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- 4 Material und Umwelt (34)
- 4.3 Molekulare und angewandte Entomologie (34)
- 4.0 Abteilungsleitung und andere (2)
- 6 Materialchemie (2)
- 8 Zerstörungsfreie Prüfung (2)
- 3 Gefahrgutumschließungen; Energiespeicher (1)
- 3.1 Sicherheit von Gefahrgutverpackungen und Batterien (1)
- 4.1 Biologische Materialschädigung und Referenzorganismen (1)
- 5 Werkstofftechnik (1)
- 5.4 Multimateriale Fertigungsprozesse (1)
Unsere Alltagssprache bedient sich so manchem Vorbild aus der Welt der Insekten. In Sinnsprüchen, Sprichwörtern, Redewendungen und Zitaten finden Fliegen und Mücken dabei besonders häufig Verwendung und dies meist in Form der Allegorie als wichtiges rhetorisches Gestaltungsmittel. Die eng mit dem Menschen verbundene Lebensweise der Stubenfliege z. B. bietet dafür die geschichtliche und kulturelle Basis.
Redensarten sind ein sprachliches Spiegelbild gelebter Kultur, was den Vergleich mit anderen Sprachen interessant macht. So hat jede Sprache ein charakteristisches Portfolio von ihnen, die sinnverwandt sein, aber auch bei wörtlicher Übersetzung zu Missverständnissen führen können.
Sprachen sind nicht gegeneinander isoliert. Während ihrer Differenzierung gab es immer auch aktiven Austausch von einzelnen Sprachelementen. Diesen Prozess zu rekonstruieren ist Aufgabe der vergleichenden Sprachwissenschaft, die sich dabei auch Methoden der biologisch-phylogenetischen Analyse bedient.
Kulturelle Beziehungen zwischen Menschen und Insekten werden durch die kulturelle Insektenkunde (Entomologie) beschrieben. Es handelt sich dabei um eine junge Wissenschaftsdisziplin des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Sie erforscht die vielfältigen Weisen, in denen Insekten unsere Kultur beeinflussen.
Aus pragmatischen Gründen gliedert sich die kulturelle Entomologie in Teilbereiche wie Schöne Literatur, Sprache, Musik, Theater, Film, Architektur, Symbolismus, Philosophie, Religion, Unterhaltung u.v.m. Ein Streifzug durch die kulturelle Entomologie kann daher nachvollziehbarerweise nicht den Anspruch der Vollständigkeit erfüllen. Zu inhaltsreich sind die Teilbereiche und zu facettenreich sind die Einflüsse aus der Welt der Insekten. So hat einerseits jeder Kulturkreis seine eigene permanent im Wandel begriffene (Kultur)-Geschichte und anderseits sind weit mehr als eine Million Insektenarten bekannt, auch wenn natürlich längst nicht alle davon eine soziokulturelle Relevanz besitzen. Neben der Biene z. B. treten farbenfrohe Schmetterlinge aber auch Fliegen sehr häufig in Erscheinung.
Der Vortrag wird einige berühmte klassische aber auch weniger bekannte gegenwärtige Beispiele einzelner Teilbereiche diskutieren. Der Einfluss unseres westlich-europäisch geprägten Kulturkreises mit seinen antik mediterranen Wurzeln ist dabei unverkennbar. Beantwortet wird aber auch die Frage, warum sich Schädlinge wie Kleidermotten oder Termiten auf der Gästeliste eines Museums, dem eigentlichen Ort des Erhaltens und Bewahrens, befanden.
Die Teilnehmer und auch Einsprecher der Arbeitsgruppe des DIN-Normenausschusses zum Teil 4 der DIN 68800 erinnern sich bestimmt an die geführten Diskussionen zu Punkt 10 „Elektrophysikalische Verfahren", hier speziell das Mikrowellenverfahren.
Zum Zeitpunkt der Diskussion lagen zwar Untersuchungsberichte, die in Zusammenarbeit mit Materialprüfanstalten und verschiedener Mikrowellenanwender zur Bekämpfung von holzzerstörenden Insekten und Pilzen sowie eine Reihe von Veröffentlichungen nur waren diese nicht allen Mitgliedern des Normenausschusses bekannt. Obwohl dieses Verfahren in der Praxis seit mehreren Jahren erfolgreich eingesetzt wird, fehlte die wissenschaftliche Basis.
Two species of parasitoid wasps, Apanteles carpatus (Hymenoptera: Braconidae) and Baryscapus tineivorus (Hymenoptera: Eulophidae), are known to successfully parasitize larvae of tineid moths. We have evaluated each species potential impact on suppressing the pest Tineola bisselliella (Lepidoptera: Tineidae). Both parasitoids have shown high potential for biological control of webbing clothes moth larvae when tested on different host instars in the laboratory and field. Preferences for parasitizing older and larger host larval instars for egg largely overlap in both species. Apanteles carpatus is a solitary koinobiont and parthenogen, while B. tineivorus is a gregarious koinobiont, with a sex ratio of approximately 1:5 (male:female). Solitary reproduction in A. carpatus markedly suppressed the pest population early on but lagged large numbers of progeny in the F(-generation. Gregarious reproduction resulted in a faster build-up of the F1generation but lagged the immediate control effect. Combining the release of both parasitoid species for pest control seemed to be the logical conclusion. We tested the reproductive success of both species when experimentally forced into intensive intraguild competition. For this, parasitoids had either to compete simultaneously or slightly time shifted on the same preferred host resource. Reproductive success of A. carpatus was not significantly influenced by the presence of B. tineivorus. B. tineivorus reproductive output was significantly reduced in the presence of A. carpatus. Overall Suppression of host development was not significantly enhanced with both parasitoid species co-occurring when compared to their exclusive access to hosts. B. tineivorus does not significantly improve the control of webbing clothes moth hosts when occurring together with and having to compete against A. carpatus, at least in restricted laboratory conditions. Results show that B. tineivorus should be released with a temporal advantage of at least several days. For inundative release, reproduction strategies and even competition between parasitoids is negligible, and a deferred release strategy would not be required.
The tropical environment of Sri Lanka accelerates bio-deterioration of cultural objects. Termites are one of the most damaging insect pests destroying the cellulose components of historical artifacts. Herbal extracts obtained from resin of Vateria copallifera (Retzius) Alston and seeds of Madhuca longifolia (Konig) Macbride have been used for centuries to preserve e.g. palm leaf manuscripts from insect attack. Herbal extractions of these traditional products for palm leaf manuscript were tested for their effect against the termite species Coptotermes formosanus Shiraki, 1909. Natural and artificial aged herbal extractions were tested to obtain a repellent index. Resin oil of V. copallifera caused slightly higher repellencies than M. longifolia. Artificially aged samples produced lower repellencies than naturally aged samples. The results indicate that the active ingredients are volatile. The potential for barrier treatment was tested only with V. copallifera. Tunnelling-behavior of C. formosanus workers through sand in the presence of V. copallifera resin oil was largely reduced.
Seit mehreren Jahrzehnten ist der Einsatz von Lockstoffen gegen Insekten zur Schadensabwehr an Lagergütern und Materialien etabliert. Die Hauptkomponenten der Pheromone aller wirtschaftlich relevanten vorrats- und materialschädlichen Insekten sind bekannt. Zur Früherkennung und zur Populationsdichteüberwachung von Schädlingen nehmen Pheromonfallen eine zentrale Position im Konzept der ökonomischen Schadensschwelle und damit im integrierten Vorrats- und Materialschutz ein. Dies gilt vor allem für Sexuallockstoff-Fallen gegen paarungsbereite Männchen von vorratsschädlichen Motten aus den Gruppen der Zünsler (Pyralidae) mit Dörrobst-, Mehl- und Speichermotte und gegen Kleinschmetterlinge(Tineiden) mit Kleider- und Pelzmotte sowie gegeneinige Nagekäfer mit Brot-, Tabak- und Gemeiner Nagekäfer. Durch das sogenannte "Monitoring" können Bekämpfungsstrategien zunächst zeitlich und räumlich optimiert und anschließend auf Erfolg bewertet werden. Neben Sexualpheromonen sind bei einigen Käfern wie beispielsweise den Korn- und Reismehlkäfern auch Aggregationspheromone, die attraktiv auf beide Geschlechter wirken, verbreitet. Ihr Einsatz zur Bekämpfung, d.h. zum Massenfang von Individuen, wie dies im forstwirtschaftlichen Bereich gegen Borkenkäfer nutzbringend durchgeführt wird, hat sich aufgrund mangelnden Erfolgs im Nachernteschutz jedoch nicht etabliert.
Neben einem wirtschaftlich orientierten Einsatz von Pheromonfallen kann deren Anwendung auch wertvolle allgemein biologische Informationen über Schadinsekten liefern. Wird das "Monitoring" z.B. im Freiland abseits von Lagerstätten für faunistische Erhebungen durchgeführt, können natürliche Vorkommen von Schädlingsarten ermittelt werden. Dies erlaubt Rückschlüsse auf ihre ursprünglichen Lebensräume und auf mögliche adaptative Szenarien beim Übergang zu einer synanthropen und damit für den Menschen schädlichen Lebensweise. Zusätzlich werden auf diese Weise natürliche Habitate, die als Reservoire für Schadpopulationen fungieren könnten, aufgespürt und, wenn notwendig, in ein Bekämpfungsprogramm integriert.