ISO-Codes, GEO-Daten und Bibliotheksbestände: Wie passt das zusammen?
- Wie finden Forschende die Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen? Lässt sich eine Recherche so gestalten, dass sie sich nicht an Medientypen, sondern am Forschungsgegenstand orientiert? Abseits vom klassischen Bibliothekskatalog haben wir ein Experiment gewagt, das verschiedene Ressourcen zum Forschungsgegenstand Sprachen bündelt und auf einer Weltkarte lokalisiert, um eine geobasierte Suche zu ermöglichen.
Das Poster präsentiert einen Ansatz, die Suche nach wissenschaftlicher Literatur im Bestand einer Bibliothek mit der Suche nach passenden Forschungsdaten zu kombinieren. Dazu werden Titelaufnahmen automatisch mit zusätzlichen Metadaten aus offen lizenzierten wissenschaftlichen Datenbanken angereichert. Auf dieser Basis können Literaturtitel thematisch mit Forschungsdatensätzen verknüpft werden.
Konkret wird die Idee am sprachwissenschaftlichen Bestand der ULB Düsseldorf umgesetzt. Die Metadatenanreicherung erfolgt mithilfe der Bibliographie der Datenbank Glottolog, einem Projekt des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie. Glottolog bietet Informationen zu Sprachen, Dialekten und Sprachfamilien weltweit. Die Anreicherung umfasst u.a. standardisierte ISO-Codes für Sprachen sowie geographische Koordinaten. Durch die erweiterten Metadaten ergeben sich neue Sucheinstiege:
Literatur kann anhand der behandelten Sprachen über die ISO-Codes gruppiert werden.Verlinkungen zu Datenrepositorien wie OLAC ermöglichen den direkten Zugriff auf Sprachressourcen.Eine geobasierte Suche wird möglich, bei der Sprachen als Punkte auf einer Weltkarte dargestellt werden – jeder Punkt bietet Zugriff auf relevante Literatur und Ressourcen.Zusätzlich wird die Integration der ISO-Codes als neue Facette im ULB-Katalog geprüft. Weitere Ideen umfassen eine Geo-Suche sowie die direkte Einbindung von Links zu Forschungsdatensätzen in die Titelaufnahmen.
Das Poster stellt die Entstehung der Idee, die geplante Umsetzung sowie ein erster Prototyp vor.