuvor geschaffen werden müssen.