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Die Teilnehmer und auch Einsprecher der Arbeitsgruppe des DIN-Normenausschusses zum Teil 4 der DIN 68800 erinnern sich bestimmt an die geführten Diskussionen zu Punkt 10 „Elektrophysikalische Verfahren", hier speziell das Mikrowellenverfahren.
Zum Zeitpunkt der Diskussion lagen zwar Untersuchungsberichte, die in Zusammenarbeit mit Materialprüfanstalten und verschiedener Mikrowellenanwender zur Bekämpfung von holzzerstörenden Insekten und Pilzen sowie eine Reihe von Veröffentlichungen nur waren diese nicht allen Mitgliedern des Normenausschusses bekannt. Obwohl dieses Verfahren in der Praxis seit mehreren Jahren erfolgreich eingesetzt wird, fehlte die wissenschaftliche Basis.
Die thermische Bekämpfung von Holzschädlingen erfordert wegen der geringen Wärmeleitfähigkeit von Holz lange Behandlungszeiten und kann zur Rissbildung führen. Hier wurde die thermische Behandlung mittels Radio- und Mikrowellen untersucht. Die direkte, dielektrische Erwärmung hat den Vorteil einer größeren Homogenität der Aufheizung. Die mit Radiowellen erzielten Temperaturprofile waren homogener als die mit Mikrowellen realisierten. Untersuchungen zeigten, dass die Abtötung nicht auf die direkte Einwirkung von elektromagnetischen Feldern, sondern auf die Temperaturerhöhung zurückzuführen ist.
Chemical-free pest control by dielectric
heating with radio waves and microwaves:
Thermal effects
(2018)
Thermal pest control with hot air is widely accepted as an alternative to chemical methods. However, it requires relatively long treatment times owing to the low thermal conductivity of wood. Direct dielectric heating that applies radio waves or microwaves has the advantage of more homogeneous heating. However, Sound experimental data on this technique are currently rare. Therefore, the thermal treatment of wood-destroying insects with radio waves and microwaves was studied with two model pests, Anobium punctatum and Hylotrupes bajulus, and with Tenebrio molitor as a reference. The secure elimination of pests was achieved, and the corresponding treatment time was in the range of a few minutes. Temperature profiles were more homogeneous when applying radio waves.