Filtern
Dokumenttyp
- Vortrag (16)
- Beitrag zu einem Tagungsband (4)
- Forschungsbericht (4)
- Posterpräsentation (3)
Referierte Publikation
- nein (27)
Schlagworte
- Spent fuel (6)
- Behälter (5)
- Endlager (5)
- Hydrogen (5)
- Hochradioaktive Abfälle (4)
- Safety (4)
- Sicherheitsanforderungen (4)
- Endlagerbehälter (3)
- Hydride precipitation (3)
- Regulations (3)
Organisationseinheit der BAM
- 3 Gefahrgutumschließungen; Energiespeicher (14)
- 3.5 Sicherheit von Gasspeichern und Gefahrguttanks (8)
- 3.4 Sicherheit von Lagerbehältern (5)
- 1 Analytische Chemie; Referenzmaterialien (1)
- 1.4 Non-Target-Analytik (1)
- 2 Prozess- und Anlagensicherheit (1)
- 2.1 Sicherheit von Energieträgern (1)
- 3.0 Abteilungsleitung und andere (1)
- 8 Zerstörungsfreie Prüfung (1)
- 8.1 Sensorik, mess- und prüftechnische Verfahren (1)
Bei der Auswahl eines Standortes für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle (Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle und ausgediente Brennelemente) in Deutschland werden auf Grundlage des Standortauswahlgesetzes von 2017 die drei potenziellen Wirtsgesteine Steinsalz, Tonstein und Kristallingestein in Betracht gezogen. Die Auswahl eines konkreten Endlagerstandortes steht dabei in engem Zusammenhang mit den für die jeweiligen Wirtsgesteine geeignet erscheinender Endlagersystemen. Zentraler Bestandteil dieser Endlagersysteme sind die Endlagerbehälter, deren Gestaltung und Auslegung maßgeblich die Randbedingungen für die Transport- und Einlagerungstechnik vorgibt und zudem die Nachweise zur Betriebs- und Langzeitsicherheit entscheidend prägt. Daher ist es für die Behälterentwicklung erforderlich, die an Endlagerbehälter zu stellenden Anforderungen systematisch herzuleiten. Auf dieser Grundlage können anforderungsgerechte Endlagerbehälter zielgerichtet für die jeweils zu untersuchenden Endlagerstandorte in unterschiedlichen Wirtsgesteinen entwickelt werden.
Dieser Beitrag fasst die wesentlichen Ergebnisse des von BAM und BGE TECHNOLOGY GmbH im Zeitraum 2017 bis 2020 bearbeiteten und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Forschungsvorhabens KoBrA zusammen, die in einem Abschlussbericht und vier zugehörigen Teilberichten umfassend dokumentiert sind.
Im hier vorliegenden Bericht wurde im Rahmen einer umfassenden Literaturrecherche der nationale und internationale Stand von Wissenschaft und Technik hinsichtlich Behälterkonzepten und Behälteranforderungen erfasst. Dabei wurde eine umfangreiche Dokumentensammlung zusammengestellt und sortiert, die als Quellenbasis für alle weiteren Arbeiten zur Verfügung steht. Die Auswertung der gesammelten Informationen resultiert in einem Überblick über internationale Behälterentwicklungen sowie einer detaillierten Übersicht über die Behälterkonzepte und die ihnen zugrundeliegenden Anforderungskataloge aus elf fortgeschrittenen Endlagerprogrammen.
Dieser Bericht untersucht die im ersten Arbeitspaket ermittelten vorhandenen bzw. entwickelten Behälterkonzepte dahingehend, inwieweit die jeweiligen Behälterfunktionen unter den im zweiten und dritten Arbeitspaket ermittelten Randbedingungen und Einwirkungen den im dritten Arbeitspaket ermittelten Anforderungen an endlagerfähige Behälter in einem deutschen Endlager genügen. Zum anderen sollen, basierend auf den im zweiten Arbeitspaket ermittelten Randbedingungen und den im dritten Arbeitspaket hergeleiteten und zusammengestellten Anforderungen an die Endlagerbehälter, Vorschläge für mögliche generische Endlagerbehälter in den drei potenziellen Wirtsgesteinen Steinsalz, Tonstein und Kristallingestein erarbeitet werden. Die im ersten Arbeitspaket recherchierten Behälterkonzepte, deren Entwicklungslinien und zugrundeliegende Behälteranforderungen bilden hier den Ausgangspunkt für weitergehende Überlegungen hinsichtlich ihrer potenziellen Eignung für ein zukünftiges deutsches Endlager und zur Skizzierung generischer Konzepte für zukünftige Endlagerbehälter.
Der Bericht zum Arbeitspaket 3 baut auf den Ergebnissen der internationalen Recherche (AP1) sowie der Zusammenstellung der Randbedingungen und Beanspruchungsgrößen für die Endlagerbehälter (AP2) auf. Die Anforderungen an die Behälter – regulatorische, betriebliche sowie solche aus der Standortgeologie und den Einwirkungen und Prozessen, denen die Behälter ausgesetzt sind – werden hergeleitet und systematisch dargestellt.
Die für das Endlagersystem zu betrachtenden Nutzungsphasen werden aus den regulatorischen Anforderungen hergeleitet und charakterisiert. Die Einwirkungen auf die Behälter in den drei potenziellen Wirtsgesteinen sowie die sich für die Erfüllung der Sicherheitsfunktionen des Behälters als Teil des Endlagersystems ergebenden Behälterfunktionen werden ebenfalls wirtsgesteins- und zeitphasenabhängig betrachtet. Schließlich werden aus den Einwirkungen auf die Behälter und den Anforderungen an die Behälterfunktionen auch quantifizierbare Behälterfunktionen für alle drei potenziellen Wirtsgesteine abgeleitet.
Im Forschungsvorhaben KoBrA werden Anforderungen an Endlagerbehälter für hochradioaktive Abfälle erstmals systematisch und unter Berücksichtigung des internationalen Standes von Wissenschaft und Technik hergeleitet. Parallel werden die behälterrelevanten Randbedingungen und Beanspruchungsgrößen für Endlagerbehälter in den drei potenziellen Wirtsgesteinen Steinsalz, Tonstein und Kristallingestein ermittelt. Darauf aufbauend werden die zur Erfüllung der Anforderungen unter den gegebenen Einwirkungen und Beanspruchungen notwendigen Behälterfunktionen bestimmt und erste Konzeptideen für zukünftige Endlagerbehälter diskutiert bzw. entwickelt.
This lecture shows an overview of cross-cutting topics whithin the dynamic sector of hydrogen technologies including European and other international strategies, legal and policy frameworks, networks and relevant stakeholders, research and demo-projects, regulations, codes & Standards as well as initiatives and associations concerning hydrogen safety and education.
The presentation explains recent administrative developments in Germany concerning nuclear waste management and adresses national and European R&D funding concepts. National and international collaboration is explained followed by the latest update on long term metal seal investigations at BAM. Finally, fuel cladding failure mechanisms during long term dry storage and related R&D initiatives at BAM are explained.
The presentation provides an overview about the understanding of fuel cladding failure mechanisms dominated by hydride embrittlement during long term dry storage. A currently launched research project focuses on the development of a fracture mechanics approach to describe brittle failure of fuel cladding during long term interim storage (BRUZL)“. Finally, the BAM contribution to the current European Joint Program (EJP) on radioactive waste management is illustrated.
The German nuclear waste management strategy consists of dry interim storage of spent fuel inside dual purpose casks and its subsequent direct final disposal in a deep geological repository. Interim storage is limited to 40 years so far, but will have to be extended until repository site selection and operation is concluded, potentially up to 100 years. In this context, research on the long term performance of safety relevant cask components and fuel rod integrity during such extended periods of time is of outmost importance. The barrier function of the fuel cladding depends on its integrity under operational and accidental conditions along with storage and subsequent transportation and is mainly affected over time by altering of the cladding microstructure and by thermo-mechanical conditions during reactor operation and subsequent wet and dry storage.
This paper focuses on failure mechanisms regarding cladding embrittlement caused by physical phenomena concerning hydrogen dissolution and precipitation of hydrides in the zirconium matrix. Within this context, potential cladding integrity issues under extended interim storage conditions followed by transportation are emphasized.
Delayed hydride cracking (DHC) is a well-known time-dependent temperature-activated phenomenon failure mechanism of the fuel cladding during reactor operation. The phenomenon consists of hydrogen diffusion and hydride precipitation at the tip of an initial crack and the propagation of the crack to an approximate distance equal to the length of the hydride. This failure mechanism is temperature-activated phenomenon and enhances along with thermal cycling of the fuel cladding, e. g. during reactor shutdowns. DHC shows limited relevance under quasi static storage conditions with continuously lowering temperatures. However, the literature points that DHC may occur when the temperature during storage decreases to a certain level after some decades and in combination with stress concentrations in the cladding material.
When spent fuel is transferred to dry storage by vacuum drying, the cladding temperature raises up to peak temperatures of ~370°C. Under these conditions, hydrides dissolute into the zirconium matrix up to the solubility limit defined by the peak temperature and this amount of hydrogen can precipitate in a radial re-oriented fashion due to the temperature decrease during storage. Cladding materials with radially precipitated hydrides show significant embrittlement. Radially oriented hydrides are perpendicularly oriented to hoop stresses representing the most critical configuration. Brittle failure of the cladding then occurs by crack propagation through radially oriented hydrides and finally through the zirconium matrix. The susceptibility to radial hydride precipitation depends on cladding material type and microstructure, hydrogen content, pre-drying hydride distribution, irradiation conditions, and temperature and stress histories during drying and storage operations.
This paper addresses major considerations concerning spent fuel cladding embrittlement due to hydride precipitation with regard to the boundary conditions of dry spent fuel storage in Germany. Analytical, numerical, and experimental approaches are to be discussed by BAM in order to identify the specific needs for future R&D work in that area with the purpose to provide the necessary data base for proper safety demonstration and evaluation along with future extended storage licensing procedures.