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Im Rahmen des Teilprojektes PtX-Wind wurden verschiedene küstennahe sowie offshore Standorte beprobt, um die tatsächliche Korrosivität der Atmosphären zu bestimmen. Mit Offshore Auslagerungsversuchen auf einer Technikplattform (freibewitterter und überdachter Bereich) und an Windenergieanlagen (Außen- und Innenbereich), sollten Daten zur Korrosivität ermittelt werden. Diese stellen eine Grundlage für die dauerhafte und gleichzeitige wirtschaftliche Auslegung des Korrosionsschutzes für Offshore-Prozessanlagen dar. Für Offshore-Windkraftanlagen wird auf Grundlage der abgeschätzten Atmosphäre nach DIN ISO 9223 immer einer Korrosivitätskategorie C5/CX angenommen, was einen entsprechenden Aufwand für den Korrosionsschutz nach sich zieht.
Bei den vorliegenden Untersuchungen zeigte sich, dass für Stahl ab einer Höhe von ca. 40 m über der Meeresoberfläche nur eine Korrosivitätskategorie von C3 bis C4 ermittelt wurde. Dies ist vergleichbar mit Standorten an küstennahen Bereichen bzw. Inseln, bei denen die Kategorie C3 vorliegt.
Im teilklimatisierten Inneren des Turmes liegt die Korrosivitätskategorie nur bei C2. Die Korrosivitätskategorie C2 wurde aber auch für das nicht klimatisierte Air Transition Deck festgestellt. Auf Grundlage dieser Informationen kann die Auslegung des Korrosionsschutzes sowohl für Außenkomponenten als auch für Anlagenkomponenten in klimatisierten Containern abgeleitet werden.
Für alle anderen küstennahen Standorten lag die ermittelte Korrosivität für Zink und Aluminium maximal bei C3. Für Kupfer wurden die höchsten Korrosionsraten mit C4 bis C5 ermittelt, was etwa bei der Auslegung des Korrosionsschutzes elektronischer Bauteile im Außenbereich entsprechend Beachtung finden muss.
Neben den Korrosivitätsinformationen liefern die Auslagerungsversuche auch Informationen über die Performance typischer Konstruktionsmaterialien im Offshore Bereich, wie etwa nichtrostender Stähle sowie ausgewählter Korrosionsschutzmaßnahmen. Der Beitrag stellt ausgewählte Ergebnisse der Auslagerungskampagnen vor.
The aim of the seawater laboratory is to observe and test corrosion and corrosion protection systems in real seawater in a fully equipped electrochemistry laboratory. The unique selling point is a seawater bypass, which makes it possible to colonize and maintain salt water or brackish water growth (bacteria, algae, krill, shell, fungi, etc.). The annual course of the marine environment can be observed.
Issues like the selection of materials or simulation of corrosion and corrosion protection systems in real seawater can be studied. As an example, the corrosive influence of the real seawater on immersed steel (S355) and a bimetallic cell of S355 and stainless steel (1.4362) is monitored over one year by measuring potentials and cell currents. Experiments were performed to study the possible corrosion accelerating effects like bimetallic and microbiologically influenced corrosion. These can be run under two different conditions to simulate light and dark environments. The results can help to understand enhanced corrosion rates of steel mounted on offshore wind power plant. Moreover, the roof of the seawater laboratory is also an atmospheric exposure site and will be continuously sampled in the coming years.
The poster contributes to the assessment of corrosivity in offshore atmospheric exposure environments according to DIN EN ISO 9224 for unalloyed steel, zinc, copper and aluminium. Studies on corrosivity from an offshore wind turbine and a distribution platform in the North Sea are presented. The results show that the corrosivity of unalloyed steel is mostly dependent on the altitude of exposure and whether it is inside or outside.
Im Rahmen des Projektes H2Mare wurden verschiedene küstennahe sowie offshore Standorte beprobt, um die tatsächliche Korrosivität der Atmosphären zu bestimmen. Mit Offshore Auslagerungsversuchen auf einer Technikplattform (freibewitterter und überdachter Bereich) und an Windenergieanlagen (Außen- und Innenbereich), sollten Daten zur Korrosivität ermittelt werden. Diese stellen eine Grundlage für die dauerhafte und gleichzeitige wirtschaftliche Auslegung des Korrosionsschutzes für Offshore-Prozessanlagen dar. Neben den Korrosivitätsinformationen liefern die Auslagerungsversuche auch Informationen über die Performance typischer Konstruktionsmaterialien im Offshore Bereich, wie etwa nichtrostender Stähle sowie ausgewählter Korrosionsschutzmaßnahmen. Der Beitrag stellt ausgewählte Ergebnisse der Auslagerungskampagnen vor.
Bei maritimen Reparaturbeschichtungen ist eine chloridfreie Oberfläche nicht immer zu gewährleisten. Zur Untersuchung des Einflusses chloridhaltiger Verunreinigungen auf die Schutzwirkung maritimer Epoxid-Reparaturbeschichtungen wurden gestrahlte Stahlproben (Sa 2½) mit künstlichem Meerwasser besprüht. So entstanden drei Verunreinigungszustände: sauber (C0), leicht verunreinigt (C1) und stark verunreinigt (C2). Zwei Beschichtungen (A1 und A2) wurden appliziert und durch Ritzen und Impact-Schäden zusätzlich beansprucht.
Im Teilvorhaben „Untersuchung zu bauseitigen Fragestellungen der Korrosion und des Korrosionsschutzes mit Fokus auf die Außenkorrosion von Bau- und Anlagenteilen“ standen korrosionstechnische Untersuchungen zum Einfluss maritimer Exposition für großtechnische Offshore-Power-to-X-(PtX-) Anlagen im Mittelpunkt. Die Planung und der Betrieb solcher OffshoreProzessanlagen stellen aufgrund der vorherrschenden Umweltbedingungen hohe Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit der eingesetzten Materialien, wobei dem wirksamen Korrosionsschutz eine zentrale Rolle für einen wartungsarmen, langlebigen und umweltverträglichen Anlagenbetrieb zukommt.
Vor diesem Hintergrund wurde das Korrosionsverhalten metallischer Werkstoffe und Korrosionsschutzsysteme unter realen maritimen und Offshore-Bedingungen systematisch untersucht. Durch die Verknüpfung normativer und wissenschaftlicher Literaturrecherchen mit kontrollierten Laboruntersuchungen sowie mehrjährigen Expositionsversuchen an ausgewählten maritimen Standorten wurden grundlegende Zusammenhänge zwischen Umweltparametern, Werkstoffeigenschaften, konstruktiven Randbedingungen und Korrosionsmechanismen analysiert. Die gewonnenen Ergebnisse stellen eine repräsentative Datengrundlage zur Charakterisierung der Korrosivitätsbedingungen im maritimen Umfeld dar und bilden eine wissenschaftlich fundierte Basis für die Bewertung, Auslegung und Optimierung von Werkstoffen, Beschichtungen und Korrosionsschutzkonzepten für maritime und Offshore-Anwendungen.
Die Werkstoffauswahl und der Korrosionsschutz zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit stellen für den Offshore Bereich noch immer eine Herausforderung dar. Erfahrungen und Regelwerke liegen insbesondere aus dem Bereich von Offshore Windenergieanlagen vor. Diese Regelwerke befinden sich in einem stetigen Prozess der Anpassung an aktuelle Erkenntnisse und Erfahrungen, da es sich noch um relativ neue Anwendungen handelt. Für Offshore-Prozessanlagen, wie diese im H2Mare-Projekt betrachtet werden, sind die Anforderungen wesentlich komplexer, da Anlagenkomponenten den Beanspruchungen aus den Prozessen im Inneren der Anlagen ebenso genügen müssen, wie den Beanspruchungen aus der maritimen Umgebung. Hier kommen im Vergleich zu Windkraftanlagen eine größere Palette von Werkstoffen insbesondere aus dem Bereich der rost- und säurebeständigen Stähle sowie höhere Prozesstemperaturen zum Tragen, die für Windkraftanlagen keine Relevanz haben.